Ergebnisse - VBL

Ergebnisarchiv | 1. Bundesliga Frauen

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Potsdam gewinnt Matchpoint um Rang vier

SC Potsdam vs. USC Münster, 11.02.17, 1. BLF
Roslandy Acosta (links) machte 21 Punkte und Ljubica Kecman zeigte eine starke Annahmeleistung
Foto: SC Potsdam

Dank eines 3:1-Sieg (23:25; 25:18; 25:19; 25:21) gegen den direkten Verfolger USC Münster baut der SC Potsdam seinen Vorsprung auf Platz 4 der Volleyball-Bundesliga auf sechs Punkte aus. „Das war ein ganz wichtiger Sieg für uns“, sagt auch SC-Potsdam-Coach Davide Carli.

Nach anfänglicher Nervosität kamen die Potsdamerinnen immer besser ins Spiel und siegten am Ende vor 1112 Zuschauern in der MBS-Arena verdient und souverän gegen die Westfalinnen. „Unser Block war heute sehr sehr stark und auch in der Annahme standen wir supersicher“, resümierte Charly nach dem Abpfiff. Er begann mit Wiebke Silge und Ivona Svobodnikova im Mittelblock, Marta Drpa auf Diagonal, Roslandy Acosta und Ljubica Kecman in der Annahme, Zuspielerin Denise Imoudu sowie Libera Lisa Rühl. Mit dieser Mannschaft spielte er so gut wie durch. Einzig Ann-Marie Knauf kam in zwei Sätzen für die letzten Aufschläge ins Spiel. „Die Mannschaft hat gut gespielt. Ich musste nicht wechseln. Aber wir gewinnen immer als komplette Mannschaft und verlieren als komplette Mannschaft“, betonte der 33-Jährige nochmals. Auch Emilia Weske aus der 2. Mannschaft stand am Samstag im Kader: „Sie hat in dieser Woche bei uns mittrainiert, also gehörte sie auch heute dazu“, erklärt Charly, der vermehrt auf den eigenen Nachwuchs setzen will. Die hatten im Spiel zuvor einen 3:2-Überraschungssieg gegen den Tabellenzweiten der 3. Liga Nord, BBSC bejubeln können.

Nervosität zu Beginn

Im ersten Satz lief noch nicht alles rund im Spiel von Lisa Rühl und Co. Besonders bei den Aufschlägen war die Nervosität spürbar, allein fünf Aufschlagfehler leistete sich das Team im ersten Satz. Münster machte letztendlich weniger Fehler und gewann somit den Satz mit 25:23.

Auch im zweiten Satz  unterliefen den SC-Potsdam-Mädels bei den Aufschlägen viele Fehler, doch dieses Mal patzte auch Münster und so machten sich beide Team immer wieder gegenseitige Geschenke. Eine viel stabilere Abwehr und Blockarbeit als im ersten Satz verhalfen den Gastgeberinnen zum 25:18-Satzerfolg. Ähnlich gut lief es auch im dritten Satz, der ebenso mit 25:19 an Potsdam ging. Über die Zwischenstände von 8:4 und 16:11 war auch dieser Erfolg nie in Gefahr.

Starke Blockabwehr und stabile Annahme bringen den Sieg

Mit ihrer starken Blockabwehr brachte die Carli-Truppe den Gegner zu Beginn des vierten Satzes zum Verzweifeln. Gästetrainer Andreas Vollmer stellte auf allen Positionen um und versuchte Variabilität in sein Spiel zu bekommen, doch Potsdam behielt die Oberhand und zwang den Gegner zu weiteren eigenen Fehlern. Bis auf drei Punkte kamen die Gäste im vierten Satz nicht heran und so ging auch dieser Satz, damit das Spiel und drei Punkte an die heimstarken Potsdamerinnen, die ihre Serie von acht Heimsiegen in neun Spielen weiter ausbauten.

USC-Trainer: "Viel zu viele eigene Fehler."

„Ganz so einfach, wie es am Ende vielleicht aussah, war der Sieg nicht“, räumte Davide Carli nach dem Spielende ein. „Wir haben die Partie intensiv vorbereitet in dieser Woche. Der Druck war auf jeden Fall zu spüren. Und immer, wenn wir unkonzentriert werden, macht der Gegner Punkte. Das ist noch ein Problem von uns.“  Andreas Vollmer zeigte sich enttäuscht von seiner Mannschaft: „Mit dieser Leistung können wir nicht zufrieden sein. Wir hatten einen guten Start und haben die Fehlerquote gering gehalten. Doch was dann kam, war enttäuschend. Wir haben viel zu viele eigene Fehler gemacht – allein 13 Aufschlagfehler und 20 Angriffsfehler. Ich habe viel gewechselt, auf allen Positionen umgestellt, aber es hat nichts gebracht.“

Potsdam im Rennen um Platz vier weiterhin vorne

Der SC Potsdam hat damit das Rennen um den begeherten vierten Tabellenrang, der eine gute Ausgangsposition für die Play-Offs darstellt, erst einmal für sich gewonnen In der Serie „best-of-three“ hätten sie damit zunächst im ersten Spiel Heimrecht und bei einem möglichen dritten Spiel auch. Doch von einem sicheren vierten Platz will der Potsdamer Coach noch nichts wissen: „Solange es mathematisch noch möglich ist abzurutschen, sind wir nicht sicher Vierter.“ Allerdings spricht das Restprogramm deutlich für die Potsdamerinnen, die in den kommenden vier Spielen noch zwei Mal zu Hause antreten und beim Tabellenvorletzten in Erfurt sowie in Stuttgart.

Am Mittwoch steht bereits das Heimspiel gegen die Ladies in black Aachen auf dem Programm. Anpfiff ist dann um 19 Uhr in der MBS-Arena.

veröffentlicht am Samstag, 11. Februar 2017 um 22:54; erstellt von SC Potsdam, SC Potsdam e.V.
letzte Änderung: 11.02.17 22:59