Mannschaften - VBL

Mannschaften | 2. Bundesliga Nord Frauen

Das Siegen nicht verlernt

BSV Ostbevern vs. SSF Fortuna Bonn, 27.09.20, 2. BLNF
Die beiden MVPs der Partie: BSV-Zuspielerin Lea Dreckmann und Bonns Nr. 15, Clara Kick.
Foto: Privat

Das tat gut! Nach einer langen Durststrecke konnten die Zweitligadamen des BSV am Sonntag wieder einen Sieg bejubeln. Mit 3:1 (25:18, 25:23, 16:25, 25:20) gewannen sie in heimischer Hallegegen Aufsteiger SSF Fortuna Bonn.

Der letzte Ostbeverner Erfolg datierte aus dem Dezember 2019, als man Emlichheim in der Beverhalle 3:1 bezwang. Seitdem hatte sich der BSV immer wieder an Teilerfolgen oder guten Phasen aufrichten müssen. Doch als Sieger vom Feld zu gehen ist doch etwas anderes, entsprechend groß war die Freude nach dem verwandelten Matchball.
Und auch in den Reihen der Anhänger in der Beverhalle. Waren zum ersten Heimspiel noch rund 30 Plätze frei geblieben, so war die Heimspielstätte des BSV diesmal fast ausverkauft. Die knapp 100 Zuschauer, die das Hygienekonzept in Ostbevern zulässt, und DJ Heike machten soviel Stimmung, wie es nur eben geht.
Das beflügelte die BSV-Damen, die Durchgang 1 über 8:4 und 16:10 "von vorn" gewannen. Unter der Woche hatte man ehrgeizig trainiert, im Fokus standen vor allem Block-Abwehr und der eigene Service. Beides zeigte Wirkung. Allein 12 direkte Aufschlagpunkte erzielte der BSV in den vier Sätzen, dazu verteidigte das Heimteam die Mehrzahl der Bonner Angriffe und erarbeitete sich viele Chancen zum Gegenangriff. 

Nach und nach konnten sich die Gäste besser vom BSV-Druck befreien. Im zweiten Abschnitt gingen sie dreimal in Front (2:8, 9:12 und 13:16 aus BSV-Sicht), doch mit großem Willen egalisierten die BSV-Damen alle Rückstände und als sie schließlich auch zum 16:16 ausgeglichen hatten, war das Momentum wieder beim Heimteam, das auf 19:16 wegzog. Vera Horstmann verwertete den dritten Satzball per Longlineangriff zur umjubelten 2:0-Führung.
Die ersten beiden Sätze waren an die Substanz gegangen und die Rheinländerinnen - inzwischen richtig in der Begegnung ankommen - übernahmen im Dritten trotz eines BSV-Blitzstarts zum 4:0 die Regie. Hoffnungen, der BSV könne den folgerichtigen 5:10-Rückstand abermals kontern, erfüllten sich nicht. Coach Dominik Münch gab drei Spielerinnen eine Pause. Die frischen Kräfte hielten Bonn in Atem, konnten den Satzverlust aber nicht abwenden. 
Dafür war der BSV in Durchgang 4 wieder in der Spur. Maike Rüdingloh am Service initiierte die erste deutlichere Führung (10:6). Fortan verteidigte das Heimteam hartnäckig den Vorsprung. Die erneut fleißigste Punktesammlerin Franka van der Veer brachte wichtige Angriffe von der Diagonalposition durch und auch der Schnellangriff setzte Akzente. Dass der BSV über variabel punktete, war auch ein Verdienst von Zuspielerin Lea Dreckmann, die ihre Angreifer immer wieder ins Spiel brachte und nach der Partie die MVP-Medaille in Gold überreicht bekam. Die letzten drei Zähler holten ihre Schwester Anna aus dem Hinterfeld, Neuzugang Luisa van Clewe per Aufsteiger und beim Matchball nochmals Kapitän Vera über außen. Dann war er geschafft, der lang ersehnte und verdient erspielte Sieg!

MVP Gold: Lea Dreckmann (BSV)
MVP Silber: Clara Kick (Bonn)

Nach der Partie wurde es gleich in mehrfacher Hinsicht emotional. Natürlich vor Freude, denn es galt, reichlich Glückwünsche auszutauschen. Dazu stand eine weitere Verabschiedung auf dem Programm: Zuspielerin Carolin Auen, die mit dem Team über vier wunderbare Jahre geteilt hatte und nun studienbedingt nach Mainz gezogen ist, war als Zuschauerin in die Beverhalle gekommen. Worte der Dankbarkeit, Tränen der Verbundenheit und langer, warmer Applaus des selbstverständlich ausharrenden Publikums waren so erwartbar wie verdient. "Caro, du bist in Ostbevern immer aufs Herzlichste willkommen!"

veröffentlicht am Montag, 28. September 2020 um 21:57; erstellt von BSV Ostbevern 1923 e.V.
letzte Änderung: 28.09.20 21:57