Ergebnisarchiv | 2. Bundesliga Nord Männer

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Bruchlandung der TuB-Schrauber

TuB Bocholt vs. TeBu Volleys, 25.02.17, 2. BLNM
Eine unglückliche Niederlage gegen die Tebus
Foto: Heinrich Stoverink

Und dabei startete der Abend nach Maß. Fast ohne Probleme gelang es, den ersten Satz zu gewinnen, weil zu diesem Zeitpunkt Aufschlag, Block und Angriff fast fehlerfrei agierten und der Gast aus Lagenbeck noch nicht richtig im Spiel war. Vor allem Matthias Unland und der spätere MVP Steffan Hebbink sammelten fleißig Punkte, so dass der Satz deutlich mit 25:17 ans Heimteam ging.

Wohl zu deutlich, wie man in der Folgezeit feststellen musste. Denn während die Tebus sich auf ihre Qualitäten besannen und vor allem in der Verteidigung exzellente Arbeit leisteten, schlichen sich bei den TuB-Schraubern Unachtsamkeiten und Nachlässigkeiten ein, die Trainer Wouterse auf die Palme brachten. Wenige Spielzüge wurde konsequent zu Ende gespielt und einige Chancen überhastet vergeben. Das Team von Hendrik Rieskamp witterte Morgenluft und konnte sicher mit 25:20 zum 1:1 ausgleichen.

Was folgte, waren zwei dramatische Sätze, die die zahlreiche Zuschauer beider Lager stellenweise von den Sitzen rissen. Bocholt schien sich zunächst gefangen zu haben, lag stellenweise mit vier Punkten vorne, aber unglückliche Aktionen der Gastgeber, eine überragende Feldabwehr und ein kaum zu bremsender Lars Fischer (MVP) auf Seiten der Gäste und es stand 22:22. Aber statt „nur noch drei“ wurden es dann zwölf weitere Punkte, ehe Benedikt Volk mit einem Aufschlagwinner nach Abwehr einiger Satzbälle zum 34:32 punktete.

Stark angezählt agierten die TuB-Schrauber in der Folge ob des unglücklich verlorenen Satzes, die Tebu Volleys zogen stellenweise bis auf fünf Punkte davon und manch einer schien den Glauben an sein Team schon verloren zu haben. Aber die Bocholter, angeführt von Zuspieler Lukas Essing, kamen noch einmal heran und hatten gleich zweimal die Chance zum Satzausgleich. Schließlich setzte ein Netzroller zugunsten der Laggenbecker dem Spiel ein Ende, das diese letztlich nicht unverdient mit 28:26 und 3:1 gewannen.

Etwas überraschend folgte anschließend die Trennung der Bocholter von ihrem Trainer Marinus Wouterse. „Marinus hat sicherlich in der Vergangenheit gute Arbeit geleistet und wir möchten uns dafür auch bei ihm bedanken, aber die Mannschaft benötigt im Abstiegskampf neue Impulse von der Bank und die können wir nur so gewährleisten“, erklärte Sven Böhme den ungewöhnlichen Schritt.

veröffentlicht am Dienstag, 28. Februar 2017 um 12:16; erstellt von Raimund Schneider, TuB Bocholt 1907 e.V.