• Volleyball Bundesliga der Männer: Spannung bis zum Schluss

    Volleyball Bundesliga der Männer: Spannung bis zum Schluss

    Letzter Hauptrundenspieltag entscheidet über Gruppeneinteilung der Zwischenrunde

    So offen und ausgeglichen war das Rennen um die beste Ausgangssituation für den weiteren Saisonverlauf in der 1. Bundesliga Männer lange nicht. Für fünf Mannschaften geht es am letzten Spieltag der Hauptrunde am morgigen Samstag, den 28. Januar noch um die finale Hauptrundenplatzierung, die über die Gruppeneinteilung in der Zwischenrunde entscheidet. Für die Teams ist es die letzte Chance, ihre Position zu verbessern und sich einen Platz in der oberen Gruppe der Plätze 1 bis 4 zu sichern.

    Lediglich die BERLIN RECYCLING Volleys, unangefochtener Spitzenreiter, haben nach ihrem Einzug in die Playoffs der CEV Champions League Volley 2023 am Wochenende spielfrei und können gespannt abwarten, auf welche Mannschaft sie zum Auftakt der Zwischenrunde treffen werden. Auf den Plätzen zwei bis sechs ist hingegen noch fast alles möglich. Während der VfB Friedrichshafen und die SVG Lüneburg schon fest mit ihrem Start in Gruppe eins der Zwischenrunde planen können, geht es für die SWD powervolleys Düren (27 Zähler), die Helios GRIZZLYS Giesen und die WWK Volleys Herrsching (jeweils 25 Punkte) noch um den entscheidenden vierten Platz, der mit der Qualifikation für die Zwischenrundengruppe der besten Vier einhergeht.

    Finale um Platz vier
    Mit einer 2:1 Satzführung gegen Friedrichshafen am vergangenen Spieltag standen die SWD powervolleys Düren schon mit einem Bein in der Zwischenrunde der Plätze eins bis vier, bevor sie sich vor 2.200 Fans das Heft wieder aus der Hand nehmen ließen und sich schlussendlich mit 3:2 (25:22, 24:26, 20:25, 25:17, 15:11) geschlagen geben mussten. Damit ist Düren vor dem letzten Spieltag Vierter, muss aber jetzt auswärts gegen die SVG Lüneburg dringend punkten, um zu verhindern, in die Gruppe der Teams 5 bis 9 abzurutschen. Das ist eine schwere Aufgabe für den Pokalfinalisten aus Nordrhein-Westfalen, denn die LüneHünen haben – trotz ihres Ausscheidens unter der Woche – international für Furore gesorgt und viel Selbstvertrauen getankt. Sollte Düren verlieren, können sie im direkten Duell zwischen Herrsching und Giesen noch in die Zwischenrundengruppe zwei verdrängt werden. Mehr Spannung als die Partie zwischen den beiden punktgleichen Tabellennachbarn kann ein letztes Hauptrundenspiel nicht bieten. Der Gewinner des Spiels hat Platz fünf sicher und wahrt eine kleine Chance auf Platz 4, sollte Lüneburg gegen Düren gewinnen. Dem Team von Cheftrainer Mark Lebedew dagegen reicht gegen den VCO Berlin ein Punkt, um ganz sicher als Zweitplatzierter in die Zwischenrunde zu gehen. Mit einem Erfolg würden die Häfler sogar in Sachen Siegen mit Ligaprimus Berlin gleichziehen.


    Am morgigen Samstag spielen die direkten Konkurrenten WWK Volleys Herrsching und Helios GRIZZLYS Giesen um Platz fünf, der Sieger wahrt zudem noch eine kleine Chance auf Platz vier. (Foto: Helios GRIZZLYS Giesen)
     

    Im unteren Tabellendrittel könnte der TSV Haching München mit einem Sieg gegen die Energiequelle Netzhoppers KW-Bestensee in der Tabelle noch an den Brandenburgern vorbeiziehen.

    Der letzte Spieltag der Hauptrunde verspricht also jede Menge Action und Spannung für die Fans. Alle Spiele werden im Livestream im Kanal von SPONTENT auf Twitch übertragen.

