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Mannschaften | 2. Bundesliga Nord Männer

Kein Ende der Serie in Sicht

DJK Delbrück vs. Moerser SC, 23.02.19, 2. BLNM
Ballannahme durch Finn von Soldenhoff
Foto: Stefan Hoppe

Zweitliga-Schlusslicht DJK Delbrück verliert auch das 17. Spiel. Am kommenden Wochenende könnte der Abstieg bereits besiegelt werden

Das Warten geht weiter. In ihrem 17. Saisonspiel in der 2. Volleyball-Bundesliga verliert die DJK Delbrück zum 17. Mal. Im Nachholspiel gegen den Moerser SC unterliegt sie daheim mit 0:3 (16:25, 13:25, 17:25). Dadurch könnte der Abstieg des abgeschlagenen Letzten bereits am kommenden Wochenende, wenn Delbrück frei hat, besiegelt werden.

DJK-Trainer Uli Kussin startete gegen Moers gegenüber der 1:3-Niederlage vor einer Woche in Essen mit zwei Änderungen in der Startaufstellung. Statt Niklas Hinz begann Lars Wienhues als Mittelblocker und für Libero Benjamin Hunke (Urlaub) kam Daniel Denk. Für Denk war es nach dem Hinspiel in Moers erst das zweite Spiel, in dem er als Libero anfing und durchspielte. »Daniel hat das ganz gut gemacht. Man hat aber schon gemerkt, dass in der Annahme etwas Nervosität im Spiel war, was durch die Umstellung auf der Libero-Position und die dadurch entstandenen Abstimmungsprobleme zu erklären ist«, sagte Kussin. In der Tat gab es in der Annahme Fehler, die – so der Coach – zehn bis zwölf Punkte für Moers zur Folge hatten. Dazu kam, dass Delbrück im Angriff abermals keine Konstanz hatte, um ernsthaft für den Sieg infrage zu kommen. Ein Satzgewinn wäre schon schön gewesen. Hoffnung darauf gab es zumindest und dies sogar dreimal. Denn in allen drei Sätzen hielt die DJK zunächst mit.

Im ersten Durchgang gestalteten die Delbrücker die Partie bis zum 11:11 sogar ausgeglichen, ehe sie nach einem 1:8-Lauf von 12:15 auf 13:23 zurückfielen. Ähnliches Bild im zweiten Satz: Bei der ersten Technischen Auszeit lag die DJK noch in Schlagweite (5:8), bei der zweiten war der Satz (8:16) entschieden. Im dritten Durchgang war Delbrück beim 8:10 noch am Gegner dran, nach den 1:6 Punkten zum 9:16 nicht mehr. »So schlecht habe ich uns heute gar nicht gesehen«, sagte Zuspieler und Kapitän Johannes Grodde. Wir halten bis Mitte der Sätze gut mit. Warum wir es aber dann nicht hinkriegen, dran zu bleiben, ist die Frage«, meinte Grodde. Sein Trainer pflichtete ihm bei: »Wir sind im Vergleich zu den Partien vorher gleich gut im Spiel, verlieren aber bei kleinen Rückständen die Geduld und die Konzentration, so dass wir schnell höher zurückliegen.« Die Moerser dagegen behielten die Ruhe, nutzten die Fehler der Gastgeber routiniert aus und zogen letztlich in allen Sätzen deshalb auf und davon, weil sie im Angriff stärker waren. Die Feldabwehr und der Block der DJK waren in den entscheidenden Phasen zu schwach oder nicht vorhanden. »Es war vor der Saison klar, dass wir es mit nur vier erfahrenen Zweitliga-Spielern schwer haben würden. Wenn davon dann noch welche ausfallen oder nicht trainieren können, wie es seit Jahresbeginn der Fall ist, haben wir diese Probleme wie gegen Moers«, sagte Grodde und schaute nach vorn: »Ich bleibe bei der DJK, egal in welcher Liga.«

DJK: Denk, Grodde, Steinbrück, Wuttke-Ziller, Leppin, Hinz, Wienhues, Protte, Albrecht, von Soldenhoff

veröffentlicht am Montag, 25. Februar 2019 um 09:09; erstellt von Westfalen Blatt, DJK Graf Sporck 1920 e.V. Delbrück
letzte Änderung: 25.02.19 09:09