• VCO Berlin Frauen: Erster Sieg in der 1. Bundesliga Frauen für den VCO Berlin
    VCO Berlin vs. VolleyStars Thüringen, 21.12.14, 1. BLF
    Am vierten Advent ging es im Sportforum weder besinnlich noch zartbesaitet vonstatten. Die VolleyStars Thüringen rückten unterstützt von ihrem Fanclub mit Pauken und Trompeten an und der VCO Berlin feierte seinen ersten Saisonsieg mit 3:2 (26:24, 20:25, 17:25, 26:24, 15:6).
    Erster Sieg der VCO-Mädels (Foto: VCO Berlin)

    Am vierten Advent ging es im Sportforum weder besinnlich noch zartbesaitet vonstatten. Die VolleyStars Thüringen rückten unterstützt von ihrem Fanclub mit Pauken und Trompeten an und der VCO Berlin feierte seinen ersten Saisonsieg mit 3:2 (26:24, 20:25, 17:25, 26:24, 15:6).

    Die VCO-Mädels konnten trotz gegnerischem Trommelwirbel im Spiel gegen die VolleyStars einigen Druck auf die Gastmannschaft aufbauen. Knapp, aber beständig, lagen sie bereits im ersten Satz durchgängig in Führung. Insbesondere die Aufschläge und Angriffe machten es dem Gegner schwer, ins Spiel zu kommen. Die erste Auszeit folgte beim 14:11 für den VCO durch Gästetrainer Sebastian Leipold. Obwohl der Block vom VCO Berlin gut stand (drei "Kill-Blocks"), ließen sich die Gäste nicht abschütteln. Annalena Grätz wurde für Außenangreiferin Lene Scheuschner eingewechselt und Bundestrainer Jens Tietböhl nahm seine erste Auszeit und beim 21:21 die zweite. Die Maßnahmen zeigten Wirkung und der VCO erarbeitete sich zwei Satzbälle beim 24:22. Die Thüringer Damen konterten stark und egalisierten auf 24:24. Die VCO-Juniorinnen hielten dagegen und holten sich den Durchgang mit 26:24.                                          

    Den zweiten Satz begannen die VCO-Mädles schwungvoll und erspielten sich eine 5:1-Führung. Die erste technische Auszeit beim Spielstand von 8:5 ermöglichte den VolleyStars Thüringen zu Kräften zu kommen. Sie erkämpften sich den 9:9-Ausgleich und auch die Führung zum 15:12. Bundestrainer Jens Tietböhl entschied sich im Doppel-Spielerwechsel Diagonalangreiferin Nele Iwohn und Zuspielerin Victoria Bura aufs Spielfeld zu bringen. Die Thüringer blieben dennoch in Führung und beim Spielstand von 18:21 nahm die Heimmannschaft ihre Auszeit. Ein Rückwechsel der Spielerinnen konnte in der Endphase an der gegnerischen Dominanz nichts mehr rütteln. Beim Spielstand von 25:20 holten sich die VolleyStars Thüringen den Satz.

    Ein wackeliger Start vom VCO Berlin ließ die Gastmannschaft in Durchgang drei mit 7:3 in Führung gehen. Die Juniorinnen fanden in ihrer Heimhalle zurück ins Spiel und glichen nach gekonnten Abwehraktionen von Libera Claire Bertram zum 11:11 aus. Den Druck aus dem ersten Satz konnten sie damit aber nicht wieder herstellen. Die zweite technische Auszeit erfolgte beim Spielstand von 13:16 und das Satzende folgte bereits beim 17:25.

