3 Punkte beim bayrischen Verfolger

Rote Raben Vilsbiburg vs. SSC Palmberg Schwerin, 20.02.21, 1. BLF
SSC Palmberg Schwerin siegt im Auswärtsspiel mit 0:3
Foto: Michael Dittmer

Nach der 3:1 Niederlage in Münster ging es für die Damen vom SSC Palmberg Schwerin direkt zum nächsten schweren Auswärtsspiel gegen den direkten Tabellennachbarn aus Vilsbiburg. Wie im Hinspiel ist das Endergebnis ein klares 3:0 für die Norddeutschen und doch lieferten sich beide Mannschaften an diesem Abend in den ersten beiden Sätzen ein spannendes Duell auf Augenhöhe. Der SSC kann mit diesem Erfolg den 3. Platz in der Tabelle absichern und tankt wichtiges Selbstvertrauen vor dem Jahreshighlight am kommenden Sonntag – dem DVV Pokalfinale.

Im ersten Satz schicken beide Coaches ihren Stammsechser auf das Feld und beim deutschen Rekordmeister kehrt Anna Pogany wieder ins Team und gleichzeitig an ihre alte Wirkungsstätte in Vilsbiburg zurück. Nach einem ausgeglichenen Anfang können sich die Raben beim Stand von 8:5 das erste Mal ein wenig absetzen. Aufschlagfehler auf beiden Seiten und ein konsequentes Durchbringen der Sideouts führen zu einem ausgeglichenen Spielverlauf mit einem leichten Vorteil für die Gastgeber, die sich zum Satzende zwei Satzbälle erarbeiten können, die der SSC abwehren kann. Die Zuspielerinnen auf beiden Seiten setzen zunächst alle ihre Angreiferinnen gut ein, bei den wichtigen Punkten geht es jedoch auf beiden Seiten über die Diagonalposition. Auf Seiten der Schwerinerinnen erwischt Hayley Spelman einen besonders guten Tag und beschert den Gästen den ersten Satzgewinn mit 24:26.

Im zweiten Durchgang der Samstagabendpartie erwischt die Mannschaft um Kapitänin Greta Szakmary den besseren Start und mit einem Netzroller Ass von Marie Schölzel geht es mit einer 3-Punkte Führung für Schwerin in die erste technische Auszeit. Der SSC kontrolliert das Spielgeschehen und die spätere MVP des Abends Hayley Spelman punktet variabel mit schnellen Angriffen, guten Tips und Hinterfeldangriffen. Nach einer umstrittenen Entscheidung des Schiedsrichtergespanns zugunsten der bayrischen Gastgeber beim Stand von 10:14 reißt dem SSC ein wenig der Faden und die kanadische Top-Scorerin Danielle Brisebois leitet eine Aufschlagserie ein. Die Raben können 5 Punkte in Folge erzielen und der SSC kommt nicht aus der Rotation heraus. Wieder bringt Hayley Spelman die wichtigen Bälle im Feld unter und wird vom Kommentator der Partie zurecht als heutige Lebensversicherung des SSC betitelt. Spektakuläre Abwehraktionen von Anna Pogany, Blocks von Lauren Barfield und Hayley Spelman sowie eine sehenswerte lange Rallye halten die Partie lange offen. Auch wenn der Hallensprecher versucht die Raben so gut es geht nach vorn zu pushen, behält der SSC am Ende des zweiten Durchgangs die Nerven und als Jodie Guilliams den Ball beim Stand von 27:28 ins Aus befördert, steht es 0:2 für die Gäste.

Das Team von Florian Völker spielt in den beiden ersten Sätzen sehr gut mit und hat in Annahme und Block statistisch ähnliche Werte wie die Siegermannschaft aus dem Norden. Mit einem 2-Satz Rückstand im Kopf ist im 3. Durchgang jedoch wenig Gegenwehr zu spüren. Den Raben unterlaufen Fehler im Angriff und dem SSC gelingt mit flinken Zuspielen im 1. Tempo jeder Ball, sodass man sich schnell eine 8:13 Führung rausarbeiten kann. Durch eine Aufschlagserie von Zuspielerin Denise Imoudu und erneut starke Abwehr von Anna Pogany zieht der SSC uneinholbar davon, bevor zu Satzende auch Romy Jatzko und Nicole Oude Luttikhuis Spielzeit erhalten. Letztere beendet die Partie mit einem Ass zum 12:25, bevor die Mecklenburgerinnen die lange Heimreise antreten können. Fleißigste Punktesammlerinnen auf Seiten der Gastgeber waren Luisa Keller und Danielle Brisebois, an die Ex-Münsteranerin Keller ging auch die silberne MVP Medaille. Auf Seiten der Gäste lieferte Hayley Spelman ein tolles Spiel mit 24 Punkten, gefolgt von Kapitänin Szakmary und den beiden Mittelblockerinnnen.

Für den SSC gilt es in den kommenden Tagen die Akkus nach den englischen Wochen in der Liga wieder aufzuladen und alle Kräfte für das anstehende DVV-Pokalfinale zu bündeln, das am 28.02.2021 in der SAP Arena in Mannheim stattfinden wird.

veröffentlicht am Samstag, 20. Februar 2021 um 21:18; erstellt von Schweriner SC e.V.
letzte Änderung: 20.02.21 22:01

Spiele

Samstag, 13. März 2021

19:00
Dresden Dresdner SC
3:1
Vilsbiburg Rote Raben Vilsbiburg
3:1
19:00
Suhl VfB Suhl LOTTO Thüringen
0:3
Wiesbaden VC Wiesbaden
0:3
19:00
Münster USC Münster
3:0
Erfurt Schwarz-Weiß Erfurt
3:0
19:00
Straubing NawaRo Straubing
2:3
Aachen Ladies in Black Aachen
2:3
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