    Der Modus in der Zwischenrunde

    Die Zwischenrunde der Männer wird in zwei Gruppen gespielt, deren Einteilung auf Grundlage des Tabellenrankings nach der Hauptrunde erfolgt. Die Teams einer Gruppe spielen im Modus Jeder gegen Jeden ein Hin- und ein Rückspiel, wobei der VCO Berlin gegen alle Teams der Gruppe zwei nur ein Heimspiel bestreitet. Vor Beginn der Zwischenrunde werden alle Punkte aus der Hauptrunde gelöscht und neue Punkte basierend auf der Hauptrundenplatzierung vergeben. Die Plätze 1 und 6 erhalten acht Punkte, die Plätze 2 und 7 bekommen sechs Punkte, die Plätze 3 und 8 starten mit vier und die Plätze 4 und 9 mit jeweils zwei Punkten in die Zwischenrunde. Platz fünf erhält 10 Punkte. Mit diesem System werden die in der Hauptrunde erbrachten Leistungen honoriert. Gleichzeitig haben die Clubs eine realistische Chance, ihre Platzierung aus der Hauptrunde zu verbessern. Der entsprechende Spielplan der Zwischenrunde wird in Kürze veröffentlicht. Nach Beendigung der Zwischenrunde bestreiten die Mannschaften im Zeitraum vom 25. März bis 13. Mai die Playoffs.

    Der gesamte Spielplan der Zwischenrunde steht nach Abschluss der Hauptrunde unter www.volleyball-bundesliga.de zur Verfügung.

    Die letzten Partien der Hauptrunde im Überblick:

    • Sa, 28.01.23, 19:15 Uhr, TSV Haching München vs. Energiequelle Netzhoppers KW-Bestensee
    • Sa, 28.01.23, 19:30 Uhr, SVG Lüneburg vs. SWD powervolleys Düren       
    • Sa, 28.01.23, 19:45 Uhr, VfB Friedrichshafen vs. VCO Berlin        
    • Sa, 28.01.23, 20:00 Uhr, WWK Volleys Herrsching vs. Helios GRIZZLYS Giesen
    27.01.2023 22:22
  • Münster empfängt Aachen, SPORT1 überträgt live im FREE-TV

    Münster empfängt Aachen, SPORT1 überträgt live im FREE-TV

    Es ist Derbyzeit in Nordrhein-Westfalen und SPORT1 ist im Free-TV live dabei: Der USC Münster empfängt am Samstag die Ladies in Black Aachen zu einem echten Klassiker der deutschen Volleyball-Geschichte. Anpfiff der Partie in der Sporthalle Berg Fidel ist 17 Uhr.

    Es ist der Kampf um Platz fünf der Tabelle. Münster liegt derzeit mit acht Siegen aus 13 Spielen auf eben jenem Rang, dicht gefolgt von den Kontrahentinnen aus Aachen. Die Ladies holten bisher 19 Punkte und damit drei Zähler weniger als die Konkurrenz vom USC.

    Münster kommt mit Selbstvertrauen aus der Partie gegen Schwarz-Weiß Erfurt. Dort drehte das Team von Cheftrainerin Lisa Thomsen einen 0:2-Satzrückstand zu einem Tiebreak-Erfolg. „Wenn du so enge Spiele auch gewinnen kannst, dann wächst du als Team. Und wie soll das denn erst sein, wenn du wieder vor deinen eigenen Fans spielst? Wie freuen uns sehr auf Aachen und auf eine hoffentlich volle Halle“, sagte Thomsen bei Antenne Münster. Erst am Donnerstag hatte der USC die Verpflichtung von Libera Zoe Fleck verkündet. Sie kommt vom amtierenden Champion der US-Collegemeisterschaft und könnte schon gegen Aachen zum Einsatz kommen.


    Der USC Münster empfängt am Samstag die Ladies in Black Aachen zum Duell um Platz 5.
    (Foto: Andreas Steindl)

    Die Ladies in Black wollen nach dem 0:3 gegen den SSC Palmberg Schwerin am vergangenen Wochenende in die Erfolgsspur zurück. Unterstützt wird das Team von Chefcoach Stefan Falter von einer stattlichen Fangemeinschaft, die im Bus nach Münster reist. Druck soll vor allem über den Aufschlag kommen. Aachen hat mit Ashley Evans die viertbeste Aufschlägerin der Liga in den Reihen. Die US-Amerikanerin erzielte auf diesem Wege bereits 15 Punkte. Rein statistisch stellt Aachen auch den besseren Block. Münster hält mit der Topscorerin der Liga dagegen. Iris Scholten erzielte bereits 182 Punkte.

