Mannschaften - VBL

Mannschaften | 2. Bundesliga Nord Frauen

SV Bad Laer: Rückzug aus der 2. Bundesliga

SV Bad Laer vs. RPB Berlin, 21.03.20, 2. BLNF
Wir sind vielleicht alle in verschiedenen Schiffen angereist, aber jetzt sitzen wir im selben Boot.
Foto: Björn Kaisen

Nach mehrmaligen intensiven Gesprächen haben wir uns vom SV Bad Laer dazu entschlossen, von der 2. Bundesliga Nord der Frauen in die Dritte Liga West der Frauen zurückzuziehen. Drei bewegte und interessante Jahre bleiben als Highlight der Volleyballerinnen des SV Bad Laer in guter Erinnerung. Als Verein in einer ländlichen Region setzen wir auf intensive Jugendarbeit mit 100% Leidenschaft.

Großteil der Mannschaft bleibt dabei

Nach dieser Saison hören einige Stammspielerinnen mit dem Volleyball auf. Aus Erfahrung wissen wir, dass gleichwertiger Ersatz in unserer ländlichen Region kaum möglich ist. Der Großteil der Mannschaft bleibt uns beim Rückzug in die Dritte Liga erhalten. Dies wäre bei einem Verbleib in der 2. Bundesliga nicht der Fall gewesen. Wir wissen auch: Die Mannschaft hat in der 2. Bundesliga oft am Limit und manchmal darüber hinaus gespielt. In dieser Zeit hat die Mannschaft 100 % Leidenschaft für den Volleyball gegeben. Dieses war nicht immer leicht abzurufen, für das Team und auch sein Umfeld.

Mit dem Rückzug den Einbau jüngerer Spielerinnen forcieren

Nach drei Jahren, in denen immer der Klassenerhalt im Vordergrund stand, ist es primärer Wunsch der Spielerinnen, auch wieder mehr jüngere Spielerinnen in den Kader einzubauen, damit wir langfristig eine Mannschaft auf höherem Niveau erhalten. Dieser Ansatz der Mannschaft ist vorbildlich. Danke an unsere Spielerinnen, die an die Zukunft unseres Vereins denken.

Der Trainervertrag mit Suha Yaglioglu wurde aufgelöst. Der SV Bad Laer dankt seinem Trainer für die Arbeit in einer schwierigen Saison, in der eine Erkrankung ab September 2019 dazu führte, dass unser ehemaliger Trainer Thomas Wilkens die Arbeit von Suha Yaglioglu unterstützte und für drei Monate übernahm. Ein dickes Kompliment für das Miteinander und die Rücksicht beider Trainer im Trainingsalltag. Auch Trainer Knut Powilleit ist an zwei Tagen als Chefcoach eingesprungen.

Solidrität mit lokalen Sponsoren ist jetzt gefordert

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten hoffen wir, dass wir viele unsere Sponsoren durch ein sinnvolles Miteinander halten können. Gerade wo jetzt die Einnahmen vieler Geschäfte, Firmen und Einzelpersonen wegbrechen, müssen wir noch mehr Dank und Güte gegenüber den Sponsoren aufbringen. „Kauft lokal“ ist keine billige Floskel, sondern garantiert die Zukunft unserer Vereine. In Zeiten der Corona-Pandemie gilt folgender Satz von Martin Luther King um so mehr: Wir sind vielleicht alle in verschiedenen Schiffen angereist, aber jetzt sitzen wir im selben Boot.

Rahmenbedingungen für gute Jugendarbeit ändern sich

Das Thema Abitur nach 12 Jahren ist weiterhin in Nordrhein-Westfalen noch auf der Tagesordnung. Viele Gymnasiasten gehen von uns in Nordrhein-Westfalen zur Schule nach Ostbevern. Früher konnten wir ein Jahr länger mit den Jugendlichen planen. In den letzten Jahren waren wir mit unseren Jugendlichen immer in 10-er und sogar in diesem Jahr in einer 11-er Staffel mit Doppelspieltagen unterwegs. Hohe zeitlich Anforderungen bei den Qualifikationen zu den Verbandsmeisterschaften der Jugend kommen dazu. So hatten einige Jugendliche 23-26 Spieltage, die Freude am Volleyball war dennoch groß, die Ergebnisse zeigen es. Wir sind in dieser Saison stolz darauf, dass wir mit allen drei Mannschaften, die sich qualifiziert haben, die Endspiele der Nordwestdeutschen Meisterschaft erreicht haben. Der Nordwest-Meistertitel in der A- und F-Jugend und der Vizetitel in der B-Jugend zeigen unsere gute Jugendarbeit. Die mögliche Teilnahme an zwei Deutschen Meisterschaften fällt aufgrund der Corona-Pandemie aus.

Dieser Hintergrund ist wichtig für uns, alle Spielerinnen der I. Damen sind Vorbilder für unsere Jugend. Die F-Mädels sind mit Begeisterung Ballmädels bei allen Spielen und eine Spielerin von uns als MVP bei der F-Jugend ausgezeichnet, sagt zu ihren Zielen im Volleyball in einem Interview des NWVV: „Einmal 1. oder 2. Bundesliga spielen“.  In diesem Sinne möchten wir beim SV Bad Laer gemeinsam die Jugendarbeit weiter forcieren. In der Dritten Liga West wollen wir unseren starken Jugendlichen Einsatzzeiten garantieren.

veröffentlicht am Donnerstag, 2. April 2020 um 15:43; erstellt von Stefan Bertelsmann, SV Bad Laer e.V.
letzte Änderung: 02.04.20 13:18