Häfler machen den Finaleinzug perfekt

SVG Lüneburg vs. VfB Friedrichshafen, 25.03.21, 1. BLMPO
Bronzemedaillengewinner SVG Lüneburg. Coach Stefan Hübner: "Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft"
Foto: Michael Behns

Nervös starteten beide Teams in das zweite Halbfinal-Play-Off. Fehler auf beiden Seiten, unsaubere Annahmen. Den Häflern aber gelang es, die kurzen Ballwechsel zu dominieren. Schritt für Schritt setzten sie sich ab (3:3; 4:6; 5:8). Sinnbildlich, dass von den ersten acht Punkten der SVG fünf Aufschlagfehler der Gäste waren. Die Entschlossenheit des VfB trat besonders in Form von MVP Linus Weber in Erscheinung, der zunächst den Unterschied machte (7:12; 9:13). Nach einer frühen Auszeit kamen die LüneHünen besser in Tritt, aber Probleme in der Annahme machten es den Gästen weiterhin einfach und sie nutzten ihre Chancen konsequent (11:16; 15:21). Mit drei Blocks in Folge machte der VfB den Satz schließlich mit 20:25 zu.

Der Start des zweiten Satzes war ein Spiegelbild des ersten. Die LüneHünen fanden keine Mittel gegen die immer besser aufspielenden Gäste (2:4; 3:8). Mit einer früher Auszeit und dem Wechsel von Jordan Ewert zu William Craft kam aber besonders im Angriff mehr Sicherheit ins Spiel der SVG. Florian Krage war es schließlich, der durch die Mitte und mit einem Ass das Team von Stefan Hübner wieder ins Spiel brachte (5:10; 8:13; 11:14). Und mit der erfolgreichen Aufholjagd drehte sich auch das Spiel zugunsten der SVG. William Craft (9 Punkte) punktete ein ums andere Mal und die LüneHünen gingen mit 19:18 in Führung. Der VfB kämpfte bis in die Verlängerung um den Satzgewinn, aber ein Ass von SVG-Kapitän Michel Schlien brachte das 1:1 (26:24) für die Gastgeber.

Lange spektakuläre Rallyes mit reichlich Diskussionsbedarf eröffneten den dritten Satz. Mit sichtbar mehr Selbstvertrauen agierten die LüneHünen variabler und mit mehr Spielwitz (2:4; 4:6; 8:6). Fortan entwickelte sich ein spannendes Duell mit wechselnden Führungen, keinem der Teams gelang es, eine Führung länger zu halten (8:10; 11:13). SVG-MVP Jannik Pörner setzte mit einer Aufschlagserie die Häfler unter Druck, die keine Antwort auf die Offensivkraft der SVG fanden (15:13). Aber wie so oft waren es die Außen, die zuverlässig Punkte für den VfB lieferten. Top-Scorer Linus Weber (29) war nicht zu halten, die SVG verließ das Spielglück und musste die Gäste ziehen lassen (17:17; 19:22). Marcus Böhme setzte den Schlusspunkt zum Satzgewinn für die Häfler (20:25).

Mit einem bärenstarken Jannik Pörner eröffnete die SVG Satz vier und zeigte, dass sie nicht bereit war, sich aufzugeben. Nach ausgeglichenem Beginn zogen die LüneHünen Schritt für Schritt davon. Solche Phasen bezeichnet Coach Stefan Hübner gerne als „Duell um Aufschlag und Annahme. Wer da vorne ist punktet dann auch.“ Und zu diesem Zeitpunkt machte das die SVG gut (5:3; 10:8; 14:11). Besonders Jordan Ewert-Ersatz William Craft fiel öfters mit gelungenen Aktionen auf und bekam ein Sonderlob vom Trainer. „Das hat er sehr gut gemacht. Man konnte sehen, wie er sich über die Gelegenheit freute, heute mal länger zu spielen“, hob ihn Stefan Hübner hervor. Souverän marschierte sein Team voran (19:14; 22:16) und holte ungefährdet den Satzausgleich (25:18).

Wie in den drei vorherigen Play-Off-Spielen musste es also wieder der Tiebreak richten. Friedrichshafen startete druckvoll in die Entscheidung (2:5), aber Lüneburg hielt dagegen (7:8). Mit einer Auszeit stellte VfB-Coach Michael Warm sein Team neu und diesmal vorentscheidend ein. Die LüneHünen bekommen die Außen Linus Weber und Martti Juhkami nicht in den Griff, was drei „Finalbälle“ für die Häfler bedeutete. Joseph Worsley war es mit einem Ass vorbehalten, die SVG Lüneburg aus dem Wettbewerb zu werfen und den VfB Friedrichshafen ins Finale um die deutsche Volleyballmeisterschaft 2021 zu bringen.

Für Stefan Hübner kein Grund Trübsal zu blasen: „Ich bin verdammt stolz auf die Mannschaft. Sie hat zwei super Halbfinals gespielt. Man muss immer bedenken, dass wir nur mit zehn Spielern seit Januar unterwegs waren und dann kommt da diese fantastische Rückrunde bei raus. Diesen Erfolg haben sie  sich in jeder Hinsicht nach dieser starken Rückrunde verdient.“ Mit einer grandiosen Leistung verabschiedete sich die SVG damit aus ihrer Heimspielstätte Gellersenhalle, denn ab der kommenden Saison wird dann in der Arena Lüneburger Land aufgeschlagen.

veröffentlicht am Donnerstag, 25. März 2021 um 23:08; erstellt von SVG Lüneburg e.V.
letzte Änderung: 25.03.21 23:08

Spiele

Samstag, 6. März 2021

19:00
Berlin BERLIN RECYCLING Volleys
3:2
Herrsching WWK Volleys Herrsching
3:2
19:00
Giesen Helios GRIZZLYS Giesen
1:3
KönigsWusterh. Netzhoppers KW-Bestensee
1:3
19:00
Bühl Volleyball Bisons Bühl
3:1
Frankfurt United Volleys Frankfurt
3:1
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