Mannschaften - VBL

Zu wenig um zu hoffen und zu träumen

VfB Suhl LOTTO Thüringen vs. USC Münster, 25.01.20, 1. BLF
MVP Wahl VfB Suhl LOTTO Thüringen vs. USC Münster
Foto: Tim Berks

Wahrlich kein Krimi gegen Münster, den die Suhler Volleyballerinnen feilboten. Die Magerkost in der Wolfsgrube war lange Zeit das Eintrittsgeld nicht wert. Vor gut 650 Zuschauern entführten die Gäste aus Westfalen verdientermaßen drei Punkte aus der Waffenstadt.

Nach einem 4:0-Blitzstart war der Gast schnell Herr der Lage und ließ sich im ersten Durchgang die komfortable Führung nicht mehr nehmen. Das 17:25 aus Suhler Sicht war ein grottenschlechter Satz und Auftakt in die Partie.

In Abschnitt zwei schien es nahtlos so weiterzugehen. Der USC war bereits auf 13:8 enteilt, ehe eine zweifelhafte Schiedsrichterentscheidung zu Suhler Ungunsten das Wolfsrudel aus dem Tiefschlaf riss. Endlich mit nötiger Bissikeit, verkürzte Suhl auf 11:13. Der Zwei-Punkte-Abstand hielt bis zur Crunchtime. Letztendlich waren es aber drei unnötige Eigenfehler, per Fehlaufschlag sowie doppelt im Angriff , die den 20:25 Satzverlust besiegelten.

Einziges Plus: Das Team von Trainer Mateusz Zarczynski ließ sich nicht hängen und vom USC in Satz drei nicht abschütteln. Bei 15:13 keimte in der Wolfsgrube tatsächlich so etwas wie Hoffnung auf einen positiven Satzausgang auf, die aber nicht lange währen sollte. Beim 17:16 für Münster wechselte die Führung ein letztes Mal an diesem Abend. Ivana Vanjak im Angriff besiegelte den 21:25 Satzausgang der Suhler LOTTO-Damen, gleichbedeutend mit den dritten Satzverlust. Suhl verlbleibt damit am untersten Ende des Tableaus.

Die gezeigte Leistung einmal mehr eindeutig zu wenig für Erstliga-Volleyball. Selbst die kühnsten Optimisten und Träumer sollten sich nun von Playoffhoffnungen verabschieden. Im direkten Duell um Rang acht mit Münster, das nun wie Straubing 13 Zähler vor Suhl liegt, zeigte der VfB eine viel zu uninspirierte und leidenschaftlose Darbietung. Für die verbleibende Saison zählt nur noch Wiedergutmachung bei Sponsoren und Fans und ein erfolgreiches Abschneiden im Dreikampf mit Wiesbaden und Erfurt, um den sportlichen Klassenerhalt wenigstens aus eigener Kraft zu realisieren. 
Hier sind deutliche Leistungssteigerungen für die restlichen Partien nötig. Um fehlende individuelle Klasse auszugleichen, bedarf es gesamtmannschaftlicher Geschlossenheit, Kampfgeist und Einsatzwille - und das ab sofort!  

veröffentlicht am Sonntag, 26. Januar 2020 um 02:28; erstellt von Tim Berks, VfB 91 Suhl e.V.
letzte Änderung: 26.01.20 02:28