Ergebnisarchiv | 2. Bundesliga Süd Männer

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L.E. Volleys: Samstag top - Sonntag flop

L.E. Volleys vs. SV Fellbach, 13.03.16, 2. BLSM
Thomas Bauch bleibt als Trainer ganz cool
Foto: Christian Modla - Leipziger Volkszeitung

Neue Impulse, aber auch alte Fehler
Doppelt gefordert: L.E. Volleys gewinnen 3:0 in Dachau und unterliegen Spitzenreiter Fellbach 0:3
Bericht: LVZ - Kerstin Förster
Fotos: Christian Modla

Leipzig. Ein Hoch, ein Tief und mittendrin Thomas Bauch als neuer Mann auf der Trainerbank bei den L.E. Volleys: Der 50-Jährige erlebte am Wochenende die Gefühlsdröhnung gleich im Doppelpack. Hatten die Leipziger am Samstagabend mit 3:0 (29:27, 25:19, 25:23) den sich tapfer wehrenden Abstiegskandidaten ASV Dachau besiegt, so unterlagen sie gestern Nachmittag in der heimischen L.E. Play-Arena dem Spitzenreiter Fellbach vor 190 Zuschauern klar 0:3 (15:25, 16:25, 13:25).

"Nachdem die Jungs das Dachau-Spiel verdient gewonnen und sich damit ein bisschen aus dem Keller geholt hatten, wollten sie mit Macht gegen Fellbach beweisen, was sie drauf haben. Das ging aber nach hinten los", resümierte Bauch, der nach der Steffen-Busse-Ära vor eineinhalb Wochen das Zweitliga-Zepter übernommen hatte. Drei Heimspiele sind es noch bis Saison-Ultimo, dann hat der Interimsbeauftragte fertig. Definitiv?

"Definitiv. Wir sind an einer neuen Lösung dran. Ich werde mich wieder auf die Arbeit mit dem Nachwuchs konzentrieren", erklärte das Vorstandsmitglied und hatte zum Sonntags-Gegner eine überragende Meinung: "Die haben wie aus einem Guss gespielt."

Eine Einheit sah der Coach auch bei seinen Volleys in Bayern. Da habe man Ideen entwickelt. Vor allem im Angriff über die Mitte zeigten sich die Leipziger griffiger. Dazu lieferten Kapitän Jan Günther (bester Spieler) und Jannik Kühlborn eine starke Vorstellung. Gestern allerdings blieb vieles vom Guten auf der Strecke. Zu oft lagen die Hausherren am Boden, zu oft mühten sie sich vergeblich, zu oft spielten sie dem Gegner in die Karten. Das war zu viel, um gegen den souveränen Tabellenführer (55 Punkte) als Sechster (35 Zähler) bestehen zu können. "Es wird vor allem eine Kopfsache", mutmaßte Kristof Thater schon vorher. Der Libero konnte nur von der Galerie aus das Geschehen verfolgen. Nach einem Nasenbeinbruch (Trainingsunfall) fällt er bis Saisonende aus. Gern eingegriffen hätte auch Ex-Spieler Christoph Rascher, der mit der Volleys-Reserve tags zuvor in der Regionalliga-Ost einen 3:1-Sieg beim Schlusslicht Bad Düben erkämpft hatte. Der Abstieg ist dennoch besiegelt. "Eine Hintertür gibt es vielleicht noch, wenn in anderen Ligen das Aufstiegsrecht nicht wahrgenommen wird", hofft Neu-Vorstandsmitglied Rascher auf ein Happy End für seine Youngster.

Das stressige Doppelprogramm hatte Routinier Erik Wichert gut überstanden, das lädierte Sprunggelenk hielt. "Es wird langsam wieder", versicherte der 27-Jährige und verwies auf die neuen Impulse durch den Trainer. "Das tut uns gut." Weitere Fortschritte sollten nicht lange auf sich warten lassen. Die treuen Fans haben es verdient.

L.E. Volleys: Roscher, Weber, Freese, Oswald, Hähner, Günther, Kühlborn, Ehrhardt, Wichert, Metelskiy, Burgartz.

veröffentlicht am Dienstag, 15. März 2016 um 00:14; erstellt von Manfred Wiesinger, L.E. Volleys e.V.
letzte Änderung: 15.03.16 00:13