    Im vierten Satz war spürbar: Der VCO wollte sich nicht so einfach geschlagen geben. Der Punktestand von 4:0 ließ Hoffnungen aufkeimen und mit drei Punkten in Führung ging es in die erste technische Auszeit. Der Druck wurde durch gekonnte Hinterfeldangriffe und einem jetzt sehr stabilen Spiel der Juniorinnen hoch gehalten. Bis zum Spielstand von 14:8 war es der VCO Berlin, der den Ton angab. Die gegnerische Mannschaft wollte aber keineswegs den Gegner ziehen lassen und konterte. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch und Thüringen holte sich den ersten Matchball beim 24:23 aus Sicht der Gäste. Die Nerven versagten und der Aufschlag segelte ins Netz. Der VCO Berlin machte es besser. Kapitänin Luisa Sydlik schlug erneut stark auf und zwei hart umkämpfte Ballwechsel später bejubelten die VCO-Spielerinnen ihren ersten Punktgewinn, den es für das Erreichen des Tiebreaks gibt.

    Die Nachwuchstalente spielten jetzt enorm dominant, der Widerstand der Gäste war gebrochen. Die später als wertvollste Spielerin ausgezeichnete Außenangreiferin Annegret Hölzig punktete nach Belieben. Der VCO Berlin gewann den Satz mit 15:6, somit das Spiel und zwei wichtige Punkte. Bundesstützpunktleiter Jörg Papenheim zeigte sich begeistert: "Es freut mich wahnsinnig für die Mädels, dass sie jetzt ebenso wie unsere Jungs ihr erstes Spiel gewonnen haben. Der Sieg kommt zur rechten Zeit, denn nach Weihnachten geht es für unsere Nationalspielerinnen zur wichtigen Weltmeisterschaftsqualifikation. Ich hoffe, dass sie den Schwung mitnehmen können und die Qualifikation schaffen."

    Der Kader des VCO: Josephine Dörr(2), Luisa Sydlik (3), Pauline Kunkler (6), Marie Schölzel (7), Annalena Grätz (8), Lene Scheuschner (9),  Annegret Hölzig (10),  Nele Iwohn(12), Kimberly Drewniok (13), Claire Bertram (14), Victoria Bura (17)

    MVP's der Partie: Annegret Hölzig (VCO Berlin) und Claudia Steger (Volley Stars Thüringen)

    Die nächsten Heimspiele der Damen vom VCO BERLIN:                                                  

    Samstag, den 24.01.2015 um 14:00 Uhr gegen Allianz MTV Stuttgart, Sportforum Berlin

    Sonntag, den 25.01.2015 um 15:00 Uhr gegen VC Wiesbaden, Sportforum Berlin

    22.12.2014 13:25
  • Münster bezwingt Potsdam mit 3:0
    USC Münster vs. SC Potsdam, 21.12.14, 1. BLF
    Und plötzlich tauchte er wie aus dem Nichts auf und tanzte – mit den Worten: "Das ist der USC, das ist der USC!" Jörg Adler, Präsident der Unabhängigen, ist bekannt für seine Gefühlsausbrüche. Am Sonntag überkam es ihn exakt um 16.14 Uhr.
    Julia Schaefer und Leonie Schwertmann (Foto: Jürgen Peperhowe)

    Und plötzlich tauchte er wie aus dem Nichts auf und tanzte - mit den Worten: "Das ist der USC, das ist der USC!" Jörg Adler, Präsident der Unabhängigen, ist bekannt für seine Gefühlsausbrüche. Am Sonntag überkam es ihn exakt um 16.14 Uhr. Mit 3:0 (27:25, 25:18, 25:19) hatten die Bundesliga-Mädels den SC Potsdam soeben aus der Halle am Berg Fidel manövriert - nach einer Gala-Vorstellung, in der Tugenden wie Moral, eiserner Willen, Kampfgeist und Disziplin mit Leben gefüllt wurden. Ja, der USC hatte einen Sahnetag erwischt und seinem Oberhaupt ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert. Und ganz nebenbei kräftig Werbung in eigener Sache betrieben: Am Samstag kommt es im Halbfinale des DVV-Pokals zum Duell mit Allianz MTV Stuttgart (20.00 Uhr). Münster ist gerüstet. Insbesondere für den Ansturm der Zuschauer. Die 1.427 vom Sonntag dürften nach dem begeisternden Auftritt in jedem Fall wieder dabei sein wollen.