    An diesem Samstag sind alle Mannschaften der Liga im Einsatz. SPORT1 Extra zeigt alle Spiele live. Die Partien im Überblick:

    •   Sa, 28.01.23, 17:00 Uhr, USC Münster vs. Ladies in Black Aachen
    •   Sa, 28.01.23, 19:00 Uhr, VC Neuwied vs. Dresdner SC
    •   Sa, 28.01.23, 19:00 Uhr, SSC Palmberg Schwerin vs. Rote Raben Vilsbiburg
    •   Sa, 28.01.23, 19:00 Uhr, VC Wiesbaden vs. VfB Suhl LOTTO Thüringen
    •   Sa, 28.01.23, 19:00 Uhr, SC Potsdam vs. Schwarz-Weiß Erfurt
    •   Sa, 28.01.23, 20:00 Uhr, NawaRo Straubing vs. Allianz MTV Stuttgart
    27.01.2023 22:22
  • VBL-Momente des Monats: Dezember 2022

    VBL-Momente des Monats: Dezember 2022

    Bevor es im neuen Jahr fast täglich mit Volleyball-Highlights weitergeht, schauen wir in der neuen Rubrik „VBL-Momente des Monats“ zurück auf einen ereignisreichen Dezember.

    Zwei Bundesliga-Stars erhalten Auszeichnung als Volleyballer und Volleyballerin des Jahres

    Leser:innen des Volleyball Magazins haben mit Jennifer Janiska (Dresdner SC) und Tobias Brand (SWD powervolleys Düren) zwei Stars aus der Bundesliga zum "Volleyballer des Jahres 2022" gewählt. Für die 28-Jährige Außenangreiferin und Kapitänin des Dresdner SC, die sich nach ihrem Rücktritt aus der Nationalmannschaft im vergangenen Herbst nunmehr ausschließlich auf ihre Karriere beim Dresdner SC konzentriert, ist die Auszeichnung eine Premiere. „Ich freue mich total, was für eine Ehre. Dass die Fans einen wählen, gibt dem Ganzen nochmal eine größere Bedeutung” erklärte Janiska im Gespräch mit dem VM.


    Auch im Spitzenspiel zwischen SSC Palmberg Schwerin und dem Dresdner SC hat Kapitänin und Volleyballerin des Jahres, Jennifer Janiska eine starke Leistung abgeliefert!

    Die Wahl bei den Männern ist eine kleine Überraschung: Tobias Brand sicherte sich zwei Jahre nach seiner Auszeichnung „Aufsteiger des Jahres 2020” nun seinen ersten Titel als „Volleyballer des Jahres”. Für den 24-Jährigen Außenangreifer der SWD powervolleys Düren, der im Sommer seine Premiere in der Nationalmannschaft feierte, ist die Wahl eine „große Ehre”. Die Auszeichnung schmeichle ihm ein bisschen, „weil ich natürlich nicht annähernd das Standing der großen Jungs wie Georg Grozer, Lukas Kampa und Björn Andrae habe”, die schon viele Jahre auf höchstem Niveau spielen, viel erreicht und Titel gewonnen haben. „Das alles habe ich noch nicht vorzuweisen, aber da möchte ich gerne hin”, sagte der Dürener im Interview mit dem VM.


    Tobias Brand, Außenangreifer bei den SWD powervolleys Düren, wurde von den Leser:innen des Volleyball Magazins zum Volleyballer der Jahres gekührt. (Foto: Fraz-Foto)

