(Foto: Zwei k.fotografen)
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Am Ende war Welter sogar der beste Angreifer seines Teams. Alles
schien so als ob die Schmiede aus Coburg diesmal gute Karten
hätten einen Sieg gegen den Favoriten aus
Königswusterhausen schaffen zu können. Doch es kam wie
schon oft in der Saison ganz anders als geplant. Das VSG-Team, dem
Stein, Nürnberger und Kucera fehlten hatte in dieser Saison
mit einigen Krankheiten und Verletzungen zu kämpfen, die eine
zu Beginn aussichtsreiche Saison verhagelten und auch diesmal war
den grünen Volleyballerschmieden das Glück nicht
hold.
Bei einer Angriffsaktion beim Stand von 16:16 im ersten Satz
knickte Moritz Karlitzek bei der Landung um und musste vom
Spielfeld. Nachdem Trainer Maric kein weiterer gelernter
Diagonalangreifer (Position gegenüber des Zuspielers) mehr zu
Verfügung stand, musste Mittelblocker Poluga auf einer
für ihn ungewohnten Position einspringen. Bis die Coburger
sich wieder sortiert hatten war der erste Durchgang an die
Hausherren aus KW gegangen. Im zweiten Durchgang versuchte die VSG
mit aufopferungsvollem Kampfgeist, die Nachteile der eigenen
Aufstellung zu kompensieren und gestaltete auch diesen Satz lange
offen, ehe ein paar kleine Nachlässigkeiten die
2:0-Führung für Königswusterhausen bedeuteten. Im
dritten Satz stellte Maric abermals um und nun agierte Libero
Welter als Diagonalangreifer, Poluga rückte auf den
angestammten Mittelblock und Meuter agierte im Außenangriff.
Das Team machte aus der Not eine Tugend und agierte
äußerst konzentriert und zielstrebig, der Gegner aus
Brandenburg schien überrascht, dass die VSG-Akteure weiterhin
alles versuchten, das Spiel noch zu drehen.
Schließlich gelang dem Team um Trainer Maric der verdiente
Satzgewinn und der Rückstand konnte auf 1:2-Sätze
verkürzt werden. Im vierten Satz spielte KW-Bestensee dann
überlegter und nutzte vor allem seine überlegene
Körpergröße auf den Außenpositionen gegen den
VSG-Block eiskalt aus. Die VSG Coburg/Grub steckte zwar zu keiner
Zeit auf, dennoch setze sich am Ende nach 1:45-Stunden Spielzeit
das eingespielte Team der Hausherren durch und schaffte mit einem
3:1-Sieg den 1:0-Vorsprung im direkten Duell.
Teammanager Michael Dehler: "Es ist schon frustrierend, dass wir
in dieser Saison anscheinend das Pech gepachtet haben. Der Ausfall
von Itamar Stein hat unserem Team im Dezember bereits sehr
zugesetzt und nun verletzt sich auch noch Moritz im ersten Satz in
den wichtigen K.O.-Duellen gegen Königswusterhausen. Leider
hilft alles Jammern nichts und wir müssen nach vorne schauen.
Die Mannschaft will den Zuschauern am Sonntag im Heimspiel auf
jeden Fall nochmal eine Show bieten und das Beste aus der Situation
herausholen!"
Trainer Milan Maric: "Ich kann meinem Team keinen Vorwurf
machen, denn alle Spieler haben eine gute Leistung gezeigt und der
Teamgeist stimmt. Der Ausfall von Moritz hat uns natürlich
schon zurückgeworfen. Sehr überzeugt hat mich Leonard,
der auf der Liberoposition eine ordentliche Leistung gezeigt. Das
ist nach nur eine Woche Training mit dem Team und seiner noch
jungen 18 Jahre eine ganz besondere Leistung und freut mich sehr
für ihn!"
veröffentlicht am Freitag, 6. März 2015 um 07:08; erstellt von ADe, Coburger Turnerschaft e.V.
letzte Änderung: 06.03.15, 09:45