    Trainer Axel Büring wirkte gelöst, hielt nach der Pressekonferenz hier und da ein kleines Pläuschchen und nahm die Glückwünsche für den überzeugenden Sieg entgegen. Einer mit Signalwirkung? "Zumindest einer, der uns positiv nach vorn blicken lässt", diktierte er der schreibenden Zunft in die Blöcke. Dieses 3:0 hat Libera Linda Dörendahl und Co. bis auf Platz sieben gespült. Alles gut nach der Zwischenbilanz von zehn Spielen.

    Knackpunkt des zweiten Aufeinandertreffens mit Potsdam innerhalb von drei Wochen (im Pokalviertelfinale hatte der USC am 3. Dezember mit 3:1 gewonnen) war die finale Phase des ersten Abschnitts, der 30 Minuten dauerte. Nur zwei Punkte trennten die Gäste vom Gewinn des ersten Satzes (23:18). Trainer Alberto Salomoni hatte bis dato alles richtig gemacht. Um dann doch noch ganz (spiel-)entscheidend Einfluss zu nehmen. Er wechselte mal eben munter durch - und spielte den USC-Mädels mächtig in die Karten. Plötzlich war die Souveränität, mit der Potsdam der ersten Abschnitt dominiert hatte, futsch. Die Antwort des USC war die einzig richtige. "Diese Moral, sensationell", entfuhr es Jörg Adler. Pünktchen für Pünktchen tastete sich Münster heran und hatte nach einem Schmetterball von Ashley Benson auf einmal den ersten Satzball, den Irina Kemmsies - ohne groß Anlauf zu nehmen - nutzte. Der Brustlöser, die Wende.

    Durchgang zwei wurde nach kleinen Anlaufschwierigkeiten zu einer klaren Sache für die USC-Mädels. Und die kleine Ines Bathen, mit ihren 1,71 Metern nicht gerade mit einem Gardemaß für Volleyballerinnen ausgestattet, kam groß raus. Ihre drei Punkte in Folge ließen nicht nur sie vor Freude hüpfen (24:18). Sarah Petrausch machte den Deckel drauf auf diesen zweiten Satz - 2:0. "Wir haben Mitte des Durchgangs unser Herz in die Hand genommen. Unser Schlüssel zum Erfolg", so die Analyse von Linda Dörendahl.

    Stabile Annahme, variables Angriffsspiel, klasse Aufschläge - im finalen Abschnitt legte der USC nochmals nach. Und Potsdam ergab sich in sein Schicksal. Die einfachsten Bälle wurden verschlagen, Münster hatte phasenweise leichtes Spiel und freut sich jetzt auf ein paar ruhige Tage. "Ich werde zur Familie ins Sauerland fahren", sagt Ines Bathen. Und fügt hinzu: "Dort werde ich Kraft tanken für das Pokalspiel gegen Stuttgart. Wir alle wollen ins Finale. Das wäre ein Traum." Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Halle in Westfalen - der USC Münster ist im Anflug auf das Gerry Weber Stadion.

    Quelle: Westfälische Nachrichten / André Fischer

    22.12.2014 11:40
  • Münster ist für Potsdam keine Reise wert
    USC Münster vs. SC Potsdam, 21.12.14, 1. BLF
    So hatte es sich der SC Potsdam ganz sicher nicht vorgestellt. Waren sie doch nach Münster gereist, um nach der 1:3-Pokalpleite im Viertelfinale, dieses Mal im Ligaspiel die drei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Doch mit 0:3 fiel die Niederlage am Sonntagnachmittag gegen den USC Münster noch höher aus.
    Libera Lisa Rühl konnte mit ihrem SC Potsdam aus Münster wieder nichts Zählbares mitnehmen (Foto: SCP)

    So hatte es sich der SC Potsdam ganz sicher nicht vorgestellt. Waren sie doch nach Münster gereist, um nach der 1:3-Pokalpleite im Viertelfinale, dieses Mal im Ligaspiel die drei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Doch mit 0:3 fiel die Niederlage am Sonntagnachmittag gegen den USC Münster noch höher aus.

