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Die Erfolgsserie soll weitergehen

United Volleys Frankfurt
Emotional, ehrgeizig und kommunikativ – Juan Manuel Serramalera bleibt den Uniteds erhalten.
Foto: Manfred Neumann

Die United Volleys Frankfurt setzten den seit Januar eingeschlagenen Erfolgsweg fort und haben den Vertrag mit Cheftrainer Juan Manuel Serramalera vorzeitig über die kommende Saison hinaus bis 2022 verlängert. „Nach einer Serie von acht Siegen in Folge mussten wir da natürlich nicht lange überlegen“, erklärt Geschäftsführer Jörg Krick. Nur dem unerwarteten Saisonende durch die Corona-Pandemie und der Abstimmung aus der Ferne mit dem in seine argentinische Heimat zurückgekehrten Coach sei es geschuldet gewesen, dass es mit der Unterschrift noch einige Wochen länger gedauert habe. Serramalera hatte sogar selbst zu denen gehört, die sich zu Hause erst zur Behandlung ins Krankenhaus und anschließend in eine zweiwöchige Quarantäne begeben mussten.

Uniteds setzen auf langfristig angelegtes Konzept

Jetzt ist er „umso glücklicher, dass wir gemeinsam weitermachen und in den nächsten Jahren noch einiges bewegen können. Ich habe mich in Frankfurt und in der professionellen Organisation des Vereins direkt wieder wohl und zuhause gefühlt.“ Der 48-jährige hatte bereits von 2009 bis 2011 als Assistenzcoach der deutschen Männer-Nationalmannschaft in der Mainmetropole gearbeitet. Anschließend gehörte er auch dem Trainerstab der chinesischen und der argentinischen Auswahl an und war Chef beim polnischen Frauen-Erstligisten Dabrowa Gornicza, mit dem er auch im CEV Cup und der Champions League an den Start ging. Seine eigene Spielerkarriere hatte ihn zuvor für mehrere Jahre in die Schweiz geführt, so dass ihm neben mehreren anderen Sprachen auch Deutsch durchaus vertraut ist.

„Ich habe während der kurzen Zeit in Frankfurt schon gemerkt, dass vieles wiedergekommen ist. In der kommenden Saison hoffe ich, dass ich mich irgendwann auch wieder einigermaßen unterhalten kann“, freut er sich. Seine Kommunikationsfähigkeiten waren für die United Volleys ein entscheidender Aspekt bei seiner Verpflichtung und nun auch bei der Vertragsverlängerung gewesen. „Juan ist ein Trainer, der intensiv und individuell mit jedem einzelnen Spieler arbeitet, um ihn und damit das ganze Team besser zu machen – athletisch, taktisch und mental“, schildert Club-Sprecher Jan Wüntscher. Zudem habe der Argentinier ein langfristig angelegtes Konzept und klare Vorstellungen auch für die Dinge rund um das Spielfeld, „das war es, wonach wir wieder gesucht und was wir mit ihm gefunden haben.“ Lediglich im Europapokal hatte das Team, in dezimierter Besetzung, unter dem neuen Chef verloren.

Kaderplanung schreitet trotz Unwägbarkeiten voran

In der Liga hingegen hatte man auch gegen die direkten Konkurrenten Friedrichshafen und Haching triumphiert und war auf den zweiten Tabellenplatz geklettert. „Wir haben hier in einer internationalen Großstadt, mitten in Deutschland, ideale Voraussetzungen, um dauerhaft zur deutschen und europäischen Spitze zu gehören und Topspieler hervorzubringen“, betont Juan Manuel Serramalera. „Ich habe viele Ideen und will dabei mithelfen, noch mehr Unterstützer von dem riesigen Potenzial und den Möglichkeiten zu überzeugen. Mit unserem Engagement für die Nachwuchsförderung an Schulen und in den Vereinen, aber auch für den Breitensport, sollten wir noch mehr wichtige Unternehmen in der Region für uns gewinnen können.“

In der aktuellen Situation, die für alle Clubs in sämtlichen Sportarten eine allein kaum zu bewältigende Herausforderung darstelle, setze man deshalb nach wie vor auch auf die zugesagte Unterstützung aus der Politik, unterstreicht Geschäftsführer Krick. „Wir haben jetzt ein weiteres Zeichen gesetzt und zeigen seit fünf Jahren Spitzensport und Spitzen-Events in der Fraport Arena“, so der „United-Macher“. Damit das so weitergehen kann, haben die Frankfurter in den zurückliegenden Wochen auch die Kaderplanungen weit vorangetrieben. Sowohl mit mehreren Leistungsträgern aus der vergangenen Saison als mit namhafte Neuverpflichtungen ist man sich inzwischen einig. Die Fans dürfen sich für die kommenden Tage und Wochen also auf weitere positive Nachrichten freuen, „auch wenn die unklare Situation für den gesamten deutschen Sport nach wie vor ein ungelöstes existenzielles Problem darstellt“, so Krick.

 

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veröffentlicht am Mittwoch, 29. April 2020 um 14:40; erstellt von TG 1862 e.V. Rüsselsheim
letzte Änderung: 29.04.20 14:40

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