Ergebnisse - VBL

Ergebnisarchiv | 2. Bundesliga Süd Frauen

In unserem Archiv finden Sie alle Ergebnisse und Tabellen der Bundesliga ab Saison 1996/97.

Ein rabenschwarzer Tag

Allianz MTV Stuttgart II vs. Rote Raben Vilsbiburg II, 02.02.19, 2. BLSF
Martha Deckers (6) wurde zur MVP gekürt
Foto: Gerhard Wlk

Das Zweitliga-Team Allianz MTV Stuttgart II unterliegt zuhause gegen die Roten Raben Vilsbiburg II mit 1:3 Sätzen.

Es gibt Tage, da läuft überhaupt nichts zusammen. Ein rabenschwarzer Tag also. Und einen solchen hat das junge Team von Allianz MTV Stuttgart II beim so ersehnten Heimspiel gegen die Roten Raben Vilsbiburg II erwischt. Nach fünf Auswärtsspielen hatte man sich auf den Heimspieltag gefreut und wollte diesen auch erfolgreich gestalten. Doch die Gäste aus Niederbayern spielten nach einigen Anfangsschwierigkeiten wie aus einem Guss und verpassten dem Team von Trainer Johannes Koch nach 88 Minuten Spielzeit eine 1:3-Niederlage (25:22, 15:25, 11:25, 22:25). „Es ist die Summe vieler Kleinigkeiten, die uns die Niederlage eingebrockt hat“, sagte Koch. 

Wen die Gastgeberinnen nie in den Griff bekommen haben, war Raben-Akteurin Halli Amaro. Die US-amerikanische Mittelblockerin hatte am Ende insgesamt 23 Punkte mit nahezu immer derselben Masche ins gegnerische Feld gedroschen: als Einbeiner, also am Zuspieler vorbeigerannt, und dann mit einem Bein abgesprungen, um die größtmögliche Abschlagshöhe zu erreichen. Diese nahezu unhaltbaren Aktionen kamen immer zur Unzeit, genauso wie die regelmäßigen Aufschlagserien von Paula Hötschl. Die junge Außenangreiferin machte insgesamt zehn direkte Punkte nur durch ihren Service von der Grundlinie.

Nicht, dass diese Elemente für die Stuttgarter Spielerinnen fremd wären. Im Gegenteil. Einbeiner-Angriffe steuerten auch Helena Krenn oder Britta Schammer bei, für gute Aufschläge ist zum Beispiel Moggi Wlk berüchtigt. Nur hat das Stuttgarter Team davon weniger Gebrauch gemacht als sonst. Hauptsächlich, weil es Probleme in der Annahme hatte. Schon der erste Satz war ein wellenförmiges Auf und Ab. Am Ende war es die Stuttgarter Nervenstärke, die zum Satzgewinn führte. Es sollte aber der einzige bleiben. „Anschließend hat uns unser Selbstvertrauen verlassen“, befand Johannes Koch. „Im dritten Satz ist bei uns alles ausgefallen, inklusive der Körpersprache.“ Erst im vierten Satz bäumte sich sein Team noch einmal auf, lag mit 20:14 vorne, ließ sich dann aber noch die Butter vom Brot nehmen. 

Aber nicht nur die Stuttgarterinnen wurden unsicher, auch das Schiedsgericht traf einige weniger nachvollziehbare Entscheidungen – zu ungunsten des MTV. Ein rabenschwarzer Tag eben.

„Ich bin sauer, wir haben einfach kein Mittel gefunden“, sagte Jelena Wlk nach dem Spiel. Die Außenangreiferin steuerte zwölf Punkte bei. Am fleißigsten sammelte Kapitänin Martha Deckers auf Stuttgarter Seite die Punkte (20). Doch es waren die Raben, die mit dem Sieg nach Hause flogen.

Allianz MTV Stuttgart II: Moggi Wlk, Jelena Wlk, Helena Krenn, Martha Deckers, Lena Günther, Britta Schammer; Magdalena Fischer (Libera). Eingewechselt: Saskia Lenk, Jennifer Böhler, Sara Marjanovic, Jana Grathwol.

Text: Tom Bloch

Quelle: Nord Rundschau - der gemeinsame Lokalteil aus Stuttgarter Nachrichten und Stuttgarter Zeitung

veröffentlicht am Montag, 4. Februar 2019 um 08:35; erstellt von MTV Stuttgart 1843 e.V.