    Als Favorit sind die Potsdamerinnen gegen den jetzigen Tabellensiebten ins Spiel gegangen. Und Lisa Rühl, Giulia Carraro, Bernarda Cutuk, Kathy Radzuweit, Nikola Radosova, Jessica Rivero und Michala Kvapilova begannen auch gut. Im ersten Satz lagen sie beim 8:4, 16:14 und 21:17 zu den technischen Auszeiten stets vorn. Beim 23:18 fehlten nur noch zwei Punkte zum Satzgewinn. Doch mit Moral, Willenskraft und den 1.471 Zuschauern in der Sporthalle Berg Fidel im Rücken holten die Gastgeberinnen Punkt für Punkt auf. Am Ende war es das Team von Trainer Axel Büring, das nach 30 Minuten beim 27:25 jubeln konnte.

    Unbeeindruckt des Satzverlustes spielten die Potsdamerinnen auch zu Beginn des zweiten Satzes munter auf. Sie führten mit 8:5. Zur zweiten technischen Auszeit lagen sie dann allerdings schon knapp mit 14:16 zurück. Trainer Alberto Salomoni reagierte und schickte Lisa Gründing für Kathy Radzuweit und Seomara Sainz für Jessica Rivero aufs Feld. Doch auch die Wechsel brachten die Münsteranerinnen nicht von ihrem Weg ab. Sie spielten des Satz konzentriert zu Ende und holten sich mit 25:18 auch den zweiten Satzpunkt des Sonntagnachmittags.

    Im dritten Durchgang sollten nun auf Potsdamer Seite Doreen Engel, Bernarda Cutuk, Lisa Gründing, Seomara Sainz, Jessica Rivero und Ivonee Montaño ihr Glück versuchen. Mit 3:8 zog Münster allerdings davon. Bis zum 14:14 kämpften sich die Potsdamerinnen zurück, ehe sie nicht mehr mithalten konnten und auch der dritte Satz mit 25:19 an die jubelnden Münsteranerinnen ging.

    Als wertvollste Spielerin wurde auf Potsdams Seite erneut Mittelblockerin Bernarda Cutuk gewählt, bei Münster erhielt Libera Linda Dörendahl diese Auszeichnung.

    Am Montag bat Salomoni das Team noch einmal zur Trainingseinheit, dann geht es für die Mädels und das Trainerteam in die kurze Weihnachtspause. Denn am 26. Dezember finden sich alle schon wieder in der MBS-Arena ein, um sich auf das letzte Saisonspiel des Jahres am 30. Dezember gegen den VC Wiesbaden vorzubereiten.

    22.12.2014 10:24
  • TV Ingersoll Bühl: Krimi vor Weihnachten
    TV Ingersoll Bühl vs. SWD powervolleys DÜREN, 20.12.14, 1. BLM
    Am Samstag, 20.12.14 fand das letzte reguläre Bundesligaspiel des TV Ingersoll Bühl vor Weihnachten statt. Gegen den Tabellennachbarn SWD powervolleys Düren wollten die Bühler den dritten Platz der Tabelle verteidigen. Doch gegen eins starkes Team aus Düren musste sich der TV Ingersoll Bühl mit einem 1:3 (19:25, 25:22, 30:32, 19:25) geschlagen geben.
    Zusammenhalt, in guten wie in schlechten Zeiten! (Foto: Andreas Arndt / TV Bühl)

    Angel Trinidad de Haro, Richard Mauler, Magloire "Maya" Mayaula, Robert Schramm, Mark Plotyczer, Lubos Kostolani und Libero David Molnar bildeten die Startformation in einem von Beginn an emotionsgeladenen Spiel. Vor ca. 1.500 Zuschauern und lautstarken Fans aus Düren begann das Match auf Augenhöhe. Keine der beiden Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen. Bis zum Stand von 11:11 war das Spiel ausgeglichen, danach gelang es den powervolleys den Vorsprung auszubauen. Zu viele Fehler auf der Seite der Bühler sowie eine schwache Annahme führten zum ersten Satzerfolg von 19:25 für das Team von Michael Mücke.

