Ergebnisarchiv | 2. Bundesliga Nord Männer

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Vermeidbare 1:3-Niederlage für Delbrück

DJK Delbrück vs. TSG Solingen Volleys, 05.03.16, 2. BLNM
Kampf um den Ball - Zuspieler gegen Mittelblocker
Foto: Jörg Janke

Mittelmaß statt Top 5. Volleyball-Zweitligist DJK Delbrück rutscht nach der 1:3 (22:25, 23:25, 25:18, 16:25)-Niederlage gegen die TSG Solingen Volleys vom siebten auf den neunten Platz. Eigentlich sollte es andersherum gehen.

»Da war mehr drin«, war der einhellige Tenor auf der Tribüne. Für Delbrücks Trainer Uli Kussin war noch viel mehr drin, er war unmittelbar nach dem Spiel richtig sauer: »Ich bin maßlos enttäuscht. Vom Gefühl her können wir dieses Spiel 3:0 gewinnen. Mit einer vernünftigen Einstellung auf und neben dem Feld hätten wir gewonnen. « Was Kussin am meisten aufregte, war der verlorene erste Satz. Die Delbrücker hatten sich gegen den Tabellenzweiten, der um die Meisterschaft spielt, eine komfortable Führung 21:16-Führung herausgespielt, brachten den Satz aber nicht nach Hause. Mit einem unglaublichen 9:1-Lauf zogen die Solinger noch an der DJK vorbei. Vermutlich konnten sie ihr Glück selbst nicht fassen, spielten sie doch keineswegs so stark auf, wie man es von einem Aufstiegskandidaten erwartet hätte. Die Gastgeber, die erstmals seit Wochen wieder mit komplettem Kader antraten, hätten mit ein bisschen mehr Konzentration den Sack zumachen müssen. »Dass wir den Satz noch abgeben, darf nicht passieren«, schimpfte Kussin. »Da haben wir es dem Gegner extrem einfach gemacht«, meinte Delbrücks Kapitän Tobias Daniels.

Am Ende des zweiten Durchgangs regte sich Coach Kussin wieder auf. Solingen lag fast permanent vorne und hatte beim 24:21 drei Satzbälle, kam aber noch mal in Bedrängnis. Delbrück wehrte zwei Satzbälle ab, ehe ein Aufschlag im Aus landete und auch dieser Satz verloren war. »Es kann nicht sein, dass so ein Float-Aufschlag nicht im Feld landet«, meinte Kussin. Dessen Laune besserte sich in Satz drei. Schon die Startphase ging mit 3:0 an die Gastgeber, die ihren Vorsprung dank eines verbesserten Angriffs ausbauten. Beim 18:10 für die DJK war der Satz durch. »Da hat man gesehen, wie ratlos Solingen war«, sah Kussin ein Indiz dafür, wie schlagbar die Solinger waren.

Doch statt im Tiebreak noch um den Sieg zu spielen, ergaben sich die Delbrücker Mitte des vierten Satzes. Schon die Aufschlagserie von Solingens Daniel Wernitz vom 5:4 zum 10:4 brachte die TSG nach vorne und als die kurze Delbrücker Aufholjagd beim 13:16 endete, war die Partie entschieden

Unnötig 1:3 verloren, da ging das Comeback von Felix Meuer (nach acht Wochen Sprachkurs in Belfast wieder dabei) fast unter. Ob der sprunggewaltige Mittelblocker auch nächste Saison bei der DJK spielt, entscheidet sich im Spätsommer. »Studiere ich in Deutschland, bleibe ich bei der DJK«, sagt Meuer.

DJK: Cieslar, Hönisch, Grodde, Maul, Wuttke, Bartosch, Daniels, Hunke, Gerliz, Protte, Meuer, Kreker

 

veröffentlicht am Montag, 7. März 2016 um 15:12; erstellt von Westfalen Blatt, DJK Graf Sporck 1920 e.V. Delbrück
letzte Änderung: 07.03.16 15:12