Mannschaften - VBL

Mannschaften | 2. Bundesliga Nord Frauen

Wildcats trotzen Terminärger

RPB Berlin vs. Stralsunder Wildcats, 30.11.19, 2. BLNF
Der Block war schwer zu überwinden: Paula Wedekind und Anne Krohn
Foto: Andrè Gschweng

Thiel wurmten auch Stunden nach dem erfolgreichen Wochenende noch die Ansetzungen des Doppelspieltages. Die Partie gegen RPB Berlin am Sonnabend verzögerte sich um mehr als eine Stunde, da das vorher auf dem Feld ausgetragene Zweitligaspiel der Männer mit fünf Sätzen 2:13 Stunden dauerte. Schon die Terminierung der Spiele um 17 Uhr (Männer) und 19 Uhr (Frauen) war selbst bei einem schnellen 3:0-Spiel utopisch, da den Teams in der Aufwärmphase eine Stunde auf dem Spielfeld zustehen.

„Das ist eine Farce!“, ärgerte sich Thiel und holte aus: „Obwohl die Startzeit von vornerein unrealistisch war, mussten wir ja für einen möglichen Beginn um 19 Uhr bereit sein. Wir standen also ab 16.30 Uhr in der Halle, haben uns warm gemacht und gewartet. Diese Situation hatten ja beide Teams. Aber ich verstehe die Genehmigung der Ansetzung nicht.“

Die grobe Verzögerung erschien den Stralsundern vor allem mit Blick auf das Spiel am Sonntag gegen VCO Berlin um 13 Uhr inakzeptabel. Die Wildcats waren erst Sonnabendnacht gegen halb zwölf in ihrem Hotel. „Das ist mit leistungsorientiertem Sport eigentlich nicht zu vereinbaren. Da herrschten am Sonntag keine fairen Bedingungen mehr“, kritisierte Thiel. „Gott sei Dank hat sich das nicht gerecht.“

Sechs Sätze, sechs Punkte

So rechnete der Übungsleiter seinen Volleyballerinnen die beiden Siege im Schnelldurchlauf noch höher an. „Zweimal 3:0 ist keineswegs selbstverständlich. Unter den Umständen erst recht nicht. Kompliment ans Team!“

Gegen RPB erarbeiteten sich die Stralsunderinnen in einem knappen ersten Durchgang vier Satzbälle, von denen der erste verwandelt wurde. Ab Mitte des zweiten Satzes schien die Gegenwehr gebrochen. Die Wildcats zogen von 9:4 auf 21:9 davon. Auch im finalen Satz erspielte sich die Thiel-Truppe schnell eine komfortable Führung (10:4, 16:10). „Das haben wir überragend gemacht“, lobte der Trainer. Trotz kurzer Regenerationszeit vor Augen und guten Spielphasen schonte Thiel seine Spielerinnen nicht, wechselte nur sporadisch. „Es lief sehr gut. Und wir wollten vermeiden, uns am Sonnabend unnötig ein Bein zu stellen“, erklärte Thiel, der am Sonntag gegen den VCO mehr rotierte.

 

veröffentlicht am Dienstag, 3. Dezember 2019 um 16:03; erstellt von H.Schreiber ( Ostseezeitung ), 1. VC Stralsund e.V.
letzte Änderung: 03.12.19 16:03