    Im zweiten Satz konnte der TV Ingersoll Bühl den Druck erhöhen und die Mannschaft führte zeitweise mit 5 Punkten, doch Düren ließ nicht locker. Trotz des Wechsels von Paul Buchegger für Angel Trinidad de Haro gelang dem Team aus Düren eine Aufholjagd bis zum Spielstand von 20:19. Doch die Mannschaft des TV Ingersoll Bühl kämpfte verbissen bis zum Satzerfolg von 25:22 und somit zum Satzausgleich. 

    Der dritte Satz entwickelte sich dann zu einem wahren Punktekrimi. Zu Beginn des Satzes gelang keiner Mannschaft ein eindeutiger Vorsprung. Erst ab Satzmitte konnten die Bühler etwas davon zeihen, doch Düren blieb dran und glich zum 19:19 aus. Vor den jubelnden Fans wechselten sich beide Teams mit der Führung und mit den Satzbällen ab. Am Ende fehlte dem TV Ingersoll Bühl ein Quäntchen Glück und die Mannschaft musste mit einem 30:32 auch den dritten Satz an Düren abgeben.

    Im spielentscheidenden vierten Satz lag der TV Ingersoll Bühl schnell zurück. Düren blieb weiter auf Erfolgspur und konnte die Führung auf 10:15 ausbauen. Die Abwehr der SWD powervolleys zeigte sich bombensicher und Bühl leistete sich zu viele Fehler. Zwar gelang den Bühlern nochmals eine kleine Aufholjagd, aber am Ende schien der  Mannschaft von Ruben Wolochin die Ideen auszugehen. Trotz einiger guter Aktionen kamen sie nicht über ein 19:25 hinaus.

    Das Team aus Düren revanchierte sich mit dem Sieg in Bühl für das Hinspiel. Dies konnte der TV Ingersoll Bühl noch mit einem klaren 3:0 gewinnen.

    In Bühl heißt es nun volle Konzentration auf das nächste Spiel. Am 28.12. wird der TV Ingersoll Bühl im Halbfinale des DVV Pokals auf den VfB Friedrichshafen treffen. Tickets für die Partie gibt es an den Vorverkaufsstellen.

    21.12.2014 12:27
  • Allianz MTV gewinnt "unnötigen" 3:2-Krimi in Wiesbaden
    VC Wiesbaden vs. Allianz MTV Stuttgart, 20.12.14, 1. BLF
    Wenn man sich in dieser Saison als Wegbegleiter der Stuttgarter Volleyball-Bundesligadamen nicht verwundert die Augen reibt, dann wird das wohl auch in Zukunft nie mehr der Fall sein. Allein was dieses Team im bisherigen Saisonverlauf schon geleistet hat, ist aller Ehren wert. Doch dass es nun auch noch anfängt, ernsthaft um die Tabellenspitze mitzuspielen, ist bemerkenswert. Schon die Tatsache, dass am zehnten Bundesliga-Spieltag das Match Wiesbaden gegen Stuttgart das Spitzenduell sein würde, hatte vor der Saison sicherlich niemand so auf dem Zettel. Dass Stuttgart dann auch noch als Sieger vom Platz gehen würde und dabei sogar einen Satz und einen Punkt "verschenkt" hat – das sorgte in der neuen Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit nicht nur bei VCW-Maskottchen Vincent für Kopfschütteln. Bis Mittwoch hatte Wiesbaden zuhause noch nie verloren. Und dann innerhalb von drei Tagen gleich zweimal, gegen Dresden und gegen Stuttgart.
    Haben weiterhin einen "Lauf": die Mädels von Allianz MTV Stuttgart (Foto: Tom Bloch)

