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VfB-Kader nimmt Gestalt an

VfB Suhl LOTTO Thüringen
Weiter Angreiferin in der Wolfsgrube - Claudia Steger
Foto: Olaf Bußler

Nachdem der VfB Suhl LOTTO Thüringen bereits hat verlautbaren lassen, dass zum Saisonende am 30. Juni vier Spielerinnen das selbsternannte Wolfsrudel verlassen werden – Libera Rene Sain, Zuspielerin Kim Robitaille sowie die Außenangreiferinnen Steffi Kuhn und Maiara Basso – hat sich mittlerweile herauskristallisiert, dass auch die US-amerikanische Mittelblockerin Ashley Mariani den Verein nach zwei Jahren verlassen wird. Wohin sie wechselt, ist aber noch offen.

Der „Leitwolf“ bleibt

Allerdings gibt es auch gute Neuigkeiten bei den Bundesligavolleyballerinnen. Den fünf Abgängen stehen aktuell zwei wichtige Vertragsverlängerungen gegenüber. Mit Claudia Steger verlängerte das Suhler Urgestein und wird mit dem Verein für Ballsportarten in die bereits elfte Spielzeit gehen. „Eine solche Vereinstreue ist schon speziell“, weiß Geschäftsführer Stefan Mau. „Wie Claudia nach ihrer schweren Verletzung und langen Pause zurückgekommen ist, war schon beachtenswert. Athletisch und auch technisch hat sie noch einmal in dieser Spielzeit ein ganz anderes Level erreicht, als die Jahre zuvor.“ Seit 2009 ist Steger nun Teil der Suhler Bundesligageschichte, nachdem sie von den Fighting Kangaroos Chemnitz nach Südthüringen wechselte. In der abgelaufenen Spielzeit war sie eine der besten Annahmespielerinnen der gesamten Bundesliga-Hauptrunde.
 

Oranje ist Trend
 

Neben Claudia Steger bleibt auch Außenangreiferin Anniek Siebring den Suhler Farben treu. Bei der angriffsstarken Niederländerin befürchteten viele Fans ein Abwerben durch andere Klubs. Siebring erhielt bei Suhl die meisten Auszeichnungen als wertvollste Spielerin und bestach mit ihrem dynamischen Angriffsspiel. Sie entschied jedoch frühzeitig, ihren Kontrakt zu verlängern. „Viele der Spielerinnen waren mit dem Ergebnis der Saison nicht zufrieden, durch das knappe Verpassen der Playoffs wuchs bei einigen schnell die Überzeugung: Wir sind hier in Suhl noch nicht am Ziel, so Trainer Mateusz Zarczynski. Somit war für die sympathische Holländerin schnell klar, auch zur kommenden Saison wieder für das Suhler Volleyball-Wolfsrudel aufzulaufen.

Erster Neuzugang perfekt

Verstärkung auf der Annahme-/Außenposition erhält Siebring von Landsfrau und ehemaligen Teamkollegin Hester Jasper, beide spielten bereits beim VC Sneek zusammen. Wessen Ohren beim Namen Jasper zu klingen beginnen, ist auf der richtigen Fährte. Die 18 Jahre junge Junioren-Nationalspielerin ist die jüngere Schwester von Ex-Suhlerin Marrit Jasper, die ebenfalls von Sneek nach Suhl wechselte und in der Spielzeit 2016/17 für den Südthüringer Bundesligist am Netz stand (mittlerweile Aachen).
Hester Jasper gilt in der Heimat als großes Talent und war auch von anderen Bundesligisten begehrt. Die große Schwester konnte aber wohl einen Wechsel nach Suhl empfehlen: „Von ihr habe ich viel Gutes über den Verein und die tolle Atmosphäre dank der vielen enthusiastischen Fans bei den Heimspielen gehört.“ Für die neue Suhlerin ist es die erste Station im Ausland. „Ich freue mich auf die Bundesliga und möchte vom Trainer viel lernen. Ich will helfen, dass es zur neuen Saison mit den Playoffs klappt“, so der VfB-Neuzugang.

Damit hat der VfB Suhl LOTTO Thüringen im Außenangriff bereits Fakten für die neue Spielzeit geschaffen. „Aber keine Angst, wir haben seit Jahresbeginn nicht geschlafen, die Planungen sind schon sehr weit fortgeschritten, wir können guter Dinge sein“, so VfB-Chef Stefan Mau.

 

veröffentlicht am Donnerstag, 16. Mai 2019 um 09:51; erstellt von Tim Berks, VfB 91 Suhl e.V.

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