Mannschaften | 2. Bundesliga Süd Männer

Ambivalent im Osten

GSVE Delitzsch vs. FT 1844 Freiburg, 25.09.21, 2. BLSM
MVP gegen Leipzig: Eigengewächs Luc Hartmann
Foto: Achim Keller (BZ)

Am Ende hielt das Dino-Duell Delitzsch-Freiburg, was es schon immer verspricht: Emotionen, lange Ballwechsel, Diskussionen und ein Kartenfestival. So wie einst früher, in den guten alten Zeiten, als noch Wolfgang Beck die Affenbande bändigte und bei den Gymnasialen die Zweitliga-Legende Sebastian Reichstein für warme Worte unterm Netz bekannt war.

Im endlich wieder vollen Artur-Becker-Karton entwickelte sich eine muntere, wenn auch nicht immer hochklassige Partie. Der erste Satz war am Ende zwar knapp, emotional ging es da aber noch nicht her. Im zweiten Satz hagelte es nach Wortgefechten und etlichen Kampfblicken nach Drückbällen dann Karten. 1844-Kapitän Hartmann wurde mit Rot wegen eines Jubels geahndet. 

Im dritten Satz fingen sich die Affen, erspielten sich um Neuzugang Malachi Murch und den stark aufschlagenden Pascal Ristl eine rasche Führung und brachten die ungefährdet ins Ziel. Im vierten Durchgang dann das große Aufregen. Beim Stand von 23:23 schlägt der Delitzscher Außenangreifer Karl Eric Pöhnitzsch den Ball über die Außenposition hinters Feld. 

Delitzsch ist sich sicher, dass Freiburger Hände den Ball berührt haben. Der Unparteiische Marcus Weiß nicht. Darauf platzt Delitzsch-Libero Julius Fritsche – ein Derwisch, der für reichlich Beck-Reichstein-Flair sorgt – der Kragen. Wütend schlägt der Abwehrspezialist auf den Pfosten ein, an dem der Stuhl des Schiedsrichters befestigt ist. Weiß zückt die rote Karte. Zwei Punkte für Freiburg. Spielgewinn.

Kühler und weniger spektakulär musste die Affenbande am nächsten Tag die Niederlage gegen die Leipziger über sich ergehen lassen. Am Ende fehlte den Freiburgern in einem mäßigen Volleyballspiel die Kraft. Dreimal führte die Affenbande hoch, nur einmal rettete sie das komfortable Punktepolster ins Ziel. Leipzig überzeugte mit guter Annahme und sicherem Aufschlag. Die Breisgauer hingegen waren nur im Angriff überlegen. In den restlichen Elementen fehlten Sicherheit und Konstanz. Das Fazit fiel am Ende daher ambivalent aus: Die stark ersatzgeschwächte Affenbande machte ein ordentliches Bild, kam besser in Fahrt und geht gut gerüstet in anstrengende Wochen.

veröffentlicht am Dienstag, 5. Oktober 2021 um 09:25; erstellt von FT 1844 Freiburg e.V.
letzte Änderung: 05.10.21 09:25