    Wenn man sich in dieser Saison als Wegbegleiter der Stuttgarter Volleyball-Bundesligadamen nicht verwundert die Augen reibt, dann wird das wohl auch in Zukunft nie mehr der Fall sein. Allein was dieses Team im bisherigen Saisonverlauf schon geleistet hat, ist aller Ehren wert. Doch dass es nun auch noch anfängt, ernsthaft um die Tabellenspitze mitzuspielen, ist bemerkenswert. Schon die Tatsache, dass am zehnten Bundesliga-Spieltag das Match Wiesbaden gegen Stuttgart das Spitzenduell sein würde, hatte vor der Saison sicherlich niemand so auf dem Zettel. Dass Stuttgart dann auch noch als Sieger vom Platz gehen würde und dabei sogar einen Satz und einen Punkt "verschenkt" hat - das sorgte in der neuen Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit nicht nur bei VCW-Maskottchen Vincent für Kopfschütteln. Bis Mittwoch hatte Wiesbaden Zuhause noch nie verloren. Und dann innerhalb von drei Tagen gleich zweimal, gegen Dresden und gegen Stuttgart.

    Im ersten Satz, in den Wiesbaden unkonzentriert startete, konnte Stuttgart einen Drei-Punkte-Vorsprung nur bis zur Satzmitte halten. Zwar spielte Mareike Hindriksen sehr gut zu und glänzte auch wieder mit ihrer Aufschlagstärke, doch entpuppte sich vor allem die Blocksicherung als großes Stuttgarter Manko in Durchgang eins. Wiesbaden nutzte diese Schwäche mit zahlreichen Lobs, fing sich allmählich, wurde immer stärker und zog trotz eigener Annahmeschwäche auf 19:14 davon. Dann aber wechselte Stuttgarts Trainer Guillermo Hernandez mit Athina Papafotiou und Heather Meyers quasi den Satzgewinn ein. Die neue Zuspielerin brachte den gewünschten Impuls (auch beim Aufschlag) und Stuttgart machte sieben Punkte in Folge. Beim Stand von 21:22 hatte Wiesbaden dann nochmals die Chance zurückzuschlagen, doch ein klasse Lob von Kim Renkema und gleich danach ein Hammerpunkt durch Diagonalangreiferin Katherine Harms besiegelten das 21:25. Insgesamt setzte Stuttgart die Wiesbadener Abwehr während des gesamten Matches durch risikoreiche Aufschläge stark unter Druck - kein Wunder, denn wenn die Abwehr bei Wiesbaden nicht funktioniert, tut sich das Team von Andreas Vollmer bekanntermaßen ziemlich schwer.

    Im zweiten Satz präsentierte sich Wiesbaden (nach erneutem Fehlstart) deutlich konstanter und zog dank ihrer Top-Angreiferinnen Jennifer Pettke, Regina Mapeli-Burchardt und Pauliina Vilponen Stück für Stück auf 16:11 davon. Stuttgart-Coach Guillermo Hernandez hatte weiter auf das belebende Element des ersten Satzes, Athina Papafotiou, gesetzt. Nun wechselte er zurück auf die erfahrenere Zuspielerin Mareike Hindriksen und brachte zugleich Katherine Harms zurück aufs Feld. Beide bedankten sich direkt mit Breakpunkten - und kurze Zeit später stand es nach Aufschlagfehler VCW 19:20 für Stuttgart. Auf spielerisch absolut hochklassigem Niveau wechselte die Führung nun zwischen den beiden Spitzenteams hin und her. Nach einem Punkt für Stuttgart zum 23:24 hatte Allianz MTV insgesamt dreimal die Chance zum Satzgewinn. Doch alle Satzbälle wurden durch Wiesbaden abgewehrt. Wiesbaden wiederum nutzte gleich den ersten eigenen Satzball gnadenlos aus, durch einen in der Halle schwer umjubelten Schmetterschlag von Vilponen über rechts. Der Satzgewinn ging in Ordnung, in der Tendenz war Wiesbaden jetzt im zweiten Durchgang das bessere, reifere Team.

