„Adler“ holen drei Punkte

Moerser SC vs. VC Bitterfeld-Wolfen, 24.03.19, 2. BLNM
Der Seybering/Weber-Block macht dicht ...
Foto: Moerser SC - Pressestelle

In einer kampfbetonten Partie holen die „Adler“ gegen  den VC Bitterfeld-Wolfen einen wertvollen Drei-Punkte-Sieg und erfüllen Teil 1 ihrer Planung für den Rest der Saison: nach Möglichkeit dreimal gewinnen und am Saisonende im oberen Drittel landen.

Das Trainerteam Hendrik Rieskamp/Martin Schattenberg konnte seit längerer Zeit wieder einmal komplett antreten und sogar einige Youngster („frisch“ aufgestiegen in die Oberliga) mit ins Aufgebot nehmen. Somit jede Menge Optionen für das erwartet schwere Spiel.

Start durchwachsen

Der Start allerdings sehr durchwachsen. Nach 1-3 Rückstand zunächst Ausgleich, dann aber 3-6 zurück: Harmloser Angriff, einmal ins Aus, einmal feste in den Block – und Trainer Rieskamp reagiert mit einer Auszeit. Das MSC-Team weiter „verhalten“, Aufschlagfehler, nochmal ins Aus und die 2. Auszeit bei 8-12. Jetzt wurde Rieskamp wirklich laut – die Forderung nach „mehr Einsatz“ war bis in die oberen Ränge zu hören. Die Predigt hilft jedoch nicht unmittelbar: gleich nach der Auszeit  ein Aufschlagfehler und 8-13. Dann helfen die Gäste ein wenig: Netzfehler, Angriff ins Aus ... und Tom Weber „legt“ zum 13-15. Dann aber wieder eine Doublette: Aufschlag „kaputt“ und „Hammer“ in den Block und 13-17. Thiemo Schnorr kommt ins Zuspiel. Nach 14-20 die Hoffnung auf ein positives Ende nicht besonders groß – aber Seybering, Staab und ein erfolgreicher Seybering/Schattenberg-Bock helfen zum 18-21. Schattenberg verkürzt auf 19-21 .. am Satzende aber zwei MSC-Fehler und ... der Satz ist weg.

Rieskamp´s Predigt wirkte doch

Im 2. Durchgang zunächst wieder 1-3 Rückstand, Ausgleich bei vier und nach einem Seybering-Aufschlag die erste Führung überhaupt. Bis 7-7 eng, dann eine schöne Floater-Serie von Oskar Klingner zum 10-7. Das Team hält den 3-Punkte Abstand, kann mit einem Schattenberg-Angriff sogar auf 15-10 erweitern. Dann greift Travis Hudson einen Schattenberg-Lob ab und noch 15-13. Auszeit Moers. Bis 18-18 alles eng beisammen- dann segelt ein Moerser Angriff ins Aus: 18-19. Jonas Hoppe kommt zurück. Ein krasser Annahmefehler zum 18-20 lässt bei Trainer Rieskamp wiederum deutlich Unmut-Symptome erkennen. Bei 20-22 kommt Andreas Tins für Oliver Staab ... und sorgt mit unangenehmen Aufschlägen für den Ausgleich. Ein Weber-Angriff sorgt für den Mini-Vorsprung, ein Netzfehler der Gäste für das Break zur rechten Zeit – Auszeit von Bitterfeld bei 24-22 ... zu spät.

It´s Weber time!

Starker Auftritt des MSC-Teams im 3. Satz – mit einem glänzend aufgelegten Tom Weber, der zweimal in den Doppelblock „knallt“ – aber mit den „richtigen“ Abprallern punktet, mit zwei Aufschlägen nachlegt, Bitterfeld bei 7-2 zur Auszeit zwingt und dann gleich noch einen Aufschlag nachliefert: 8-2 für den MSC. Nach 10-4 Führung einige Nachlässigkeiten, bei 10-6 Auszeit von Trainer Rieskamp. Zwei Moerser Fehler folgen, Bitterfeld-Zuspieler Travis Hudson mit dem ersten „dunking“ zum 10-9. Bei 11-10 liefert Oskar Klingner eine schöne – diagonal geschlagene – Float-Aufschlagserie, welche die Gäste nicht unter Kontrolle bekommen: 15-10 Vorsprung wie im 2. Satz und der MSC nun mit Oberwasser. Beim letzten Ball aus den eigenen Reihen scheint Jonas Hoppe eingreifen zu wollen, lässt den Ball aber passieren. Bitterfeld perplex, Ball auf dem Boden, Satzende.

Bitterfeld-W macht die letzten Fehler

Der 4. Durchgang dann eher mehr Bionade statt Sekt in Bezug auf´s  Niveau – aber ein Genuss für den, der Spannung mag. Von 2-2 bis 22-22 alles total eng beisammen Zwischendurch der MSC unzufrieden mit der Schiedsrichterleistung, Mannschaftsführer Lukas Schattenberg öfter mal zur Vorsprache beim 1. Schiedsrichter ... und holt sich bei 20-19 nach ein wenig Empörungstheater eine gelbe Karte. Danach wieder Ruhe – Schattenberg punktet zum 23-22. Am Ende dann ganz eng:  nach dem Ausgleich beschert ein Aufschlagfehler der Gäste dem Gastgeber den ersten Spielball bei 24-23 – der kann aber nicht genutzt werden. Staab sorgt für das 25-24 …und danach tritt ein Bitterfelder Spieler bei einem Hinterfeldangriff über. Case closed.

Stimmen

MSC Trainer Hendrik Rieskamp: „Das war von uns keine überragende Partie – aber wir haben im kämpferischen Bereich viel gegeben und sind als Mannschaft aufgetreten. Das war so ein wenig Wiedergutmachung für das Spiel in Essen – das werden unsere Fans, die beide Spiele gesehen haben, sicher registriert haben. Mit dem Aufschlag war ich nicht durchgängig zufrieden, insgesamt zu weich. Wir hatten uns gut auf den Zuspieler eingestellt. Im Angriff waren wir ein wenig cleverer – ich denke, wir sind für die Zielgerade gerüstet.“

Trainer Michael Eisel, Bitterfeld-Wolfen: „Wir haben im ersten Satz im Bereich Aufschlag/Annahme besser agiert als Moers, die hatten da deutliche Probleme. Dann wurden die Moerser aber im 2. Satz genau bei diesem Komplex stärker, sie waren auch in der Feldabwehr das notwendige Quäntchen stärker, haben ihren Block besser gesichert. Das hat den Ausschlag gegeben.“

veröffentlicht am Montag, 25. März 2019 um 12:19; erstellt von Moerser SC Pressestelle, Moerser SC 1985 e.V.
letzte Änderung: 25.03.19 12:19
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