Ergebnisarchiv | 1. Bundesliga Frauen

1. Bundesliga Frauen Playoff

Ein Außenseiter mit Selbstvertrauen

SSC Palmberg Schwerin vs. USC Münster, 3/17/18, 1. BLFPO
Wollen Schwerin zumindest ein bisschen ärgern: Teun Buijs und seine USC-Spielerinnen.
Photo: Stefan Gertheinrich

Die Hauptrunde der Bundesliga-Saison 2017/18 ist Geschichte, am Samstag geht es für die acht besten Teams der Liga nun vom Liga-Modus in den K.-o.-Modus. Jetzt wird es also richtig spannend, natürlich auch für den USC Münster, der sich im Viertelfinale mit dem amtierenden Meister SSC Palmberg Schwerin messen muss.
 
Es ist – nüchtern betrachtet – der Vergleich des Tabellendritten mit dem Tabellensechsten aus Münster, aber auch der beiden erfolgreichsten Mannschaften in der Geschichte der Volleyball-Bundesliga der Frauen. Elf Deutsche Meisterschaften feierte der Rekordmeister aus Mecklenburg bisher, neun Mal ging die Schale nach Münster an den USC, der im Übrigen die ewige Tabelle der Bundesliga anführt und mit elf DVV-Pokalsiegen in dieser Kategorie weiter die Nase vorn hat. Schwerin gegen Münster – das ist für die Fans beider Lager immer noch der absolute Klassiker. Umso mehr, wenn es um alles oder nichts geht.
 
Dass Münster als Sechster gegen den amtierenden Champion der klare Außenseiter ist, das ist ein Fakt, den man nicht wegdiskutieren kann. Für USC-Trainer Teun Buijs und sein Team stellt sich das jedoch nicht als Problem da. Die Mannschaft hat sich die Chance erarbeitet, so zu überraschen, wie sie es in der Liga-Hinrunde bereits tat – bevor die Pechsträhne mit so vielen Verletzungen sich Bahn brach.  
 
Natürlich sind die Mecklenburgerinnen, die von Bundestrainer Felix Koslowski trainiert werden und praktisch keine Akteurin ohne internationale Erfahrung im Kader haben, glänzend besetzt. Doch was die Unabhängigen an einem richtig guten Tag zu leisten imstande sind, zeigten sie Anfang Dezember beim Liga-Hinspiel in Schwerin, wo sie nach einer 2:0-Satzführung fast eine Sensation geschafft hätten. Und auch das 0:3 vor kurzem in eigener Halle war vom reinen Ergebnis viel deutlicher, als die Satzergebnisse es auf den zweiten Blick spiegeln. „Wir haben in beiden Partien gegen Schwerin gut ausgesehen“, sagt ergo Trainer Buijs, und USC-Dauerbrennerin Ines Bathen findet: „Ich denke, dass uns von den Top-Drei-Teams in Deutschland der SSC am besten liegt.“
 
Selbstbewusstsein sammelten die Münsteranerinnen im Übrigen nicht erst beim klaren und souveränen 3:0-Erfolg im letzten Saisonspiel gegen den VfB 91 Suhl. „Wir werden auch im Training immer besser, wir sind jetzt wieder in einem echten Flow. Wir wissen, dass wir wieder ein sehr gutes Niveau haben“, sagt beispielsweise Mittelblockerin Juliet Lohuis, die sich in ihrer ersten Saison in Münster in den  Fokus des niederländischen Bondscoaches Jamie Morrison gespielt hat.
 
So steigt der USC-Tross am Freitag voller Zuversicht und Selbstvertrauen in den Bus, um die große Herausforderung anzunehmen. Und vielleicht kommt es ja in dieser Konstellation zu dem Ergebnis, das sich Buijs wünscht: „Wir werden einen großen Kampf bieten und wollen Schwerin auf jeden Fall ärgern!“

 

published on Friday, March 16, 2018 at 9:49 AM; created by USC Münster e.V.