Mannschaften - VBL

Derby-Sieg und Sprung auf Platz 5

Rote Raben Vilsbiburg vs. NawaRo Straubing, 22.02.20, 1. BLF
Jubel in der Ballsporthalle: Die Roten Raben feierten einen 3:1-Derbysieg gegen Straubing.
Foto: Rote Raben Vilsbiburg

Derby-Revanche geglückt, drei ganz wichtige Punkte mit Blickrichtung Playoffs geholt und in der Tabelle von Rang 7 auf 5 geklettert: Das ist die rundum positive Bilanz der Roten Raben nach dem 3:1 (25:23, 17:25, 25:9, 25:21)-Erfolg im niederbayerischen Bundesliga-Duell gegen NawaRo Straubing. Vor der stolzen Kulisse von 1.735 Zuschauern in der Ballsporthalle gingen die Gastgeberinnen als verdienter Sieger vom Feld, weil sie über die gesamte Spielzeit gesehen die stabilere Leistung zeigten und zudem in der entscheidenden Phase des vierten Satzes mit maximaler Entschlossenheit und Leidenschaft ein 13:16 noch umbogen.

Die Raben mussten auf ihre grippekranke Diagonalangreiferin Nikki Taylor verzichten; als Starting Six schickte Cheftrainer Timo Lippuner somit Lena Möllers, Jodie Guilliams, Neira Ortiz, Iris Scholten, Nelmaira Valdez und Josepha Bock sowie Libera Myrthe Schoot aufs Parkett. Diese Formation legte einen furiosen Auftakt hin und führte rasch mit 10:3. Als Straubing seinen Rhythmus fand, wurde es zwar noch relativ eng (20:17) – mit dem dritten Satzball holten sich die Raben aber den ersten Durchgang mit 25:23.

Im zweiten Abschnitt ging es zunächst so weiter. In einem zusehends umkämpften Match mit zahlreichen langen Rallys lagen die Schützlinge von Timo Lippuner mit 4:1 und 8:5 vorne, ehe der Satz bei 10:10 kippte. Die Raben mussten Straubing auf 12:19 davonziehen lassen, und auch diverse Wechsel und beide Auszeiten konnten das 17:25 und den Satzausgleich nicht verhindern.

In den dritten Durchgang starteten die Raben dann mit Daria Przybylak auf Außen/ Annahme – eine Maßnahme mit durchschlagendem Erfolg, denn die erfahrene Polin stabilisierte nicht nur die Defensive, sondern setzte auch offensiv mit cleveren Aktionen maßgebliche Akzente, weswegen sie am Ende auch als MVP ausgezeichnet wurde. Satz Nr. drei geriet geradezu zu einer Derby-Demonstration der Gastgeberinnen, die sich über 8:5 und 16:8 mit 25:9 durchsetzten.

Große Spannung dagegen im vierten Abschnitt, in dem sich die Raben mit einem 3:8 und später einem 13:16 konfrontiert sahen. Doch sie befreiten sich aus dieser schwierigen Lage auf eindrucksvolle Weise: Mit unbedingtem Siegeswillen und getragen von der prächtigen Kulisse, die zusätzliche Energie von den Rängen auf das Feld übertrug, rissen Lena Möllers und Co. das Match in ihrem sportlichen Wohnzimmer unwiderstehlich an sich. Über die Zwischenstation 19:19 machten sie mit 25:21 den umjubelten Derby-Sieg und damit die angestrebte Revanche für die 2:3-Hinspielniederlage in Straubing klar.

Wie geschlossen das Vilsbiburger Team auftrat, verdeutlicht der Blick auf die Statistik: Gleich fünf Spielerinnen konnten zweistellig punkten, und sie lagen ganz eng beieinander: Daria Przybylak, Iris Scholten und Josepha Bock verbuchten je 12 Zähler, Neira Ortiz 11 und Nelmaira Valdez 10. Raben-Coach Timo Lippuner war kurz nach Spielende ganz beseelt von dem, was er erlebt hatte: „Das war ein schöner Derby-Abend für uns! Volles Haus, tolle Stimmung, heiß umkämpfte Ballwechsel und am Ende der Sieg.“ Schon am Mittwoch geht’s für die Raben in der Bundesliga weiter, dann steht das Auswärtsspiel beim VC Wiesbaden auf dem Programm.

veröffentlicht am Samstag, 22. Februar 2020 um 22:06; erstellt von Michael Stolzenberg, Rote Raben Vilsbiburg
letzte Änderung: 22.02.20 22:06