Eis wird dünn für Bergische Volleys

Bergische Volleys vs. Netzhoppers SolWo Königspark KW, 04.02.18, 1. BLM
Zu selten stand der Block gegen Björn Andrae
Foto: M.Linder

Bergische Volleys unterliegen erneut nach Achterbahnfahrt der Gefühle

Die Fans und Förderer der Bergischen Volleys haben aktuell einen schweren Stand mit dem Bundesligateam des Trainergespanns Isacsson und Gies. Im Bundesliga-Heimspiel gegen Königs Wusterhausen bleiben die erhofften Punkte nach anfänglicher Dominanz bis zum 23:20 Punktestand im ersten Satz erneut aus.

Die Mannschaft wollte im Abstiegskampf ein Lebenszeichen senden und zum vier Punkte entfernten TV Rottenburg aufschließen. Das hat am Sonntag im Heimspiel gegen den Tabellenneunten aus Königs Wusterhausen nicht geklappt. "Wir haben das Ziel, heute ein oder zwei Punkte zu holen, verfehlt", sagte Manager Helmut Weissenbach sichtlich enttäuscht. "Die Leistung der gesamten Mannschaft, aber auch einzelner Spieler war zu schwankend, um gewinnen zu können. Das Trainergespann hat nicht die richtige taktische Marschroute in dem Sechspunkte-Spiel gefunden. In der Schlußphase der Sätze agiert das Team disziplinlos und bricht wiederholt auseinander. Darüber wird man reden und Antworten finden müssen, da es jetzt mehrfach nach dem gleichen Strickmuster passiert ist. Das ist keine Qualitäts- sondern eine Einstellungsfrage." Vor allem Kapitän Gerrard Lipscombe erwischte erneut einen rabenschwarzen Tag, aber auch Ossi Rumpunen, blieb oft zu weit unter seinen Möglichkeiten. 

Den 450 Zuschauern in der Wittkulle boten sich zwei nahezu identische Sätze. Allerdings mit je einem anderen Ende. Zur ersten technischen Auszeit führte die Mannschaft von Trainer Johan Isacsson in beiden Sätzen jeweils mit 8:5. In der Folge leistete sich Gerrard Lipscombe eklatante Schwächephasen. In Satz eins strauchelte er im  Angriff und dann in der Annahme, mit der Folge der 25:23 Führung für KW. Im zweiten Satz bewiesen die Bergischen Volleys Kampfgeist und konnten einen 21:23 Rückstand zu einem 25:23 Satzgewinn nutzen. 

Doch ab dem dritten Satz legten die Netzhoppers zu und die Bergischen bauten ab. Zuspieler Johannes Tille hatte zudem nicht seinen besten Tag erwischt. Der 20-Jährige sorgte zu selten für Überraschungsmomente und wählte nicht immer die beste erste Option. Im Gegensatz zu seinem kanadischen Gegenüber Herr setzte er die schnelle Mitte vorne und hinten zu selten in Szene. Machte er es, punkteten zumindest Rutger Zoodsma und Mart van Werkhoven zuverlässig. Die Netzhoppers überzeugten jedoch nicht nur im schnellen Spiel über die Mitte, sondern auch mit starken Aufschlägen, darunter acht Assen, und einer sehr stabilen Annahme um Timmermann und Hafermann.

Nur der Australier Boehm sorgte im dritten Abschnitt für zahlreiche Punkte, war aber über außen zu häufig auf sich allein gestellt, weil die Außenangreifer Rumpunen und Lipscombe nicht ins Spiel gebracht wurden. Ein Boehm-Block verkürzte noch auf 9:11. Spektakuläre Ballwechsel bekamen die Zuschauer in der Folge zu sehen, etwa als van Werkhoven den Ball im dritten Versuch mit Gewalt versenkte. Zudem sorgte Libero Robert Bene für einige sehenswerte Abwehraktionen. Allerdings konservierte der Gast aus Brandenburg seinen Vorsprung und spielte den Vorsprung mit 25:21 und 25:19 locker zu einem verdienten 3:1 Erfolg nach Hause.

 

veröffentlicht am Montag, 5. Februar 2018 um 19:17; erstellt von SolingenVolleys e.V.
letzte Änderung: 05.02.18 19:16

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