    Workshop für potenzielle Bundesliga-Aufsteiger

    Am Randes des DVV-Pokalhalbfinals zwischen den SWD powervolleys Düren und dem VfB Friedrichshafen fand ein Workshop für die potenziellen Aufsteiger in die 1. Bundesliga Männer statt.  Zu Gast waren u.a. Vertreter:innen der Freiburger Turnerschaft von 1844 e.V., der Baden Volleys SSC Karlsruhe, des ASV Dachau und des VC Bitterfeld-Wolfen. VBL-Geschäftsführerin Julia Retzlaff und Verantwortliche der beiden Erstligaclubs ermöglichten den Zweitligisten wertvolle Einblicke in die tägliche Arbeit. Hintergrund ist, dass die VBL mit einer Anpassung der Lizenzanforderungen die Anzahl der Vereine in der 1. Bundesliga Männer zur Saison 2023/24 erhöhen will. Hierbei setzt die VBL auf eine individuelle und nachhaltige Entwicklung der Teams – ganz nach dem Vorbild der Standorte Lüneburg oder Giesen, die in den Jahren ihrer Erstligazugehörigkeit eine überaus erfolgreiche Entwicklung genommen haben. Die genannten Zweitligisten gehören zu den sechs Vereinen, die den ersten formalen Schritt erfolgreich absolviert und einen Antrag auf Vorlizenzierung für die 1. Bundesliga gestellt haben.


    VBL-Geschäftsführerin Julia Retzlaff mit den Workshop-Teilnehmer:innen.

    DVV-Pokalfinalisten stehen fest

    Die BERLIN RECYCLING Volleys und die SWD powervolleys Düren bei den Männern und der SC Potsdam und der SSC Palmberg Schwerin bei den Frauen sind ins DVV-Pokalfinale eingezogen und kämpfen nun am 26. Februar 2023 in der SAP Arena um die begehrte Trophäe. Der Ticketverkauf läuft auf Hochtouren und bereits jetzt sind fast 4.500 Tickets verkauft.

     

    LKH Arena beim Verfolgerduell zwischen Lüneburg und Friedrichshafen erstmals ausverkauft

    Das war ein ganz besonderes Match: Mehr als 3.000 Besucher:innen in der erstmals ausverkauften neuen LKH Arena, die zu den Schmuckstücken in der Bundesliga zählt, sorgten bei der Partie zwischen der SVG Lüneburg und dem VfB Friedrichshafen zum Jahresausklang für einen spektakulären Rahmen. So viele Fans als Unterstützung bei einem Heimspiel konnte in den letzten Jahren nur der amtierende Meister BERLIN RECYCLING Volleys vorweisen.


    Die erstmals ausverkaufte LKH Arena. (Foto: Justus Stegemann)

    Ausverkaufte Hallen zum Jahresende in der Volleyball Bundesliga der Frauen

    Gegenläufig zum Trend teilweise sinkender Zuschauerzahlen bei Hallensportarten, war der letzte Spieltag des Jahres in der Frauen Volleyball Bundesliga ein echter Erfolg: Mit einem 3:0 gegen den VfB Suhl LOTTO Thüringen verabschiedeten sich die Ladies in Black von 1.398 Zuschauern im lauten, stimmungsvollen und restlos ausverkauften Hexenkessel in den Jahreswechsel. Auch der Dresdner SC spielte bei seinem letzten Heimspiel im Jahr in einer ausverkaufter Margon Arena. Mit der Unterstützung von 3.000 Zuschauer:innen bezwangen die Spielerinnen von Trainer Alexander Waibl den Verfolger USC Münster mit 3:1 (25:15, 25:27, 25:17, 25:18). Eine eindrucksvolle Kulisse mit mehr als 2.000 Fans in der ausverkauften MBS Arena präsentierte auch der SC Potsdam beim Spitzenduell gegen Verfolger SSC Palmberg Schwerin, das mit einem 3:1 Sieg für die Gäste ausging. Auf eine Wiederholung dieses Matches auf höchstem Niveau können sich alle Volleyball-Fans beim DVV-Pokalfinale freuen.

    Bundesligadebüt mit nur 16 Jahren

    Mit gerade einmal 16 Jahren feierte Paulina Ströh ihre Bundesliga-Premiere für den SSC Palmberg Schwerin und das überaus erfolgreich: Die Zuspielerin, die normalerweise in der zweiten Mannschaft von Schwerin spielt, sprang gegen den USC Münster ein und führte das Team zu einem 3:0-Erfolg gegen den USC Münster. Die Kapitänin der deutschen U-17-Auswahl agierte äußerst mutig und abgeklärt und sicherte sich somit völlig verdient die goldene MVP-Medaille.


