Knapp geschlagen

Schwarz-Weiß Erfurt vs. Ladies in Black Aachen, 26.02.21, 1. BLF
Angriff M.Cole SWE
Foto: Sebastian Schmidt

Nach einem zweistündigen Match musste sich Schwarz-Weiß Erfurt im Duell mit den LiB Aachen knapp mit 2:3 geschlagen geben und verpasste somit den dritten Saisonsieg knapp.

Wenn man mit 13:15 im Tiebreak unterlegen war, dann waren es nur Nuancen, die an einem vollen Erfolg fehlten. Im Spiel der beiden Tabellennachbarn war es am Ende die Routine, die gesiegt hatte. Bezeichnend, dass Kapitänin Mareike Hindriksen den dritten Matchball mit einem Leger verwandelte und ihrer Mannschaft damit zwei wichtige Punkte im Kampf um den Play-off-Platz sicherte. Neben ihr waren es auch die später zur MVP gekürte Jana Franziska Poll und Leonie Schwertmann, die im Spiel der Ladies voran gingen und die Fäden zogen.

Erfurt hatte dem „nur“ einen aufopferungsvollen Kampf entgegen zu setzen – allerdings recht erfolgreich. Zunächst standen sich die SWE-Damen mit einer schwachen Annahmeleistung wieder einmal selbst im Weg. Mit 14:25 ging der Auftaktsatz dann auch deutlich an die Gäste. Als Gil Ferrer Cutino beim 7:12 im zweiten Satz Auszeit nahm, schien der Abend aus Erfurter Sicht nicht vielversprechend. Doch so langsam stabilisierte sich das Defensivverhalten der Gastgeberinnen und mit mehr Mut in ihren Aktionen bliesen die SWE-Damen zur Aufholjagd. Eine Initialzündung war da die eingewechselte Rica Maase, die ihre Chance beim Schopfe packte und fortan mit gutem Beispiel am Netz voran ging. Beim 18:17 lag Erfurt erstmals im Spiel überhaupt in Führung und fuhr nach einem Block von Jasmine Gross den Satzgewinn (25:21) ein.

In Satz drei hatte Aachen wieder den besseren Start erwischt (3:7). Doch hatte nun auch Madeline Palmer (spätere MVP auf Erfurter Seite) der Aufwind im Erfurter Angriff gepackt. Mit drei Punkten der Fünfer-Serie brachte sie ihre Mannschaft wieder in Führung (8:7). Nachdem es dem Vorletzten wieder gelang, dem Schlusslicht vier Punkte zu enteilen (12:16), waren es die wirkungsvollen Aufschläge der eingewechselten Anastasiia Grechanaia, die Erfurt wieder ins Spiel brachten. Beim 23:23 war alles offen. Dass Leonie Schwertmann und Eline Timmerman mit zwei Angriffen über die Mitte den Satz für Aachen einfuhren, war ein Puzzleteil zum späteren Gästesieg. Sie waren ihren Gegenüber im Block und Angriff einen Tick voraus.

Doch noch war nichts entschieden. Erfurt war jetzt wild entschlossen, nicht klein bei zu geben. Beim Stand von 5:6 verletzte sich aber Erfurts Zuspielerin, Madelyn Cole, nach einer Blockaktion, als sie bei der Landung umknickte und vom Spielfeld musste. Schwarz-Weiß schien kurz geschockt, Aachen zog auf 5:8 davon. Es sprach aber für die tapferen Thüringerinnen, dass sie erneut zurückschlugen. Mit 16:12 gingen sie mit einer Führung in die zweite technische Auszeit. Eine diskutable Ausballentscheidung zum 17:12 für Erfurt, die nach Beschwerden der Gäste zu zwei gelben und einer roten Karte führte, sah die Gastgeberinnen nun mit 18:12 in Führung. Eine Vorentscheidung war gefallen und Sindy Lenz versenkte zum 25:16-Satzgewinn und 2:2-Ausgleich.

Der Tiebreak musste jetzt die Entscheidung bringen. Bis zum letzten Seitenwechsel war es ein ständiges Hin und Her. Danach zogen die Ladies auf 10:7 davon und erkämpften sich drei Matchbälle. Zwei Mal konnten die Erfurterinnen noch Gegenwehr leisten, bis Mareike Hindriksen abgezockt die Partie beendete. Aachen hatte verdient zwei Zähler eingefahren und sich die Chance auf zumindest Platz acht erhalten. Erfurt hat sich zumindest den einen Zähler verdient, sollte Selbstvertrauen getankt haben und dieses in das Thüringenderby am kommenden Wochenende mitnehmen.

veröffentlicht am Samstag, 27. Februar 2021 um 08:17; erstellt von Stephan Siegl, SWE Volley-Team e.V.
letzte Änderung: 27.02.21 08:17

Spiele

Samstag, 13. März 2021

19:00
Dresden Dresdner SC
3:1
Vilsbiburg Rote Raben Vilsbiburg
3:1
19:00
Suhl VfB Suhl LOTTO Thüringen
0:3
Wiesbaden VC Wiesbaden
0:3
19:00
Münster USC Münster
3:0
Erfurt Schwarz-Weiß Erfurt
3:0
19:00
Straubing NawaRo Straubing
2:3
Aachen Ladies in Black Aachen
2:3
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