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Mannschaften | 2. Bundesliga Nord Männer

MSC siegt gegen den USC – Aussetzer incl.

Moerser SC vs. USC Braunschweig, 02.03.19, 2. BLNM
Lukas Schattenberg und Oskar Klingner aufmerksam
Foto: Moerser SC Pressestelle

Auch im Rückspiel gegen den USC Braunschweig sichert sich der MSC drei Punkte und setzt sich damit auf Platz fünf in der Tabelle. Kleiner Schönheitsfehler: im 2. Durchgang die „Adler“ in Turbulenzen ...

Guter Auftakt

Leichter Start für das MSC-Team mit zwei Braunschweiger Fehlern: ein Angriff ins Netz und ein technischer Fehler bringen die 2-0 Führung, danach mit Punkten von Oliver Staab und Lukas Schattenberg und weiteren USC-Fehlern zum 8-4. Bei den „Adlern“ läuft es auch im 2. Drittel – teilweise mit Hilfe der Braunschweiger, die einfach zu viele Fehler (mehrfach ins Aus) produzieren. Bei 18-9 kommt Nick Wolschendorf für Tom Weber, bei 20-9 betritt Thiemo Schnorr das Feld – Jonas Hoppe geht. Braunschweig schwächelt weiter (Annahme), bei 21-9 reagiert Trainer Markus Weber mit einer Auszeit. Danach Moers fast fehlerfrei – Braunschweig kann Fehler nicht reduzieren.

„Adler“ früh in Turbulenzen - Wechsel helfen nicht

Im 2. Durchgang lässt Trainer Hendrik Rieskamp erneut seine Startsechs (Hoppe, Staab, Schattenberg, Weber, Klingner, Seybering, Libero: Gosmann) an den Start. Doch plötzlich eine „andere Geschichte“: nach 1-1 Moers einmal ins Aus und einmal in den Block und 1-3, Auszeit von Trainer Rieskamp. Annahme und Angriff nicht optimal – bei Braunschweig läuft es besser. Bei 5-9 kommt Veit Bils für Oliver Staab, bei 10-12 „holt“ Jonas Hoppe eine verunglückte Annahme ins Moerser Feld und nach gelungenem Aufbau nur noch 11-12. Dann aber wieder Fehler. Nach schwacher Annahme bei 11-14 plötzlich 11-15. Noch ein Technik-Fehler, nochmal in den Block gehämmert – der MSC verliert bei 11-17 die Kontrolle. Thiemo Schnorr rückt ein, bei 13-19 ordnet Trainer Rieskamp einen Doppelwechsel an: Andreas Tins kommt für Oskar Klingner, Nick Wolschendorf erneut für Tom Weber. Es wird nicht besser ... gleich der nächste Angriff landet im Netz, ein Blockabpraller im eigenen Feld, noch ein Annahmefehler und noch einmal in den Block genagelt. Viele Fehler, die Enttäuschung ist komplett ...

Dann wieder Luft unter den Flügeln

Im 3. Satz aber schnell auf 5-2 (Auszeit Braunschweig) danach weiter auf 8-4. Das MSC Team nun mit mehr Konzentration, Braunschweig produziert wieder Fehler. Gleich zweimal in Folge ins Aus, danach Lukas Schattenberg mit mehr Druck im Aufschlag und nach einem Weber-Lob die 16-10 Führung. David Seybering mit erfolgreichem Block zum 20-13. Lukas Schattenberg „langt“ noch zweimal zu, bei 24-15 eine schwache Moerser Annahme und Rieskamp gleich mit einer Auszeit. Aber keine weiteren besonderen Vorkommnisse ...

Im 4. Satz das MSC-Team weiter voll konzentriert – und Braunschweig wieder als Fehler-Lieferant: gleich drei Angriffe von der Position vier ins Aus und 3-1 für den MSC. Oskar Klingner weiter mit unangenehmen Aufschlägen – lange Floater auf die Position fünf. Braunschweig „verbaggert“ einen  Ball in der Defensive, Seybering blockt einen Angriff weg, Braunschweig nochmal ins Aus und 7-1 für den MSC. Wie im 3. Satz kontrollieren die Gastgeber das Geschehen. „Höhepunkt“ im letzten Drittel eine schwache Moerser Annahme, Trainer Rieskamp erzürnt und wieder sofort Auszeit bei 21-14. Danach Braunschweig noch mit Aufschlagfehler, Jonas Hoppe mit einem Ass und schnelles Ende.

Im ENNI Sportpark trat eine durch Verletzungen „gebeutelte“ Braunschweiger Mannschaft auf, die mit Libero Nils Schnalke und Philipp Maasberg gleich zwei Spieler nachnominieren musste. Braunschweig bemüht – aber doch mit deutlichen Abstimmungsproblemen und auch individuellen Fehlern – von denen das MSC-Team immer wieder profitierte.

Stimmen:

Trainer Martin Schattenberg: „Wir haben zwischendurch völlig den Focus verloren – der erste Satz war offensichtlich zu leicht, keiner hat mehr so richtig hart gearbeitet. Braunschweig ein wenig – aber doch verdient – glücklicher mit den Angriffen, wir im Bereich Aufschlag und Annahme schwächer. Wir haben es da eindeutig an Souveränität fehlen lassen – glücklicherweise ohne weitere Konsequenz.“

Trainer Hendrik Rieskamp: „Wir haben nicht gut gespielt – in der Annahme hatten wir ein Problem. Der Aufschlag war eigentlich nicht ganz so schlecht – aber es fehlte doch stellenweise einfach an Druck. Über den 2. Satz habe ich mich tierisch geärgert. Man kann nach einem leichten Satz nicht einfach so abschalten – Braunschweig hat den Satz verdient gewonnen. Bei uns waren da zu viele individuelle Fehler im Spiel. Wir haben gut trainiert – aber es kam nicht alles im Spiel an ...!“

MVP USC Braunschweig, Philipp Maasberg: „Wir sind heute etwas dezimiert angetreten – ich habe seit fast vier Jahren nicht mehr Bundesliga gespielt und musste helfen. Man hat gemerkt, dass die veränderte Konstellation für alle nicht leicht war. Im 2. Satz hat bei uns fast alles funktioniert – wir konnten die Konzentration aber nicht über den Satz hinaus hoch halten und haben dann im weiteren Spielverlauf einfach zu viele Fehler gemacht. Moers war doch konstanter und hat verdient gewonnen. Ich bin aber nicht frustriert – obwohl man natürlich bei einem gewonnenen Satz ganz gerne noch einen zweiten Satz mitgenommen hätte.“

veröffentlicht am Sonntag, 3. März 2019 um 18:49; erstellt von Moerser SC Pressestelle, Moerser SC 1985 e.V.
letzte Änderung: 03.03.19 19:17