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Weiterhin Erstligavolleyball in Haching

TSV Unterhaching
Haching will auch wieder in der 1. Liga jubeln
Foto: Edmund Zuber

Im März 2020, nach dem Ende des Projekts AlpenVolleys, sah es so aus, als ob es für längere Zeit keinen Erstligavolleyball mehr in Unterhaching geben würde. Doch nun gibt es ein Comeback der Münchner Vorortgemeinde in der Beletage der Sportart. Haching ist zurück in der 1. Bundesliga!

 

„Eigentlich hatten wir mit der ersten Liga erstmal abgeschlossen und bereiteten uns im Frühsommer 2020 auf eine anspruchsvolle, weitere Saison in der zweiten Liga Süd vor Der Wunsch, irgendwann wieder in der 1. Liga zu spielen, war aber weiterhin da. Wir haben dann Gespräche mit der VBL geführt, die nun dazu führen, dass wir mit einem jungen Team in der höchsten Liga antreten können“, so Mihai Paduretu, Geschäftsstellenleiter des TSV Unterhaching, der wieder eine Aufbruchsstimmung in der Münchner Vorortgemeinde spürt.

„Ich habe dann viele junge Spieler aus dem Verein, aber auch aus der ganzen Region abtelefoniert“, beschreibt Paduretu das weitere Vorgehen. „Viele haben Interesse signalisiert, wollen auf Erstliganiveau trainieren. Andere haben leider schon bei anderen Vereinen zugesagt, bleiben aber für die kommende Spielzeit 21/22 interessiert. Unsere Zielsetzung ist, dass sich das Team entwickelt. Der Tabellenplatz ist da erstmal zweitrangig.“ Paduretu erinnertvielmehr an die Anfangszeit von Volleyball in Unterhaching: „Wir werden eine junge, leistungsorientierte Truppe sein wie im Jahr 2000, als wir in die erste Liga aufstiegen. Junge Leute wie Michi Mayer, Michael Hänsel, Sebastian Prüsener, Ben Ibata oder Patrick Schwaack reiften dann in den Folgejahren zu gestandenen Bundesligaspielern, wurden teilweise Nationalspieler.“ Entsprechend dämpft Paduretu auch erstmal die Erwartungen: „Sportlich wird das erstmal wehtun, wir werden zu Beginn viel auf die Socken kriegen. Aber das Team wird aus Fehlern lernen und sich steigern, weil die Jungs Bock auf dieses Projekt haben. Es muss erst schlechter werden, bevor es besser wird.“

Paduretu betont, dass er das Projekt nicht alleine anschieben möchte, sondern verweist auf das Managementboard, bestehend aus Robert Langwieser (Vizepräsident des TSV Unterhaching), Andreas Steiger (Abteilungsleiter Volleyball im TSV Unterhaching), Christoph Mayser (stellvertretender Abteilungsleiter Volleyball im TSV Unterhaching), Nadine Cerny (Teammanagerin) und Bernhard Eiter (zuständig für Marketing). „Das soll hier keine One-Man-Show mehr werden, die Aufgaben sollen auf mehreren Schultern lasten“, so Paduretu.

Abteilungsleiter Steiger hatte nicht mit der Chance gerechnet, bald in Unterhaching wieder erste Liga sehen zu können. „Ich war von der Zusage aus Berlin ziemlich überrascht, aber es zeigt eben, dass man bei der VBL die Arbeit, die in den letzten Jahren bei Generali Haching geleistet wurde, durchaus honoriert. Auch die Ligavereine haben nicht vergessen, dass sie in Unterhaching immer willkommen waren. Toll, dass unsere Jugend wieder Vorbilder vor Ort hat.“

Bernhard Eiter betont den lokalen Gedanken des Projekts: „Das Team wird unter dem Namen TSV Unterhaching spielen. Wir wollen aber zusätzlich mit dem Slogan „local heroes“ an den Start gehen. Das unterstreicht, dass wir den Weg aus Generali Haching Zeiten fortschreiten wollen. Damals wurden aus jungen, hungrigen Spielern im Laufe der Zeit 15 Nationalspieler geformt. Wir setzen auf junge Spieler aus der Region und ein familiäres Umfeld. Es soll wieder möglich sein, die Erstligaspieler vor Ort in Unterhaching an der S-Bahn, beim Bäcker oder im Cafe zu treffen.“ Das unterstreicht auch Steiger: „Unsere Jugendspieler*innen und Breitensportler freuen sich sehr darüber, dass sie vor oder nach ihrem eigenen Training auch wieder der ersten Mannschaft zusehen können. Das fördert die Identifikation mit dem Team.“

