Mannschaften - VBL

Mannschaften | 2. Bundesliga Nord Männer

Klemmbrett statt Ticker

SV Lindow-Gransee vs. USC Braunschweig, 08.02.20, 2. BLNM
Bis auf Timo Schlag sind Samstag alle an Bord
Foto: MOZ, Matthias Haack

Das Drumherum ausblenden und auf sich und das eigene Spiel konzentrieren – so lautet die Devise, welche Trainer Peter Schwarz seinen Schützlingen heute Abend mit auf den Weg geben wird. Ab 18 Uhr wollen die Zweitliga-Volleyballer des SV Lindow-Gransee (SVLG) die Hausaufgabe gegen den USC Braunschweig lösen. Einen Selbstläufer erwartet Schwarz gegen die Niedersachsen, die dem Zweitplatzierten als aktueller Zehnter in die Suppe spucken wollen, jedoch nicht: „Ich denke das Hinspiel hat gezeigt, dass wir diesen Gegner nicht unterschätzen dürfen. Es gilt, konzentriert zu spielen und das Beste aus sich rauszuholen.“

 

Bereits beim 3:1-Erfolg in der Löwenstadt – nach Rückstand und hart umkämpften Sätzen nahmen die Gäste verdient die drei Punkte mit nach Hause – stand Peter Schwarz an der Seitenlinie der Grün-Weißen. Auch heute coacht der 27-Jährige, der zudem die Drittliga-Frauen des VSV Havel Oranienburg unter seinen Fittichen hat, den Vorjahres-Vizemeister – erstmals seit dem glatten 3:0-Erfolg gegen Kiel am 11. Januar. „Ich bin absolut glücklich, wieder dabei sein zu können. Es ist für mich persönlich immer anstrengender, die Partie nur aus der Ferne am Ticker zu verfolgen statt selbst von der Seitenlinie einzugreifen“, lacht Schwarz, der seine Mannen mit Klemmbrett, deutlichen Worten und dem einen oder anderen Geniestreich zum nächsten Heimsieg führen will.

 

„Wir befinden uns aktuell im Aufwärtstrend und wollen die positive Serie weiter ausbauen“, erklärt der in der IT-Branche beschäftigte Schwarz, „ansonsten denken wir natürlich von Spiel zu Spiel, in dieser Woche war nur Braunschweig bei uns Thema“. Ob dies auch für alle Spieler gilt, ist nicht übermittelt. In zwei Wochen nämlich, am 22. Februar, gastieren die grün-weißen Wölfe beim Serienmeister und gegenwärtigen Spitzenreiter CV Mitteldeutschland. Sollten heute Abend drei Punkte gelingen, stünde dem Zweitliga-Meister von 2015 in der Jahrhunderthalle in Spergau, wo die Chemie Volleys ihre Heimspiele austragen, ein erstes kleines Endspiel in Sachen Meistertitel aus.

 

„Mitteldeutschland sollten wir aus den Köpfen bekommen, zumindest bis nach dem letzten Ballwechsel gegen Braunschweig“, stellt Peter Schwarz, der am späten Samstagabend aber vermutlich wieder das Klemmbrett zur Seite und das Handy in die Hand nehmen wird, deutlich klar. Ab 19.30 Uhr sind die Mitteldeutschland-Volleyballer in Moers gefordert. Die Lindower werden dann interessiert zum Ticker schielen, um zu verfolgen, wie die Voraussetzungen vor dem Topduell am 22. Februar sind.

veröffentlicht am Freitag, 7. Februar 2020 um 13:18; erstellt von Gunnar Reblin, Lindower SV Grün-Weiß e.V.
letzte Änderung: 07.02.20 18:23