Mit Teamgeist wollen sich die VCO-Damen in Düsseldorf drei Punkte holen
Foto: Martin König
VCO-Damen wollen am Samstag nach dem letzten Spiel in Düsseldorf über Zweitliga-Klassenerhalt jubeln
OSNABRÜCK (pv. Letzter Spieltag in der 2. Liga Nord und die Zweitliga-Volleyballerinnen des VC Osnabrück stecken plötzlich wieder mittendrin im Kampf um den Klassenerhalt. Erst war lange Zeit von zwei Absteigern auszugehen, seit rund sechs Wochen sind es vermutlich deren drei aufgrund von mehr Absteigern aus der 2. Liga Pro. Leider befinden sich die Aufsteigerinnen aus Osnabrück seit dem letzten Spieltag auf dem Schleudersitz und dem zehnten Platz, den vier Teams am Samstag um 19 Uhr unbedingt entkommen wollen. Die VCO-Damen spielen bei den TUSA City Girls Düsseldorf (Halle Brinckmannstraße, Hulda Panck/Brinckmannstr. 16, Düsseldorf) sogar ein Endspiel, denn auch die Gastgeberinnen stecken ebenfalls noch im Abstiegskampf. Allerdings ist die Ausgangslage beider Mannschaften unterschiedlich, der VC Osnabrück braucht auf jeden Fall einen Sieg.
VIER TEAMS MÜSSEN NOCH ZITTERN
Unabhängig von weiteren Spekulationen über die Ligazusammenstellung am 2. Mai gilt momentan die Regelung, auch der Zehnte steigt ab. Den belegt der VC Osnabrück aktuell mit 30 Punkten und zehn Siegen. Neunter ist der BSV Ostbevern (30 Punkte, 10 Siege), dem mit dem Auswärtsspiel beim bereits abgestiegenen TV Cloppenburg die vermeintlich leichtesten Aufgabe bevorsteht. Platz acht belegt der Schweriner SC II (31 Punkte, 10 Siege), der beim Tabellenzweiten USC Münster II ein schweres Spiel vor der Brust hat.
Die beste Ausgangslage besitzt der Siebte, die TUSA Citygirls Düsseldorf, die auf 32 Punkte kommen bei 12 Siegen. Das heißt, verliert Düsseldorf gegen den VC Osnabrück glatt mit 1:3 oder 0:3, muss nochmal gezittert werden. Die VCO-Damen können den Klassenerhalt aus eigener Kraft mit einem 3:0- oder 3:1-Sieg schaffen, da sie dann an Düsseldorf definitiv vorbeiziehen. Bei einem 3:2 oder 2:3 käme es auf die Ergebnisse der Konkurrenten Ostbevern und Schwerin an. Bei einer glatten VCO-Niederlage bliebe als Zehnter nur noch die Hoffnung auf den „Grünen Tisch der VBL", die in der kommenden Woche die Lizenzanträge aller Vereine für die nächste 2. Liga Nord-Saison final beurteilen wird.
Es wird also mega spannend. In den Hallen in Münster (Schwerin), Cloppenburg (Ostbevern) und Düsseldorf (Düsseldorf und Osnabrück) dürfte deshalb der Blick bestimmt auch immer mal wieder zum Live-Ticker gehen, um sich über die Spielstände bei der Konkurrenz zu informieren.
KRAUS: „KAMPF UM JEDEN BALL, DAS IST JEDEM BEWUSST“
Für die VCO-Damen ist die Ausgangslage demnach wie beschrieben klar: Vollgas von Beginn an geben und einen glatten 3:0 oder 3:1-Sieg einfahren: dann darf unabhängig von anderen Ergebnissen ausgelassen gejubelt werden. Dass das möglich ist, hat das Team der beiden Trainer Gunnar Kraus und Philippe Quistorff in der vergangenen Drittliga-Saison gegen den kommenden Gegner schon bewiesen, als die Osnabrückerinnen in Düsseldorf beim späteren Meister mit 3:0 gewinnen konnten. Auch in den bisherigen zwei Partien in Osnabrück punktete das VCO-Team bei einem 3:2 (2024/25) und 2:3 (Hinspiel).
Dementsprechend optimistisch reist die VCO-Delegation mit einigen Fans im Schlepptau am Samstag von der Hase an den Rhein. Viel reden braucht man nicht mehr, wie VCO-Coach Gunnar Kraus meint. „Wir liegen Düsseldorf nicht so sehr, vielleicht kann das am Samstag eine Rolle spielen. Wir werden dahin fahren, werden alles geben und dann wird man sehen. Ich glaube, dass diesmal der Start ins Spiel wichtig sein kann“, erwartet Kraus ein kampfbetontes Spiel auf beiden Seiten. „Wir müssen sowieso um jeden Punkt kämpfen bis zum Schluss, denn man weiß ja nicht, wofür es am Ende noch gut sein kann. Das bedeutet, Kampf um jeden Ball bis zum Ende. Das ist jedem bewusst.“
DÜSSELDORF STEHT EBENSO NOCH UNTER DRUCK
Die TUSA City Girls Düsseldorf stiegen als Drittliga-Meister 2025 in die 2. Liga Nord auf und schafften wie der VCO den Durchmarsch von der Regionalliga. In diesem Jahr lag die Mannschaft von Trainer Enno Schulz lange Zeit auf Platz fünf, in der Rückrunde ging der Trend der Rheinländerinnen aber nach unten. Zuletzt gab es vier Niederlagen am Stück, darunter vor 14 Tagen ein 2:3 beim Schweriner SC II.
Das Hinspiel gewannen die TuSA City Girls in Osnabrück mit 3:2 (25:20, 25:27, 25:22, 22:25, 15:3) und brauchen wie beschrieben noch einen Punkt, um ganz sicher in der Liga zu verbleiben – heißt einen 3:2-Sieg. Leistungsträgerinnen einer kampfstarken Truppe sind Larissa Janzen (Nr. 5, Diagonal), Jana Ritter (Nr. 10, Außen), Sophia Gruhn (Nr. 12, Libera) und Ina Gosen (Nr. 18, Außen.).
veröffentlicht am Freitag, 24. April 2026 um 14:39; erstellt von Peter Vorberg, Volleyballclub Osnabrück e.V.
letzte Änderung: 24.04.26, 21:43