    Paulina Ströh gewinnt in ihrem ersten Bundesligaspiel mit dem SSC Palmberg Schwerin gegen den USC Münster.

    VBL-Geschäftsführung unterwegs

    Am 3. Dezember fand die jährliche DOSB-Mitgliederversammlung statt, bei der das DOSB-Präsidium für die nächsten vier Jahre gewählt und wegweisende Beschlüsse getroffen wurden. Daniel Sattler reiste als Vertreter der VBL nach Baden-Baden. Einmal im Süden Deutschlands nutzte er die Gelegenheit, um sich anschließend ein Spiel des potentiellen Aufsteigers in die 1. Bundesliga Männer, FT 1844 Freiburg, anzuschauen und sich mit den Verantwortlichen über die nächsten erforderlichen Schritte auszutauschen. Darüber hinaus besuchte der Geschäftsführer u.a. Bundesligaspiele in Erfurt, Potsdam und Aachen.


    Daniel Sattler, Geschäftsführer der VBL, und Sebastian Albert, Geschäftsführer der Ladies in Black, (v.l.n.r.) vor einem Heimspiel in Aachen. (Foto: Andreas Steindl) 

    Bei seinem Besuch bei den Ladies in Black erlebte er eine stimmungsvolle Kulisse in einer nach Corona erstmals ausverkauften Halle. Die positive Entwicklung des Standortes, von der sich Sattler vor Ort selbst ein Bild machen konnte, unterstreicht die Notwendigkeit einer neuen Halle, da die aktuelle Spielstätte nicht ausreichend Potenzial für weiteres Wachstum bietet. Ein Team, das bereits jetzt in einer neuen Halle spielt, sind die WWK Volleys Herrsching. Von den Fortschritten, die mit dem vollständigen Umzug in den Audi Dome einhergehen, konnte sich Julia Retzlaff bei dem Besuch der Partie Herrsching gegen VCO Berlin ein Bild verschaffen.


    Julia Retzlaff im Interview mit Alexander Tropschug alias der König vom Ammersee, Hallensprecher und Einheizer der WWK Volleys Herrsching.

    10.01.2023 12:21
  • Berlin und Düren stehen im DVV-Pokalfinale

    Berlin und Düren stehen im DVV-Pokalfinale

    Die BERLIN RECYCLING Volleys und die SWD powervolleys Düren ziehen nach deutlichen Siegen im Halbfinale ins DVV-Pokalfinale ein und kämpfen nun am 26. Februar 2023 um die begehrte Trophäe. Damit kommt es in der SAP Arena Mannheim zur Neuauflage des Pokalfinals von 2020.

    Die SWD powervolleys Düren schlagen Rekordpokalsieger

    In ihrer Halbfinalpartie besiegten die SWD powervolleys Düren den Titelverteidiger VfB Friedrichshafen überraschend deutlich in drei Sätzen (25:19, 25:22, 25:22). Dabei standen die Vorzeichen für die Dürener aufgrund von Personalsorgen vor dem Spiel alles andere als günstig. Doch davon ließ sich das Team von Trainer Rafał Murczkiewicz nichts anmerken. Düren überzeugte insbesondere mit einer starken Leistung in Aufschlag und Annahme. Dementsprechend fiel auch die Einschätzung von Murczkiewicz aus: „Wir sind wegen unserer Personalprobleme in einer schwierigen Phase. Aber heute habe ich von Anfang an gespürt, dass wir voll da sind. Unsere Annahme war heute unzerstörbar. Da konnte Friedrichshafen aufschlagen, wie es wollte.“


    Bei den SWD powervolleys Düren lebt der Traum vom Pokalsieg weiter.
    (Foto: Florian Zons)

     

