Mannschaften - VBL

Sieg der Moral gegen Vilsbiburg

Rote Raben Vilsbiburg vs. Dresdner SC, 13.11.19, 1. BLF
Die DSC Damen hatten nach dem 3:2-Sieg allen Grund zur Freude mit den mitgereisten Fans.
Foto: Andreas Geisser

Sie setzten sich bei den Roten Raben Vilsbiburg in einer spannenden Partie mit 3:2 (25:19, 21:25, 25:22, 22:25, 15:8) durch und erkämpften damit zwei wichtige Punkte.

„Wir haben in der erwartet schweren Partie am Ende verdient gewonnen. Ich bin super zufrieden. Auch wenn volleyballerisch natürlich noch Luft nach oben ist, hat mir vor allem die Mentalität gefallen, mit der wir auf dem Feld standen. Besonders im fünften Satz war diese Entschlossenheit zu sehen, sich keinesfalls von Misserfolgen beeindrucken zu lassen. In Summe waren wir in Annahme und Block-Feldabwehr stabiler und haben uns auch aus den Phasen, wo die Abstimmung zwischen Zuspiel und Angriff nicht so perfekt klappte, wieder herausgekämpft“, zog Alexander Waibl ein positives Fazit.

Bei der MVP-Ehrung erhielt Lucija Mlinar, die erstmals in der Stammformation auflief, die Goldmedaille, Silber gab es für Raben-Zuspielerin Lena Möllers. Erfolgreichste Scorerinnen auf Seiten des DSC waren Milica Kubura mit 20 Punkten, Lucija Mlinar mit 15 und Camilla Weitzel mit 13 Zählern.

Alexander Waibl veränderte seine Startformation im Vergleich zum Erfurt-Spiel auf zwei Positionen. So begann er auf der Diagonalen diesmal wieder mit Milica Kubura und im Außenangriff erhielt Lucija Mlinar das Vertrauen des Trainers.

Mit einer starken Blockabwehr und einem Angriff von Camilla Weitzel legten die Dresdnerinnen gleich einen perfekten Start hin. Danach setzten sie sich mit einer Aufschlagserie von Milica Kubura schnell auf 6:2 ab und zwangen Timo Lippuner zur ersten Auszeit für die Raben. Danach kämpften sich die Gastgeberinnen auf 5:7 und 7:8 heran, leisteten sich danach aber leichte Fehler. Die DSC-Damen spielten dagegen stabiler und ließen sich nach einer 20:16-Führung nicht mehr vom Kurs abbringen. Mit zwei guten Blockaktionen beendeten sie diesen Durchgang.

Ein anderes Bild bot Abschnitt Nummer zwei. Während Vilsbiburg nun besser seinen Rhythmus fand und mehrfach über Hinterfeldangriffe erfolgreich punktete, schlichen sich bei den DSC-Damen einige Fehler ein und sie gerieten mit 12:14 in Rückstand, weil sie mehrfach ihre Punktchancen nicht nutzen konnten. Nach einer Auszeit schmetterte sich das Waibl-Team zwar auf 16:16 heran, doch die Gastgeberinnen hielten dagegen und schafften den Satzausgleich.

Im dritten Durchgang stabilisierten sich die Elbestädterinnen, verringerten die Fehler und verschafften sich bis zur ersten technischen Auszeit einen 8:5-Vorsprung. In der Folgezeit kämpften die DSC-Mädels immer wieder aufopferungsvoll in der Feldabwehr, kratzte Libera Lenka Dürr in ihrer alten Wirkungsstätte mehrfach die Bälle noch vom Parkett und die Angreiferinnen setzten sich gut in Szene. Mit einem Drei-Punkte-Polster (16:13) ging es in die zweite technische Auszeit und als Brie King mit einem Ass den DSC mit 18:14 in Front brachte, ließ sich die Mannschaft den 2:1-Satzvorsprung nicht mehr nehmen.

Im vierten Abschnitt lieferten sich beide Teams bis zum 18:16 für den DSC einen engen Schlagabtausch. Dann aber unterliefen den Waibl-Schützlingen einige Fehler und die Roten Raben packten die Chance beim Schopf, drehten den Spieß mit fünf Punkten in Serie zum 21:18 um und sicherten sich mit einem Angriff aus dem Hinterfeld den Satzausgleich.

Doch im Tiebreak zeigten die Dresdnerinnen von Beginn an, dass sie dieses Spiel unbedingt für sich entscheiden wollen. Sie agierten hochkonzentriert, druckvoll im Angriff, stabil in Annahme und Abwehr und setzten sich bis zum letzten Seitenwechsel mit 8:1 ab. Zwar konnten die Raben noch ein wenig verkürzen, aber nach 123 Minuten versenkte Milica Kubura den ersten Matchball im gegnerischen Feld.

 

veröffentlicht am Donnerstag, 14. November 2019 um 09:55; erstellt von Dresdner SC, Dresdner SC 1898 e.V.
letzte Änderung: 14.11.19 09:55