Ergebnisarchiv | 2. Bundesliga Süd Männer

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Geht doch noch

ASV Dachau vs. ASV Neumarkt, 31.01.16, 2. BLSM
Wiedergefundene Stabilität: Mit Torsten Pohl kam die Sicherheit in der Dachauer Annahme zurück
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Große Erleichterung bei den Dachauer Volleyballern: Im Kellerduell haben sie sich am Sonntagnachmittag vor eigenem Publikum mit 3:1 (25: 22, 20:25, 25:20, 25:20) gegen den ASV Neumarkt durchgesetzt und damit das lang ersehnte Erfolgserlebnis nach sieben Niederlagen in Folge verbucht. An Tabellenplatz elf mit nur einem Punkt Polster auf den ersten Abstiegsrang hat sich damit nichts geändert, doch die Punkte waren immens wichtig. Denn sowohl Neumarkt, als auch Stuttgart hatten am Samstagabend gepunktet und den ASV zwischenzeitlich auf den ersten Abstiegsrang verdrängt.

"Wir können es doch noch", bringt Teammanager Dominic von Känel die Erleichterung im ASV-Team auf den Punkt. Ein "Superspiel" war das Kellerduell laut ASV-Coach Torsten Schulz nicht, aber es war eben purer Abstiegskampf und die Bedeutung der Partie beiden Mannschaften von Beginn an anzumerken. Allerdings konnte sich Dachau erstmals wieder auf die von Schulz verstärkt trainierten Basics verlassen: Die Annahme kam stabil, und auch im Aufschlag erspielten sich die Dachauer um Kapitän Sebastian Wenninger mit ein paar Serien entscheidende Führungen.

Etwa im ersten Durchgang, in dem beide Teams zunächst im Gleichschritt ihre Punkte machten. Torsten Pohl war neben Wenninger und Martin Carinelli in die Dachauer Annahme gerückt und hat "seinen Part dort zu 110 Prozent erfüllt", zollt Schulz dem 28-Jährigen ein Extralob. "In Annahme und Abwehr war er spitzenmäßig und hat auch im Block seine Punkte gemacht oder den Neumarkter Block angeschlagen." Dachaus Punktegarant oder "Lebensversicherung", wie der ASV-Coach kommentiert, war aber Sascha Ziskins. Aus dem Rückraum und am Netz hat der Diagonalspieler fast jeden Angriff versenkt und wurde einmal mehr zum MVP gewählt. Den entscheidenden Vorsprung im ersten Satz zum 20:16 holte sich Dachau aber mit Zuspieler Florian Mayerhofer am Aufschlag. Dank der wiedergefundenen Stabilität und der guten Abwehr von Carinelli & Co konnte der ASV die Führung dann auch ins Ziel bringen.

Im zweiten Durchgang hatte allerdings Neumarkt die Nase vorn, doch die Dachauer fanden nach der kurzen Verschnaufpause wieder zurück in die Spur: "Die Jungs haben gemerkt, dass es schwierig wird, wenn sie locker lassen und haben sich wieder reingebissen", so Schulz. Im dritten Satz war sein Team schnell 4:1 und 10:5 vorne, und auch wenn sich Schulz aus guten Abwehraktionen noch die ein oder andere geradlinige Aktion mehr gewünscht hätte, war die 2:1-Satzführung nicht mehr gefährdet. 

Im vierten Durchgang hatte der ASV weiter konsequent ein Auge auf Neumarkts Hauptakteur Maximilian Pflaum, dessen Vorlieben Martin Carinelli im Vorfeld für sein Team analysiert und die Trainer Adrian Zoppelt während der Partie weiter beobachtet hatte. Zwar wurde der Neumarkter Diagonalspieler MVP auf Seiten der Gäste, den Dachauer Sieg nach der nervenaufreibenden Durststrecke konnte aber auch er nicht mehr gefährden. 

"Die Erleichterung ist groß, aber jetzt dürfen wir nicht durchdrehen", warnt Schulz nach dem dringend notwendigen Sieg, der die Tabellensituation und damit Dachaus Ein-Punkt-Polster auf den ersten Abstiegsrang zumindest gleich gehalten hat. Geredet wird also auch an diesem Montag wieder. "Aber dann arbeiten wir weiter, wir sind auf dem richtigen Weg", ist der ASV-Coach zuversichtlich. Die nächste wichtige Aufgabe steht am Samstag bei der TG Mainz Gonsenheim an, die gerade überraschend Spitzenreiter Fellbach im Tiebreak die weiße Heimweste befleckt hat. 

ASV Dachau - ASV Neumarkt 3:1 (25:22, 20:25, 25:20, 25:20)

 

veröffentlicht am Montag, 1. Februar 2016 um 16:12; erstellt von ASV Dachau e.V.
letzte Änderung: 01.02.16 16:31