Mannschaften - VBL

DSC muss sich gegen SSC geschlagen geben

Dresdner SC vs. SSC Palmberg Schwerin, 20.11.19, 1. BLF
Trotz Steigerung muss sich der DSC gegen Schwerin geschlagen geben
Foto: Dresdner SC, Dirk Michen

Das ist bitter. Trotz einer weiteren Leistungssteigerung hat es für die DSC Volleyball Damen im Ost-Derby gegen den SSC Palmberg Schwerin nicht zu einem Erfolg gereicht. Vor 3000 begeisterten Zuschauern, die bei dem Klassiker für eine stimmungsvolle Kulisse sorgten, unterlagen die Schützlinge von Trainer Alexander Waibl mit 0:3 (20:25, 21:25, 22:25). Jetzt heißt es, schnell den Mund abputzen und den Blick auf das Pokal-Viertelfinale am Sonnabend gegen Aachen richten. 


„Ich hätte mir ein engeres Ergebnis gewünscht, zudem klingt das 0:3 klarer als es eigentlich war. In den ersten beiden Sätzen war es lange ausgeglichen, in der Endphase hat Schwerin dann seine ganze Klasse ausgespielt. Auf jeden Fall kann man von solchen Spielen viel mitnehmen, denn wir haben in den entscheidenden Phasen gezeigt bekommen, woran wir noch arbeiten müssen. Jetzt müssen wir den Fokus auf die positiven Dinge richten“, erklärte Alexander Waibl nach der Niederlage.


Bei der MVP-Ehrung erhielt Milica Kubura, die mit 15 Punkten auch erfolgreichste Scorerin war, die Silbermedaille, Gold gab es für die Schweriner Angreiferin Greta Szakmary. 

Alexander Waibl nahm im Vergleich zum Spiel in Vilsbiburg eine Änderung in seiner Startformation vor, begann mit Nikola Radosova für Lucija Mlinar im Außenangriff. Ansonsten vertraute er im Angriff noch Kadie Rolfzen, im Zuspiel Brie King, auf der Diagonalen Milica Kubura, auf der Mitte Camilla Weitzel und Ivana Mrdak sowie Libera Lenka Dürr. 

Die DSC-Mädels starteten hochkonzentriert, setzten sich zu Beginn auch dank einiger Aufschlagfehler des SSC auf 5:3 ab. Aber die Gäste glichen schnell aus und es entwickelte sich ein Schlagabtausch auf Augenhöhe. Als Kadie Rolfzen nach einem wilden und langen Ballwechsel die Kugel zum 12:12 ins gegnerische Feld hämmerte, gab es Szenenapplaus von den Fans. Dennoch konnte der deutsche Vizemeister mit zwei Punkten Vorsprung in die zweite technische Auszeit gehen. Doch der DSC kämpfte sich wieder heran, als Camilla Weitzel mit ihrer Aufgabe Wirkung erzielte, stand es 18:18. Danach aber gelangen Schwerin vier Punkte in Folge. Alexander Waibl reagierte und wechselte Lucija Mlinar für Nikola Radosova ein, um die Annahme zu stabilisieren. Mit zwei Blocks holte sich der SSC dann den ersten Satzball. Nach einem Aufschlagfehler beim ersten Versuch nutzen die Gäste ihre zweite Chance. 


Im Zweiten Durchgang blieb Lucija Mlinar auf dem Feld. Wieder lieferten die Dresdnerinnen dem deutschen Vizemeister lange Zeit einen großen Kampf. Bis zum 18:19 aus Sicht des DSC blieb das Spiel absolut ausgeglichen, dann aber sorgte Greta Szakmary nach einem langen Ballwechsel für den nächsten Schweriner Punkt und anschließend brachte sie mit ihrem Aufschlag die DSC-Annahme in Schwierigkeiten. Am Ende verwandelte sie auch den ersten Satzball für ihr Team. 


Zu Beginn des dritten Abschnittes gerieten die Waibl-Schützlinge schnell mit 0:4 ins Hintertreffen. So musste der Coach früh die erste Auszeit nehmen. Das Team von Felix Koslowski zeigte sich in allen Belangen druckvoller und vor allem stabiler, leisteten sich weniger Fehler. Beim 7:12-Rückstand reagierte Alexander Waibl mit einem Doppelwechsel, brachte Sarah Straube im Zuspiel und Piia Korhonen auf der Diagonalen und wenig später Lena Stigrot für Lucija Mlinar. Piia Korhonen konnte gleich zwei schöne Angriffe im gegnerischen Feld unterbringen. Beim 11:16 wechselte der Coach zurück. Beim 14:18 kam Laura de Zwart für Ivana Mrdak aufs Feld und konnte gleich mit guten Aufschlägen glänzen. Punkt um Punkt kämpfte sich der DSC auf 21:22 heran. Die Wende zumindest in diesem Satz schien noch greifbar. Doch dann spielte Schwerin seine Qualitäten aus und nach 80 Minuten verwandelte der SSC den zweiten Matchball zum Sieg

veröffentlicht am Donnerstag, 21. November 2019 um 08:02; erstellt von Dresdner SC, Dresdner SC 1898 e.V.
letzte Änderung: 21.11.19 08:02