Mannschaften - VBL

SSC mit Zittersieg über den SC Potsdam

SSC Palmberg Schwerin vs. SC Potsdam, 14.12.19, 1. BLF
Block Adams Barfield und Drewniok
Foto: Florian Seubert

Wie stark hat das Pokal-Aus in Stuttgart die Mannschaft des SSC Palmberg Schwerin belastet? Diese Frage stand am Samstag  beim Bundesliga-Match gegen den SC Potsdam im Raum. Gut gelaunt oder angefressen?

Schwerin begann mit seiner Stammbesetzung: Szakmary, Pogany, Bongaerts ,Drewniok Barfield, Adams und Dumancic. An der Seitenlinie coachte sie Co-Trainer Martin Frydnes. Der Chef Felix Koslowski war erkrankt. Der SSC musste einer 0:2-Führung der Gäste hinterherlaufen. Den Ausgleich zum 2:2 besorgte Kimberly Drewniok. Ein Aufschlagfehler von McKenzie Adams brachte den SC Potsdam wieder in Front. Der Schlagabtausch auf Augenhöhe zog sich durch den ganzen ersten Satz. Zur zweiten Technischen Auszeit lag der SSC noch mit 16:14 vorn. Doch Potsdam glich erneut aus. Zum Schluss waren es Annahmefehler und ein Blockversagen auf Seiten des SSC, die Potsdam den Satzgewinn bescherten. Man hatte den Eindruck, dass die Spielerinnen aus Potsdam frischer auf dem Feld agierten.

Im zweiten Satz erzielte der Block den ersten Punkt für den SSC. Weitere folgten. Mit 8:3 ging der SSC in die erste Technische Auszeit.  Erst nachdem Potsdam eine Aufholjagd in Gang setzte und bis kurz vor dem Ausgleich stand (17:15) nahm Frydnes eine Auszeit. Dennoch wurde es knapp, da die Gäste plötzlich wieder dran waren (21:20). Die restlichen Punkte bis zum Satzgewinn machte Schwerin. Es stand 1:1 nach Sätzen.

In Durchgang 3 beherrschte der SSC von Beginn an das Spiel. Alle Tugenden des Rekordmeisters schienen sich in diesem Satz zu versammeln. Doch nur in diesem.  Marie Schölzel bekam nun mehr Spielanteile. Ihre Aufschläge kamen sicher an im gegnerischen Feld. Die Annahme der Gäste war aber auch auf der Hut.  Doch nach dem 16:7 zur zweiten TA war die Gegenwehr aus Potsdam nicht mehr so stark. Nun  marschierte das Schweriner Team voran. Fast wären die Potsdamerinnen einstellig unter die Räder gekommen.25:12 lautete das Satzergebnis.

Satz Nr. 4 lieferte dann den stärksten Spannungsbogen in diesem Spiel. Der SSC geriet durch einen Aufschlagfehler zunächst in Rückstand, Die Angriffe über Greta Szakmary erreichten ihr Ziel, ebenso die von Marie Schölzel. Sie wurde gut von Zuspielerin Britt Bongaerts bedient, so dass es  bald 13:7 stand. Ein komfortabler Vorsprung, sollte man meinen, doch im Volleyball ist alles möglich. Ein wenig Unaufmerksamkeit beim SSC und Fehler in der Annahme brachten Potsdam wieder heran und zur zweiten TA sogar in Führung (15:16). Frydnes suchte nun mit dem Einsatz von Denise Hanke eine Lösung zu finden, korrigierte sich aber schnell. Schon stand es 16:19. Beim SSC passte nicht mehr viel zusammen. Potsdam brachte den Satz ins Ziel (22:25).

Hochgradig emotional ging es im Tiebreak zu. Entscheidungen des Schiedsrichters trafen beim Trainerstab aus Potsdam auf Kritik. Zum Seitenwechsel führte der SSC dank Marie Schölzel und McKenzie Adams mit 8:5. Potsdam kämpfte mit höchstem Einsatz und Risiko um das Dranbleiben, schafte sogar den Anschluss zum 14:13. Schwerin glückte der Siegtreffer zum 15:13.

Als beste Spielerinnen wurden ausgezeichnet: Kimberly Drewniol (Gold), SSC Palmberg und Brittany Abercrombie (Silber), SC Potsdam.

veröffentlicht am Samstag, 14. Dezember 2019 um 22:05; erstellt von Wolfgang ASchmidt, Schweriner SC e.V.
letzte Änderung: 14.12.19 22:06