    Die BERLIN RECYCLING Volleys ziehen zum elften Mal ins DVV-Pokalfinale ein

    Im anderen Halbfinale setzten sich die BERLIN RECYCLING Volleys in der ausverkauften Volksbank-Arena Hildesheim nach einem verlorenen Auftaktsatz letztlich mit 3:1 (21:25, 25:20, 25:21, 25:15) gegen die Helios GRIZZLYS Giesen durch. Damit stehen die Berliner zum elften Mal im DVV-Pokalfinale. Vor 2.725 Zuschauer:innen erwischten die Gastgeber dank starker Blocks zunächst den besseren Start. Doch in den Folgesätzen stabilisierte sich die Annahme der Berliner und auch in den anderen Elementen legte das Team um Topscorer Marek Sotola, der insgesamt 30 Punkte erzielte, zu. Dementsprechend erleichtert über den Spielausgang zeigte sich BR Volleys-Angreifer Ruben Schott: „Wir sind einfach glücklich, dass wir es in diesem Jahr wieder gepackt haben. Wir waren im Pokal schon so oft verflucht und deshalb ist dieser Finaleinzug etwas Besonders. Der knappe Sieg zuhause gegen Lüneburg im Viertelfinale hat uns auch für dieses Spiel das Selbstvertrauen gegeben. Wir haben auch nach dem Satzrückstand nicht an uns gezweifelt, weil uns vorher bewusst war, dass es hier nicht einfach werden würde. Darauf waren wir eingestellt. Umso mehr freuen wir uns über das Ticket für Mannheim!“ Auch der Coach der Hauptstädter, Cedric Enard, freut sich darüber, dass der Traum vom sechsten Pokalsieg weiterlebt: „Das war ein wirklich schwieriges und zugleich würdiges Pokalhalbfinale vor dieser Kulisse. Ich kann sagen: Wir haben es geliebt, hier heute spielen zu dürfen. Giesen hat nach dem Bounce House Cup das nächste Top-Event auf die Beine gestellt. Sie waren davon euphorisiert und haben klasse begonnen. Aber meine Mannschaft konnte sich wehren und hat sich so das Endspiel auf der ganz großen Bühne absolut verdient.“


    Die BERLIN RECYCLING Volleys jubeln über den Einzug ins DVV-Pokalfinale 2023.
    (Foto: Justus Stegemann)

    Mit den Ansetzungen SSC Palmberg Schwerin gegen den SC Potsdam bei den Frauen und der Neuauflage des Finals von 2020 bei den Männern ist alles angerichtet für ein denkwürdiges DVV-Pokalfinale vor 10.000 Fans. Bereits jetzt sind über 2.000 Tickets für das Volleyball-Spektakel der Extraklasse verkauft.  

    Auch der Spielplan steht bereits fest: Die Männer eröffnen den Finaltag in Mannheim. Ab 14:00 Uhr stehen sich die SWD powervolleys Düren und die BERLIN RECYCLING Volleys gegenüber. Ab 16:45 Uhr kommt es bei den Frauen zum Aufeinandertreffen zwischen dem SSC Palmberg Schwerin und dem SC Potsdam. 

    Tickets für das DVV-Pokalfinale am 26. Februar 2023 sind bei den offiziellen Ticketpartnern Ticketmaster und SAP Arena ab 15,00 Euro erhältlich.

    Weitere Informationen rund um das DVV-Pokalfinale finden Sie unter nachfolgendem Link: www.dvv-pokal.de.

     

    22.12.2022 00:36
  • WWK Volleys Herrsching: Volleyball-Euphorie dank besonderer Vereins-DNA

    WWK Volleys Herrsching: Volleyball-Euphorie dank besonderer Vereins-DNA

    „Ein großer Schritt ist leicht aufzuhalten, viele kleine Schritte sind ein Lauf“, sagt Max Hauser, Geschäftsführer, Co-Trainer und seit jeher Hans-Dampf in allen Gassen bei den WWK Volleys Herrsching, dem Geilsten Club der Welt, dem wohl wildesten Verein der Volleyball Bundesliga. Die jungen Wilden, die 2014 den Aufstieg in die höchste Spielklasse Deutschlands wagten, sind stetig gewachsen, wenn auch noch nicht erwachsen.

