Ergebnisarchiv | 2. Bundesliga Süd Männer

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Obwohl die Jeans daheim geblieben sind ...

TG 1862 Rüsselsheim II vs. GSVE Delitzsch, 12.03.17, 2. BLSM
Ein Gesicht wie drei Tage Regen
Foto: GSVE

Da war mal wieder einer pappesatt nach dem vergangenen Wochenende. Und das, obwohl die Recken vom Lober ihre Zweitliga-Pflichtaufgabe am Bodensee gelöst hatten – die Volley Youngstars 3:0 (25:23, 25:16, 25:17) schlugen. Aber die Kür am Sonntag in Rüsselsheim blieb aus. 0:3 (22:25, 22:25, 24:26). Damit hat der GSVE Delitzsch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Möglichkeit verspielt, in der Endabrechnung noch aufs Podium zu kommen.

Zurück zu pappesatt. Das war Trainer Frank Pietzonka, der wie die Feuerwehr am Sonntag nach Rüsselsheim hinterhergedüst war. Im Gepäck hatte er Jens „Emma“ Ellmrich (Angriff) und Libero Paul Geisler. Und damit war der GSVE eigentlich ganz gut aufgestellt. Denkste. „In der gesamten Spielzeit haben sie es nicht geschafft, konsequent durchzuspielen“, polterte der Coach. „Das 0:3 wäre so nicht nötig gewesen, auch wenn die Sätze knapp waren, bleibt ein 0:3 ein 0:3.“

Der 54-Jährige war mit der Art der Niederlage unzufrieden. „Wir führen in zwei Sätzen, waren aber nie sicher. Die Sicherheit muss erarbeitet werden und das hat gefehlt“, erklärte Pietzonka. Sein Co-Trainer Hans Jürgen Maune stimmte ein: „Die Spieler sollten sich mal an die eigene Nase fassen. Das war ein furchtbares Spiel.“ Die beiden bemängelten die Einstellung des Teams.

„Wir waren nicht auf der Höhe, fünf bis zehn Prozent haben gefehlt“, bekannte „Emma“, der auch keinen Sahne-Tag erwischte. „Der Coach hat uns deutlich gemacht, dass er sauer ist. Er hat nach dem Spiel kein Wort mit uns gewechselt“, erzählte Ellmrich.

Auch Robert Karl ging hart mit seinem Team ins Gericht. „Wir hatten ein, zwei Totalausfälle. Ich weiß auch nicht, wo die Nervosität herkam, als wir uns ins Spiel gebissen hatten“, sagte der Mittelblocker. Wer allerdings glaubt, dass die Jungs Punkte wegen einer Party-Safari am Bodensee liegenließen, der irrt. „Ich habe vorher gesagt, dass keiner eine Jeans mitbringen braucht. Wer dachte, es geht Tanzen, sollte das gleich vergessen“, sagte Karl. Und so klang der Abend gemütlich am See aus.

„Ich wollte das Spiel unbedingt gewinnen, weil Leipzig und Dresden in der Liga bleiben sollen“, fügte er an. Nur leider klaffte zwischen Wunsch und Wirklichkeit am Sonntag eine zu große Lücke. Wollen die Delitzscher dem Kontrahenten aus Leipzig etwas Gutes tun, dann sollten sie die nächste Partie gewinnen. Da geht es gegen Grafing, das punktgleich mit den L.E. Volleys um den Verbleib in der Liga kämpft.

Heute, bevor das Training losgeht, wird sich Pietzonka sein Team nochmal zur Brust nehmen. Zwei Wochen hat er jetzt Zeit, den GSVE wieder auf Vordermann zu bringen und zum Endspurt anzusetzen.

Bis auf das Highlight zum Saisonabschluss gegen Primus Eltmann hat der GSVE aber eine Sorge weniger. Die Diagonale ist mit Emma Ellmrich besetzt, weil die Suhler Damen in der Bundesliga bereits das Spielen eingestellt haben. Und wenn es bei Emma trotzdem mal nicht läuft, ist da ja Robert Karl. Der kann auf der Punktemacher-Position auch zugreifen und Druck machen.

veröffentlicht am Donnerstag, 16. März 2017 um 12:02; erstellt von EMIL TIMM, GSV Ehrenberg Delitzsch e.V.