USC empfängt meisterliche Schweriner

USC Münster vs. SSC Palmberg Schwerin, 18.02.18, 1. BLF
Luisa Keller (16, hier im Clinch mit Nadja Schaus) ist auf der Diagonalen die erste Option.
Foto: Stefan Gertheinrich

Zum vorletzten Heimspiel der Bundesliga-Hauptrunde dürfen sich die hiesigen Volleyball-Fans auf einen Gast der Extraklasse freuen: Am kommenden Sonntag (14.30 Uhr) ist im Volleydome der amtierende Meister SSC Palmberg Schwerin Gegner des USC Münster.
 
Und die Mecklenburgerinnen, bei denen die Unabhängigen im Dezember fast eine Sensation erreicht hätten, zumindest aber beim 2:3 einen Punkt mitnahmen, treten den Weg nach Westfalen ganz augenscheinlich in absoluter Topform an: Am vergangenen Mittwoch holte sich Meisterschafts-Mitfavorit Dresdner SC in der Schweriner Arena eine 0:3-Abfuhr, womit der von Bundestrainer Felix Koslowski gecoachte Titelverteidiger wieder auf Tabellenrang zwei vorrutschte, einen Punkt hinter Primus Stuttgart.
 
Wie stark die Schweriner besetzt sind, die drei Tage nach dem Match in Münster im CEV-Pokal-Viertelfinale beim italienischen Erstligisten Pomi Casalmaggiore antreten müssen, hat USC-Coach Teun Buijs, 2013 bis 2015 selbst Trainer des SSC und dabei zweifacher deutscher Doublesieger, schon vor dem Hinspiel in Schwerin klargestellt. „Daran hat sich nichts geändert“, sagt der 57-Jährige und pickt dieses Mal nur zwei Beispiele heraus: „Luisa Lippmann ist mittlerweile Weltklasse“, sagt der Niederländer über die in Münster ausgebildete deutsche Nationalspielerin, „und Jennifer Geerties ist die beste Außen/Annahmespielerin in Deutschland.“ Ähnliches gilt für Zuspielerin Denise Hanke, deren Vertreterin Kaisa Alanko nach ihrem Wechsel im Sommer erstmals nach Münster zurückkehrt, aber in der Saison die Spiele meist aus der Wechselzone verfolgt. Dann haben die Schweriner auch noch internationale Könnerinnen wie Lauren Barfield und Beta Dumancic im Block, oder Greta Szakmàry auf Außen.
 
Klar ist der USC auch am Sonntag wieder klarer Außenseiter, doch das war er ja auch im Hinspiel schon. Und da gelang wie gesagt ein Punktgewinn in Schwerin. Daher gehen die Westfälinnen zwar sicher mit Respekt, aber nicht mit Angst in die Begegnung. Auch wenn der Einsatz von Hauptangreiferin Ivana Vanjak nach einer Knöchelverletzung ausgeschlossen und den Unabhängigen damit das Verletzungspech treu ist. Zumindest Lisa Thomsen, damals mit Buijs zusammen in Schwerin aktiv, ist wieder einsatzbereit nach ihrer erneuten Sprunggelenksblessur. „Lisa hat in dieser Woche mit leichtem Training angefangen und stetig gesteigert“, berichtet Buijs. Nach der Verletztenserie der letzten Wochen nimmt der Holländer die Tatsache, dass für Vanjak auch Liza Kastrup auf der Diagonalen nicht einsetzbar, da mit schwerem Infekt belastet, ist, schon fast stoisch hin. Somit stellt sich die 16-jährige Luisa Keller praktisch von alleine auf.  
 
Wenn Buijs und sein Team auch vom Pech gebeutelt, und so vielleicht an diesem Sonntag nicht unbedingt prädestiniert sind für eine Überraschung zu sorgen, so kann der Coach dennoch für eines seine Hand ins Feuer legen: Dass der Einsatz seines Ensembles leidenschaftlich und das Kämpferherz groß sein werden. Das aber scheinen auch die Münsteraner Volleyball-Fans zu ahnen: Der Vorverkauf für den Klassiker zwischen USC und SSC registriert eine absolute Bestmarke seit Einführung des elektronischen Ticketing.

 

veröffentlicht am Freitag, 16. Februar 2018 um 14:27; erstellt von USC Münster e.V.
letzte Änderung: 18.02.18 11:07

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