Wichtig ist das Projekt auch aufgrund der wachsenden Mitgliederzahlen. „170 Jugendliche spielen bei uns Volleyball“, unterstreicht Vizepräsident Langwieser. „Für die Kinder und Jugendlichen ist es wichtig zu sehen, dass es sich lohnt hart zu trainieren und dass es ein junges Team gibt, zu dem man aufschauen kann, aber von dem man auch einmal ein Teil sein möchte. Junge Spieler bekommen hier bei uns die Chance zu spielen und nicht nur zu trainieren. Wir bieten ihnen eine ideale Plattform.“

Finanzieren ließ sich das Projekt nur, weil viele der bisherigen Sponsoren der Volleyballabteilung ihr Budget erhöhten. „Wir treten mit einem Minietat an, aber die VIP-Lounge bleibt. Der Austausch der Sponsoren und Förderer ist wichtig und soll gepflegt werden. Wir wollen viele Unternehmen erreichen, einen Partnerpool aufbauen; einige haben für die Zeit nach Corona Interesse signalisiert. Wir wollen nicht mehr nur von einem Sponsor abhängig sein“, zieht Paduretu Lehren aus der Vergangenheit. „Das zweite Haus, das man baut, ist immer besser als das erste.“

Sportlich setzt man auf Talente aus der Region: „Unser Kader soll möglichst vierzehn Jungs umfassen. Es werden Spieler dabei sein, die mit dem TSV Unterhaching 2018 deutscher U20 Meister wurden, aber auch welche aus unserem letztjährigen Zweitligakader. Dazu wird es ein paar neue, junge Gesichter geben“, weiß Paduretu.

Neu im Trainerteam wird mit Patrick Steuerwald ein bekanntes Gesicht sein. „Nano war sechs Jahre lang die rechte Hand von mir auf dem Spielfeld. Er wohnt jetzt wieder in der Nähe. Ich bin froh, dass er uns helfen wird“ so Paduretu über seinen ehemaligen Bundesligasteller. Aber auch andere altgediente Hachinger Recken vergessen ihre Wurzeln nicht. „Ab der kommenden Spielzeit überträgt sporttotal.tv nicht nur alle unsere Begegnungen live per Stream, sondern ab sofort auch mit Kommentar. Dafür konnte ich für unsere Heimspiele mit Ben Ibata, Patrick Schwaack, Sebastian Prüsener und Armin Dewes ehemalige Hachinger Bundesligaspieler gewinnen. Sie haben sofort zugesagt, als ich sie fragte. Da ist wieder der alte Hachingspirit zu spüren“, freut sich Paduretu.

Eiter hofft in Bezug auf die zu erwartende Zuschauerzahl die zuletzt bei den AlpenVolleys vorhandene Euphorie mitnehmen zu können: „Ich hoffe auf großes, lokales Interesse von Seiten der Fans.“ Auf ihn selbst und sein Team kommt nun mehr Anstrengung zu als bei einem Zweitligastart. „Klar ist das ne Menge Arbeit, aber die Entscheidungswege sind nun kürzer als zuvor mit Innsbruck.“ Bezüglich des geforderten Hallenbodens gibt es auch eine Lösung: „Hannes Kronthaler, Manager der AlpenVolleys, hatte uns gefragt, ob wir seinen Boden haben wollen. Da damals aber noch nicht absehbar war, dass wir so schnell wieder erste Liga spielen könnten, hatten wir abgelehnt und Kronthaler hat ihn nach Herrsching verkauft. Aber wir haben jetzt bei der Insolvenzmasse aus Eltmann zugegriffen, damit haben wir auch wieder einen Erstligaboden“, freut sich Eiter.

veröffentlicht am Samstag, 27. Juni 2020 um 20:04; erstellt von Jochen Wessels, TSV Unterhaching 1910 e.V.

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