    „Wir sind vielleicht am Ende des Studiums, aber noch nicht mit beiden Beinen im Leben. Es gibt noch sehr viel Potenzial in der Entwicklung“, resümiert Thomas „Bob“ Ranner, der seit Saisonbeginn den Cheftrainerposten von Hauser übernahm. Libero Ferdinand Tille ergänzt: „Wir werden jedes Jahr älter und machen unsere Erfahrungen. Wir sind so ein verrückter Anfang-Zwanzigjähriger.“

    Die Bundesliga-Historie begann in der Saison 2014/15. Fünf Aufstiege in Folge waren das damals. Thomas Ranner war zu jener Zeit noch als Spieler mit an Bord. „Alle, die dabei waren, haben gefühlt, dass es von innen kommt. Das ging auch nur so. Jung und wild. An Professionalisierung hat da noch keiner gedacht.“ Keiner? Einer vielleicht schon. Auf Hausers Bestreben hatte man sich bereits zum „GCDW – geilsten Club der Welt“ erklärt, quasi als Livestyle-Konzept. Und diese DNA lebt bis heute. „Wer jetzt noch nicht verstanden hat, dass das keine Kleine-Jungen-Idee, sondern ein tragfähiges Marketingkonzept ist, dem kann ich nicht helfen“, sagt Hauser, der das Zepter des Chefcoaches nach unzähligen Jahren der Beständigkeit aus der Hand gab.


    Thomas „Bob“ Ranner hat zu Saisonbeginn den Cheftrainerposten bei den WWK Volleys Herrsching von Max Hauser, Geschäftsführer und Co-Trainer übernommen. (Foto: WWK Volleys Herrsching)

    Aber Herrsching, Hauser und Neu-Trainer-Ranner – das passt, weiß nicht nur Nationalspieler Tille: „Ich glaub, wenn es der Bob nicht gemacht hätte, dann hätt‘ der Max auch nicht aufgehört“, sagt er. Max Hauser bestätigt das: „Es liegt eindeutig an der Person Bob. Wir können uns gegenseitig gut ergebnisorientiert kritisieren. Das ist gut für mich als Person und für den Verein“, sagt der 38-Jährige. Ranner selbst war schon ein wenig überrascht, als er den Job angeboten bekam: „Weil ich weiß, wie wichtig Max das ist.“

    Tille, den sie alle nur Ferdl rufen, kam 2015 nach Herrsching. Der Wunsch, in die Heimat Bayern zurückzukehren, brachte ihn in die Nikolaushalle, die ehemalige Spielstätte der WWK Volleys, die damals noch als TSV Herrsching firmierten. „In dem Verein, wo ich vorher war, hattest du feste Trainingshallen, feste Strukturen. Das war anders als in Herrsching, das konnte man nicht mit einem europäischen Spitzenverein vergleichen.“ Ein Vorteil damals – das Team hinter dem Team. „Da waren Leute im Hintergrund, die Bock hatten, die ein offenes Ohr hatten.“

    Und so mauserte sich der TSV Herrsching in kleinen Schritten, langsam, aber beständig. Die kleinen Verrücktheiten blieben. Die Trikots in Lederhosen-Optik, der ausgefallene Jubel, die konsequent bayrisch geprägte Identität. „Wir sind im Ausland einer der bekanntesten deutschen Vereine, weil wir viele Dinge anders machen, weil wir laut und auffällig sind“, meint Hauser. Der lokale Bezug ist enorm wichtig, diesen Weg geht auch Coach Ranner mit: „Wir versuchen weiterhin, mit vielen kleinen lokalen Partnern aus der Umgebung zu arbeiten und diese lokale Identität immer wieder zu leben und auch den ausländischen Spielern zu zeigen – hier war ich, ich war in Bayern.“


    Nicht nur für den ausgefallenen Jubel und die Spielkleidung in Lederhosen-Optik sind die WWK Volleys Herrsching bekannt.
    (Foto: WWK Volleys Herrsching)

    Nachdem der dringend benötigte Hallenneubau in Herrsching scheiterte, folgte der schrittweise Umzug in den Audi Dome in München. „Inzwischen bedauere ich es nicht mehr, dass wir keine Halle in Herrsching bekommen haben. Der Audi Dome liegt im Herrschinger Teil von München, knapp 30 Minuten von uns“, sagt Hauser. Das Ziel ist es, die Halle in den kommenden Jahren auf einen soliden 3.000er-Schnitt zu füllen. Mit einer gezielten Social-Media-Strategie und der Ansprache der Vereine auf allen Zufahrtsstraßen nach München soll eine Volleyball-Euphorie entfacht werden. „München hat ein begeistertes, wenn auch anspruchsvolles Publikum. Wenn wir es hier nicht schaffen, dann nirgends“, so Hauser.

