Mannschaften - VBL

Mannschaften | 2. Bundesliga Nord Frauen

Keine Karnevalsparty in Ostbevern

BSV Ostbevern vs. RPB Berlin, 22.02.20, 2. BLNF
Erfolgreicher Block von Lea Dreckmann gegen Berlins Viviana Lefherz
Foto: Dominik Overlöper

Die Zweitligadamen des BSV stecken weiter im "Erfolgserlebnisloch". Im Heimspiel gegen RPB am Karnevalssamstag unterlagen sie mit 0:3 (23:25, 21:25, 18:25) und warten noch auf den ersten Sieg 2020.

Vor knapp 200 Zuschauern in der Beverhalle zeigten sich die Gastgeberinnen zunächst deutlich verbessert im Block-Abwehr-Bereich, die Trainingsarbeit der vergangenen Woche hatte sich gelohnt. Zwar sah sich der BSV nach nervösem Start zunächst einem 1:8-Rückstand gegenüber, konnten diesen aber durch einen 15:6-Lauf aufarbeiten und lag zur zweiten technisch Auszeit mit zwei Zählern vorn. Der Block hatte ein paar Mal zugepackt und die Abwehr stand gut sortiert. Auf dieser Basis punktete Ostbevern vor allem im Außenangriff und über Sabrian Roer in der Mitte und hatte vorübergehend Oberwasser. Im letzten Satzdrittel allerdings agierten die Gäste effizienter. Zunächst glichen die Berliner den Rückstand aus, kurze Zeit später legten sie von 19:19 auf 22:19 vor. Zwar spielte auch die Mannschaft von Andreas Seidenglanz an diesem Abend nicht fehlerfrei, in den wirklich wichtigen Momenten aber war sie präsenter als das Heimteam.

Ohne einem frühen Rückstand hinterher laufen zu müssen, hatte der BSV in Abschnitt 2 bis kurz nach der zweiten technischen Auszeit die Nase vorn. Im Angriff kam jetzt auch Kapitän Sophia Eggenhaus besser durch, der BSV-Aufschlag sorgte für den ein oder anderen schnellen Punktgewinn. Im Block-Abwehr-Bereich ließen die Ostbevernerinnen jedoch zusehends an Konsequenz nach und verringerten so den Druck auf die Gäste. Bei 18:16 für den BSV wendeten die Hauptstädterinnen das Blatt durch eine Punktserie zum 18:21. Guter Service, Cleverness im Angriff und ein bisschen Fortune waren die Zutaten dazu, die man auf der anderen Netzseite vermisste. Berlin war entschlossener, Ostbevern irgendwie zu brav. 0:2.

Das Heimteam stellte zum dritten Durchgang um, nahm aber die verlorenen ersten beiden Sätze mit aufs Spielfeld. Ungeachtet einzelner Lichtblicke kam kein Rhythmus im BSV-Spiel auf, zu viele Ungenauigkeiten und Eigenfehler prägten die Aktionen. Zwar verfehlte auch der Berliner Angriff sein Ziel das ein oder andere Mal, im Gegenzug stellte RPB den BSV aber mit variabler Offensive vor neue Verteidigungsprobleme. Schnell entstand ein 5-Punkte-Rückstand, Ostbevern lief wieder hinterher. Etwas Hoffnung keimte auf, als man mit Sabrina Roer am Service auf 17:19 herankam. Der direkte Konter Berlins auf 19:23 brachte jedoch die Entscheidung. Trotz einer Leistungssteigerung gegenüber dem Essen-Spiel (zumindest in den ersten knapp zwei Sätzen) stand der BSV ein weiteres Mal mit leeren Händen da. Die erhoffte Karnevalsparty blieb aus.

MVP Gold: Viviana Lefherz (RPB Berlin)
MVP Silber: Franziska Seidel (BSV Ostbevern)

veröffentlicht am Sonntag, 23. Februar 2020 um 18:52; erstellt von BSV Ostbevern 1923 e.V.
letzte Änderung: 23.02.20 18:52