Sieg im Lokalderby

SSF Fortuna Bonn vs. DSHS SnowTrex Köln, 20.02.21, 2. BLNF
Bonn kann wieder über einen Sieg jubeln
Foto: Chiara Lück

Am Samstag, den 20. Februar 2021, stand das Lokalderby an, auf das die Bonnerinnen in einer intensiven Trainingswoche hingearbeitet haben. Der Zweitplatzierte, die DSHS Snow Trex Köln, wurden nach Corona Testungen beider Mannschaften in der Halle empfangen. Das Hinspiel in Köln gewannen die Bizeps Volleys überraschend mit 3:2. Ein Grund für die Bonnerinnen mutig und zuversichtlich in das Spiel gegen den Favoriten zu gehen und zugleich ein Grund für Köln nicht nochmal gegen den Zehnplatzierten das Nachsehen zu haben.

Ausgeglichener Start in den ersten Satz

Der erste Satz hätte kaum ausgeglichener starten können. Köln schien den Bonner Damen zwar bis zur Mitte des Satzes immer ein bis zwei Punkte voraus, doch die Gastgeberinnen drehten gegen Mitte des Satzes den Spieß um und gingen mit 17:16 in Führung. Luisa Reinhardt bediente dank einer guten Annahme ihre Angreiferinnen mit schnellen Pässen und zog somit das Spiel auseinander. Zwar blieb es bis zum Ende hin spannend und Bonn hatte lediglich zwei Satzbälle, die es zu verwandeln galt, doch Lena Maasewerd, die an diesem Samstag wieder auf der Außenposition aufschlug, verwandelte den Satzball bei 24:22. Bonn gewann überraschend den ersten Satz mit 25:22.

Zwei Satzverluste

Mit unverändertem Kader startete Bonn in den zweiten Satz. Leider wiederholte sich der Erfolg aus Satz eins nicht. Trotz spannenden Rallyes schafften es die Bonnerinnen nicht ihre Angriffe unterzubringen und konnten eine abgegebene Führung von fünf Punkten vom Anfang des Satzes nicht aufholen, während Köln rund um Kapitänin und Diagonalangreiferin Viola Torliene immer wieder punktete. Der zweite Satz ging mit 14:25 an Köln.

Der dritte Satz ähnelte dem zweiten Durchgang. Bonn erwischte einen unruhigen Start und konnte die Bälle der Domstädterinnen nicht in den Griff bekommen. Köln zwang der Nachbarstadt ihr Spiel nahezu auf und dominierte mit 13:25.

Comeback im vierten Satz

Vor dem Livestream werden einige schon die Hoffnung auf einen Sieg ein wenig verloren haben und auch Köln hatte mit zwei deutlich gewonnenen Sätzen Bestätigung erhalten. Doch da haben alle die Rechnung ohne die Bizeps Volleys gemacht. Mit teils veränderter Aufstellung startete Anton in den vierten Satz. Clara Kick ersetzte die bis dahin starke Jil Molitor auf der Mittelposition, Annika Brück fing für Lena Maaswerd an und Hannah Lamby übernahm das Zuspiel für Luisa Reinhardt. 

Schon zu Beginn des Satzes war offensichtlich, dass Bonn das Spiel noch lange nicht abgehakt hatte. Dank einer stabilen Annahme zog Hannah Lamby das Spiel auseinander und setzte ihre beiden Außenangreiferinnen Lisa Derendorf und Annika Brück ein, die den Kölner Block immer wieder clever umspielten. Die Ansage Antons: „Quatscht nicht so viel, freut euch lieber, wenn wir den Punkt machen!“, schien Wirkung zu zeigen und Bonn feierte jeden einzelnen Punkt.

Bei einem Spielstand von 5:2 nahm Kölner Trainer Jimmy Czimek bereits die erste Auszeit. Auch bei seiner zweiten Auszeit bei 21:18 hatten die Bonnerinnen ihre Führung nicht abgegeben und zwei Asse von Annika Brück bescherten dem Team sechs Satzbälle, von denen der Fünfte verwandelt wurde. Der Satz endete mit 25:19.

Sahne für die Bizeps Volleys

Der Spruch von Kapitänin Hannah Lamby vor dem Tie-Break scheint ein Ritual zu werden: „Mädels, ihr wisst Bescheid. Alles, was kommt ist Sahne und auch dieses Mal haben wir Bock auf ganz viel Sahne!“ Und so ging es mit unverändertem Kader in einen spannenden Tie-Break.

Nach einer anfänglichen Führung rückten die Domstädterinnen nach einigen strittigen Entscheidungen auf 6:6 heran. Doch Bonn blieb weiterhin mutig. Meret Faller behielt einen kühlen Kopf und erzielte bei einem Spielstand von 9:7 ein Ass im Aufschlag. Die Außen/Diagonalangreiferinnen Annika Brück, Lisa Derendorf und Carlotta Hensel präsentierten sich auch im finalen Satz mutig und verwandelten die guten Pässe immer wieder. Am Ende hieß es 15:12 für die Bizeps Volleys und der Jubel darüber als Derbysieger aus dem Spiel zu gehen war riesig. 

Mvp wurde auf Bonner Seite erstmal in dieser Saison Libera Lina Adams, die schon in den letzten Spielen eine starke Abwehr hatte und sich auch im Lokalderby von der besten Seite in Annahme und Abwehr präsentierte. Auf Kölner Seite wählte Anton Außenangreiferin Melanie Preußer, die die Bonner Abwehr mit einer Mischung aus Shots, gelegten Bällen und harten Angriffen vor einige Schwierigkeiten stellte.

Der Knoten scheint geplatzt zu sein und nach vier Niederlagen können die SSF Fortuna endlich wieder einen Sieg feiern. Ein Dank gilt wie immer allen Helfern, Organisatoren und natürlich den Zuschauern, die den rheinischen Teams im Streams die Daumen gedrückt haben.

veröffentlicht am Dienstag, 23. Februar 2021 um 15:54; erstellt von Carlotta Hensel, Schwimm- und Sportfreunde Bonn 1905 e.V:
letzte Änderung: 23.02.21 15:55
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