Mannschaften - VBL

USC unterliegt Wiesbaden mit 2:3

USC Münster vs. VC Wiesbaden, 18.12.19, 1. BLF
.
Foto: Daniel Wesseling

Der USC Münster verliert das Heimspiel gegen den VC Wiesbaden mit 2:3 (25:14, 23:25, 25:17, 11:25, 12:15) und muss zwei Punkte an den direkten Verfolger im Kampf um die Playoff-Plätze abgeben. In der Tabelle bleibt der USC weiter auf Platz 8. Weiter geht es schon am Samstag – auswärts beim Tabellendritten SC Potsdam.

„Es waren nur Kleinigkeiten, aber die haben das Spiel entschieden“, zeigte sich USC-Coach Teun Buijs nach der Partie gewohnt analytisch. „Eigentlich müssen wir das Spiel 3:0 gewinnen“, wurde der Niederländer dann schon kritischer. „Wir haben im zweiten Satz trotz komfortabler Führung das Spiel wieder aus der Hand gegeben. Zwei, drei Situationen, in denen wir nicht die richtige Entscheidung getroffen haben. So ist das leider manchmal im Sport.“

Teun Buijs nahm in seiner Starting-Six einige Wechsel vor und setzte zu Beginn der Partie auf Ivana Vanjak, Lina Alsmeier, Taylor Nelson, Luisa Keller, Barbara Wezorke, Demi Korevaar sowie auf Linda Bock auf der Libera-Position. Man merkte den Teams zu Satzbeginn an, dass hier viel auf dem Spiel stand. Der Auftakt war von Nervosität auf beiden Seiten geprägt. Zunächst lag Wiesbaden vorne, dann Münster. Zu ersten technischen Auszeit wieder die Gäste (7:8). Mit Kapitänin Barbara Wezorke am Aufschlag konnte der USC sich dann auf 12:9 absetzen. Zur zweiten technischen Auszeit stand es gar 16:12 für Münster. Die Unabhängigen hatten ihre anfängliche Nervosität abgelegt. Über 20:13 sicherte sich der USC den ersten Satz schließlich deutlich und verdient mit 25:14. Die 1.493 Zuschauer in der Halle Berg Fidel waren begeistert. 

Auch im zweiten Satz schien der USC mit druckvollen Aufschlägen und guter Block-Feld-Abwehr zunächst das dominante Team zu sein, der VCW konnte jedoch nach 3-Punkte-Rückstand wieder bis auf einen Punkt verkürzen (8:7). Kurz darauf lagen die Unabhängigen wieder mit 13:9 und später mit 15:10 vorne. Der USC leistete sich dann jedoch nach der zweiten technischen Auszeit mehrere Fehler in Annahme und Angriff. Wiesbaden nutzte die Schwächephase eiskalt aus und drehte den Satz noch. 23:25 hieß es am Ende des Durchgangs aus Sicht des USC.

Im dritten Satz suchte und fand Zuspielerin Taylor Nelson zuverlässig Ivana Vanjak. Die 24jährige Nationalspielerin sorgte mit vier Punkten für eine 5:2-Führung. Die 3-Punkte-Führung hatte bis zur ersten technischen Auszeit Bestand. Der USC konnte dann noch zulegen - zur zweiten Auszeit stand es 16:9. Wiesbaden verkürzte nochmal auf 19:15, anders als im zweiten Satz blieb Münster hier aber stabil und zog sein Spiel durch. Mit 25:17 krallte sich das Team von Teun Buijs den dritten Durchgang.

Den Start in Satz vier verschlief der USC. Die ersten sechs Punkte gingen an den Gast aus Wiesbaden. Teun Buijs nahm eine Auszeit und brachte Sarah van Aalen für Taylor Nelson ins Spiel. Beim Stand von 3:8 aus Sicht des USC ging es in die erste technische Auszeit. Dem USC war erneut die Stabilität abhandengekommen. Wiesbaden nutzte das eiskalt aus und zog auf 7:16 davon. Alles deutete auf eine Entscheidung im Tiebreak hin. Luisa Keller und Lina Alsmeier bekamen nun eine Pause. Für sie kamen Johanna Müller-Scheffsky und Liza Kastrup ins Spiel. Auch Juliane Langgemach bekam nun Einsatzzeit. Am Ende durfte der Gast den Satz mit 11:25 für sich verbuchen.

Tiebreak: Über 2:0 und 4:2 kommt der USC gut rein. Wiesbaden gleicht dann zum 4:4 aus und geht anschließend mit 4:5 aus Sicht des USC in Führung. Demi Korevaar versenkt zwei Schnellangriffe und hält den USC im Spiel (6:6). Beim Stand von 6:8 aus Sicht des USC werden die Seiten gewechselt. Auch den nächsten Punkt machten die Gäste – und gaben den 3-Punkte-Vorsprung nicht mehr her. Als wertvollste Spielerinnen wurden Ivana Vanjak (USC Münster) und Tanja Großer (Wiesbaden) ausgezeichnet.

veröffentlicht am Mittwoch, 18. Dezember 2019 um 20:47; erstellt von USC Münster e.V.