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Mannschaften | 2. Bundesliga Nord Frauen

Gewogen...

BSV Ostbevern vs. BBSC Berlin, 30.11.19, 2. BLNF
In der Abwehr streckte sich der BSV (hier: Lea Dreckmann) gegen den BBSC meist vergeblich.
Foto: Dominik Overlöper

... und an diesem Abend für zu leicht befunden wurden die Damen des BSV Ostbevern bei ihrer Heimpartie gegen den BBSC Berlin. Gegen den Tabellenzweiten bekamen sie keinen Stich und unterlagen verdient mit 0:3 (17:25, 21:25, 17:25) .

'Keinen Stich', das ist auf die gesamte Begegnung gesehen vielleicht übertrieben. Es gab schon Momente, in denen der BSV mit platzierten Aufschlägen, mutigen Angriffen oder dem ein oder anderen Block eigene Akzente setzen konnte. Aber zum einen waren diese Phasen immer nur von kurzer Dauer, weil sich die souveränen Gäste überhaupt nicht aus der Ruhe bringen ließen und jeweils schnell wieder eine Antwort fanden. Zum anderen fanden sie fernab der Crunchtime statt, wo sich die Heimmannschaft mit dem eigenen Anhang im Rücken möglicherweise die zweite Luft hätte verschaffen können. Sobald es auf die Satzentscheidung zuging, war Berlin deutlich enteilt und so erlebten die gut 150 Zuschauer in der Beverhalle, die ihrem Team im Rückstand immer wieder Mut zusprachen, keine dieser packenden Schlussphasen, in denen die Stimmung auf den Siedepunkt steigt.
Am nächsten dran war Ostbevern in Durchgang 2, als man bis 18:18 im Rennen blieb. Dann aber ließen fünf schwache Aktionen in Folge den Faden reißen. Das Fünkchen Gegenwehr, das den BSV von 18:24 noch auf 21:24 heranschob, kam zu spät. Nach der einzigen taktischen Auszeit von Gästetrainer Robert Hinz brachte Berlin den Satz schnörkellos zu Ende.

In den Sätzen 1 und 3 fiel die Entscheidung jeweils schon früher. Bis zur ersten technischen Auszeit konnten die Gastgeberinnen noch Schritt halten, dann setzte sich der Favorit unter der Regie von BBSC-MVP Katharina Kummer ab. Anders, als seitens des BSV-Trainerteams vom Videostudium her vorausgesagt, überzeugten die Hauptstädterinnen in dieser Begegnung weniger durch ihre Angriffswucht - Hauptangreiferin Josephine Suhr etwa blieb die gesamt Partie über auf der Bank - als durch variable und clevere Lösungen im Angriff, auf die der Ostbeverner Block-Abwehr-Verbund das gesamte Spiel über keinen rechten Zugriff bekam. 
"Wir wussten, dass in dieser Saison solche Spiele kommen werden", versuchte BSV-Abwehrlibero Andrea die Enttäuschung im Team nach dem Match zu relativieren. Der BSV tut gut daran, den Abschluss der "Berlin-Trilogie" rasch abzuhaken, denn schon am nächsten Wochenende wartet der nächste dicke Brocken. Mit der zweiten langen Auswärtsfahrt der Saison geht es zu den Stralsunder Wildcats, dem neuen Tabellenführer der 2. Bundesliga Nord.

MVP-Gold: Katharina Kummer (BBSC Berlin)
MVP Silber: Sophia Eggenhaus (BSV Ostbevern)

veröffentlicht am Sonntag, 1. Dezember 2019 um 01:40; erstellt von BSV Ostbevern 1923 e.V.
letzte Änderung: 01.12.19 16:12