Ergebnisse - VBL

Ergebnisarchiv | 1. Bundesliga Frauen

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Gegen Schwerin tolle kämpferische Leistung

SSC Palmberg Schwerin vs. Dresdner SC, 13.02.19, 1. BLF
Das Team von Alexander Waibl wurde trotz Kampfgeist nicht belohnt
Foto: MidiGrafie

DSC zeigt bei 1:3-Niederlage gegen Schwerin tolle kämpferische Leistung

Sie haben in den vergangenen Tagen viel geredet, analysiert und die Köpfe zusammengesteckt: Am Mittwochabend hat das für die DSC Volleyball Damen die ersten Früchte getragen. Zwar unterlag das Team von Trainer Alexander Waibl beim SSC Palmberg Schwerin mit 1:3 (25:23, 18:25, 21:25, 19:25), doch die Mädels kämpften um jeden Ball, brachten enorm viel Emotionalität aufs Feld, ließen sich von Fehlern nicht entnerven und versuchten es immer wieder mit Risiko. 

Bei der MVP-Ehrung nach der Partie bekam vor 1953 Zuschauern Kimberly Drewniok, die nach 106 Minuten den ersten Matchball verwandelte, die goldene MVP-Medaille. Silber ging an Ivana Mrdak. Beste Scorerin auf Seiten des DSC war Piia Korhonen mit 13 Punkten. Lena Stigrot brachte es auf neun Zähler, Maria Segura auf acht, Nikola Radosova auf sieben und Mrdak auf sechs. 

Waibl nahm in der Startformation einige Änderungen vor. Möllers, Korhonen, Segura, Radosova, Mrdak, Weitzel und Benson liefen von Beginn an auf. Nach der zuletzt schwierigen Phase für die Mannschaft zeigte sie im hohen Norden im ersten Satz eine tolle Reaktion. Die Mädels pushten sich nach jedem Punkt, gingen hohes Risiko im Aufschlag, kämpften in der Abwehr um jeden Ball und versuchten, im Angriff mit einer Mischung aus Auge und Härte zu agieren. Das hatte Erfolg: mit 8:7 und 16:12 führte der DSC zu den beiden technischen Auszeiten. Zwar wurde es am Satzende noch einmal spannend, doch nach einem verunglückten „Dankeball“ gewann Möllers am Netz ein wichtiges Duell zum 23:20. Mrdak erschmetterte beim 24:22 die Satzbälle, den zweiten schenkte der SSC dem DSC mit einem Missverständnis in den eigenen Reihen. 

Der zweite Durchgang ging zwar an Schwerin, doch der DSC blieb von der Einstellung, dem Kampf und dem Mut zum Risiko weiter auf einem guten Weg. Zwischenzeitlich kamen per Doppelwechsel von Römer und Maase aufs Feld, später Stigrot für Radosova. Selbst bei klarem Rückstand (13:21) zog das Team im Aufschlag durch, so kam Segura zu einigen Punkten – nur noch 16:21. Waibl gab den Spielerinnen auch bei Fehlern weiter das Vertrauen. Vor allem Korhonen ist die fehlende Spielpraxis nach einem halben Jahr Pause anzumerken, doch mit Hinblick auf die Play-offs soll sie möglichst versuchen, durch Einsätze an ihr altes Niveau herangeführt zu werden. Schwerin entschied die langen Ballwechsel nun für sich und machte mehr Druck im Aufschlag, Mckenzie Adams nutzte den ersten Satzball. 

Den dritten Durchgang begann der DSC mit vier leichten Fehlern, jeweils ging die Annahme fast direkt übers Netz zum Gegner. Ein Fehler im Aufschlag und ein Block gegen die für Radosova eingewechselte Schwabe und es stand 2:8 zur ersten technischen Auszeit. Mittlerweile war von Römer für Möllers auf dem Feld. Nach der Auszeit kamen auch Stigrot und Petter. Die neue Formation machte es richtig gut, kam durch schöne Aktionen auf 12:13 heran, drei Schweriner Punkte und eine verunglückte Annahme führten aber zum 12:16 zur zweiten technischen Auszeit. Dennoch fiel auf, dass die Mädels viele Emotionen ins Spiel brachten und versuchten, sich von Fehlern nicht entmutigen zu lassen. Unterstützung gab es von der Linie durchgehend von Waibl. In der Endphase gab es bei einem Angriff von Stigrot eine Fehlentscheidung, die Blockberührung von Barfield wurde nicht gegeben. Statt 19:22 stand es 18:23. Der DSC wehrte am Ende noch zwei Satzbälle ab, Dumancic nutzte den dritten zur 2:1-Führung. 

Von Römer, Petter, Schwabe blieben auf dem Feld, hinzu kam im vierten Satz Planinsec für Weitzel. Die Mädels kämpften Punkt für Punkt weiter, beim 10:10 war die Partie ausgeglichen, doch dann setzte sich Schwerin allmählich ab und hatte am Ende immer eine Lösung parat. Drewniok nutzte den ersten Matchball. Trotz der Niederlage kann die Mannschaft stolz auf diese Reaktion und die deutlich zu sehende Leistungssteigerung sein.

veröffentlicht am Mittwoch, 13. Februar 2019 um 21:46; erstellt von Dresdner SC 1898 e.V.
letzte Änderung: 13.02.19 21:46