    Ferdinand Tille denkt gern an die Zeiten mit picke-packe-voller Nikolaushalle zurück, sieht aber keine Alternative zum Ortswechsel. Und die Herrsching-DNA? „Die nehmen wir mit“, sagt der zweifache Vater. „Wir haben sicherlich auch Fans verloren auf dem Weg nach München, aber hoffentlich auch viele dazugewonnen. Der Schritt war der einzig richtige und irgendwie ja auch alternativlos.“ Er sieht vor allem die Vorteile: Größere Halle, bessere Ansprechbarkeit für Sponsoren, mehr Geld, bessere Spieler und so weiter. Auch wenn es vor allem das Umfeld sei, was einen Spieler an den Ammersee locke – in einer Arena mit der Strahlkraft des Audi Domes spielt wohl jeder gern.

    „Wir werden fantastische Spiele in München haben und ein Aushängeschild für die VBL werden. Ein Verein, wo es brennt auf dem Feld“, sagt Ranner, der sich nicht nur in der sportlichen Verantwortung sieht. „Nur so kann es funktionieren, wenn man sich mitverantwortlich fühlt, wenn man für die Mannschaft versucht, Strukturen weiterzuentwickeln.“ Unter Ranner wurde die Ernährung des Teams umgestellt, das Essen wird jetzt von einem lokalen Partner frisch gekocht. Tille erinnert sich an alte Zeiten: „Es gab schon Situationen, wo man gesagt hat: ‚Hui, da muss sich noch einiges bewegen.‘ Aber das hat es ja getan und das tut es noch. Weil da Herzblut dahintersteckt.“

    Neue Struktur, neue Heimspielstätte, mehr Personal zeichnen nicht nur die WWK Volleys aus. Herrsching steht sinnbildlich für die Richtung, in die die Volleyball Bundesliga der Männer geht. „Zum Beispiel in Giesen, Lüneburg, und, klar, bei den BR Volleys hat sich ja auch wahnsinnig viel bewegt“, sagt Hauser, der daraus für seinen Verein ein ehrgeiziges Ziel ableitet.

    Mittelfristig will man den Anschluss an den VfB Friedrichshafen und die BR Volleys schaffen, national und auch international. In diesem Jahr war auf europäischer Ebene früh Schluss, aber auch dem kann man in Herrsching etwas Positives abgewinnen: „Wir haben auf jeden Fall was gelernt. Die internationalen Regeln schreiben noch viel mehr vor, als die hiesigen. Ein Riesenaufwand. Für uns war das schon eine gute Übung“, sagt Hauser. Das Ausscheiden im Golden Set gegen Volley Amriswil (Schweiz) war dennoch schmerzlich. „Trotzdem vielleicht besser so. Unser Kader hat nicht die Breite für viele englische Wochen.“

    Wenn man Max Hauser, Thomas Ranner und Ferdinand Tille über den Verein reden hört, dann spürt man, dass diese drei Männer eine sportliche Erfolgsgeschichte, aber auch eine tiefe Verbundenheit zur Vereins-DNA eint. Hauser, der Macher im Vorder- und Hintergrund, Ranner, der Wirbelsturm an der Seitenlinie und Tille, der in Herrsching zum Spieler reifte, der ein Team mitreißen kann. Drei Gesichter, ein Verein, ein Resümee, als sie die letzten 8 Jahre Revue passieren lassen: „Mia san geil.“

    19.12.2022 20:20

Spielplan & Tabelle

Spiele

Samstag, 4. Februar 2023

17:00
Schwerin SSC Palmberg Schwerin
-:-
Stuttgart Allianz MTV Stuttgart
-:-
19:00
Vilsbiburg Rote Raben Vilsbiburg
-:-
Münster USC Münster
-:-
19:00
Suhl VfB Suhl LOTTO Thüringen
-:-
Straubing NawaRo Straubing
-:-
19:00
Erfurt Schwarz-Weiß Erfurt
-:-
Neuwied VC Neuwied 77
-:-
19:00
Aachen Ladies in Black Aachen
-:-
Potsdam SC Potsdam
-:-

MVP & Topscorer

1. Bundesliga

Most Valuable Player

1. Bundesliga

Topscorer

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