Der Block der Pirates machte es den NETZHOPPERS schwer
Photo:
Es war das erwartete "Duell auf Augenhöhe", bei dem sich
die Kontrahenten nichts schenkten. 5 Sätze, 124 Minuten und
ein paar graue Haare mehr auf der Trainerbank dauerte es, bis die
Pirates die wohlverdienten 2 Punkte für sich verbuchen
durften. Mit 3:2 (22:25, 25:20, 25:15, 19:25, 15:12) schickten sie
die Brandenburger als Verlierer vom Platz.
Tosende Fangesänge und Paukenschläge aus dem
gegnerischen Fanblock hat die Spergauer Festung schon lange nicht
mehr gesehen. Die Brandenburger waren mit rund 60 eigenen Fans
angereist, die sich wirklich nicht lumpen ließen, ihr Team aus
ganzer Kehle zu unterstützen. Und die NETZHOPPERS gaben im
ersten Satz ihr Bestes, dem gerecht zu werden. Und schon hier
zeigte sich die Ausgeglichenheit der beiden Teams. Punkt um Punkt
erkämpfte sich jeder Seite immer mal wieder die Führung,
bis sich die Gäste nach der 2. technischen Auszeit absetzen
konnten (15:18, 19:22). Diesen Rückstand konnten die
Gastgeber nicht mehr ausgleichen und überließen den
Brandenburgern die Führung (22:25).
Der zweite Durchgang stand ganz im Zeichen der Pirates, die sich
von Beginn an eine komfortable Führung erarbeiteten (5:2,
9:5). Die NETZHOPPERS wehrten sich effektiv, glichen
zwischenzeitlich durch gekonnte Angriffe und dankbare Eigenfehler
der Gastgeber zum 11:11 aus. Schnell fingen sich die Piraten
wieder. Phillip Trenker (#12) und Jan Krol (#6) feuerten ihre
Angriffe zum Gegner, Florian Völker (#17) setze mit einer
cleveren Legeaktion noch einen drauf. Schon war der Vorsprung
wieder hergestellt (16:12, 17:14). Der souveräne Block von
Yannick Harms (#3) brachten den Pirates den ersten Satzball
(24:19), der im zweiten Anlauf in den Satzgewinn gemünzt
werden konnte (25:20).
Auch der dritte Durchgang verlief ganz nach dem Geschmack von
Cheftrainer Ulf Quell. Die Pirates nahmen Fahrt auf, gönnten
sich kaum Eigenfehler, strotzten nur so vor Siegeswille und
Selbstbewusstsein. Und erneut brachten sie die Brandenburger in den
Rückstand (8:5, 16:8). Vor allem die Aufschläge von Jan
Krol (#6) ließen die gegnerische Abwehr ins Wanken geraten,
was den Chemie Volleys sogar eine 10-Punte-Führung verschaffte
(22:12). Und erneut war es ein mitteldeutscher Block, der den
ersten Satzball brachte (24:13). Ein Aufschlagfehler der Gäste
entschied letztlich den Satzgewinn mit 25:15.
So stark wie die Pirates Satz 3 begannen, so sehr ließen
sie im 4 Satz nach. Die NETZHOPPERS hatten sich gefangen, neu
motiviert und kamen energisch zurück in die Partie. Einer
Aufschlagserie von Paul Sprung war die mitteldeutsche Abwehr nicht
gewachsen (5:8, 5:12) und brachten Cheftrainer Ulf Quell dazu,
seine beiden Auszeiten in dieser kurzen Phase bereits aufzubrauchen
(5:9, 5:11). Wirkung zeigte dies leider keine. Vielfältige
Fehler in der Piraten-Crew und konzentriertes Spiel auf der
Gegnerseite forderten seinen Tribut (8:16). Diesen Vorsprung gaben
die Gäste nicht mehr her (19:25).
Es kam, wie es kommen musste und bereits nahezu Routine ist in
dieser Begegnung: Tie Break. Die Pirates hatten ihre Hausaufgaben
in der Satzpause gemacht und ließen keinen Zweifel daran, dass
sie das Ding nach Hause holen wollen. Mit druckvollen
Aufschlägen und durchschlagenden Argumenten führten sie
über die gesamte Satzlänge (5:4, 10:7) und verbuchten am
Ende 2 Zähler auf ihrem Punktekonto (15:12).
Damit rücken die Chemie Volleys zwar nicht in der Tabelle
nach oben, könnten aber mit einem weiteren Sieg in Rottenburg
Herrschings Platz 8 gefährlich werden.
MVP: Michael Amoroso (gold, CVM), Theo Timmermann (silber,
NETZHOPPERS)
published on Monday, February 16, 2015 at 9:10 AM; created by Sandy Penno, Chemie Volley Mitteldeutschland e.V.