    Im dritten Satz spielte dann nur noch eine Mannschaft: Allianz MTV Stuttgart. Mit überaus starker Blockarbeit, vor allem durch Renata Sandor und Katherine Harms, variablem und mitreißendem Angriffsspiel und einer sehr stabilen und genauen Annahme brachten Kim Renkema & Co. die Hessinnen schier zu Verzweiflung. Mehrfach verlor Wiesbaden vier oder mehr Punkte am Stück. Vor allem die Annahmeschwäche des VCW um Pauliina Vilponen, die dennoch als insgesamt zweitbeste Scorerin für wichtige Punkte bei den Gastgeberinnen sorgte, wurde von Stuttgart gnadenlos ausgenutzt. Beim Stand von 11:21 durften dann auf Stuttgarter Seite noch einmal Heather Meyers und Athina Papafotiou ran. Letztere setzte dann mehrfach Renata Sandor hervorragend in Szene, die von diesem Zeitpunkt an allein drei Punkte (und insgesamt 21 im Match) zum Satzgewinn (13:25) beitrug.

    Ab dem vierten Satz ließ dann das Niveau der Partie, das zuvor ausgesprochen hoch war, merklich nach. Sie blieb aber spannend, weil Wiesbaden ins Spiel zurückgefunden hatte und beide Teams nun bedingungslos um jeden Punkt kämpften. Beim Stand von 13:13 kippte das Spiel dann durch einen wuchtigen Hinterfeldangriff von Katherine Harms leicht in Richtung Stuttgart. Nach einem kurz gestellten Schnellangriff durch die Mitte von Micheli Tomazela stand es schließlich 16:20 für Stuttgart und das Match schien bei aufkommender Stuttgarter Dominanz gelaufen. Was nun passierte, gibt es in dieser Form praktisch nur im Volleyball und macht diesen Sport so überaus reizvoll (auch wenn Stuttgart in diesem Fall der Leittragende war): VCW-Trainer Andreas Vollmer wechselte erstmals Mittelblockerin Julia Osterloh ein, diese brachte mit zwei Angriffspunkten die Hoffnung nach Wiesbaden zurück. Die Halle tobte, Stuttgart unterlief gleich darauf ein Annahmefehler - und das Schicksal nahm seinen Lauf. Allianz MTV machte total verunsichert keinen einzigen Punkt mehr, verlor neun Zähler in Folge und handelte sich so völlig unnötig den Tiebreak ein (25:20). Und als ob ein Regisseur das Drehbuch für diesen Satz geschrieben hätte, konnte es natürlich nur eine Spielerin sein, die den abschließenden Block-Punkt zu diesem Satzgewinn machte: Julia Osterloh.

    Wiesbaden hatte nun eigentlich das Momentum auf seiner Seite. Doch trotz großem Kampf konnte das Team im fünften Satz kein einziges Mal in Führung gehen. Stuttgart spielte ruhig und abgeklärt, die Führungsspielerinnen Kim Renkema, Micheli Tomazela und Renata Sandor waren stets Herren der Lage. Bei Wiesbaden kämpfte vor allem Kapitänin Regina Mapeli-Burchardt beherzt gegen die drohende Niederlage an, sodass es trotz Stuttgarter Souveränität nie mehr als zwei Punkte Differenz zwischen den beiden Teams gab. Erst als Kim Renkema über links einen glücklichen Punkt ganz hinten ins VCW-Feld setzte, schien beim Stand von 9:12 wieder alles für Stuttgart gelaufen. Vollmer, wenige Minuten zuvor mit der gelben Karte wegen Meckerns bestraft, nahm eine Auszeit und richtete sein Team wieder auf - und Wiesbaden schaffte vor tobender Kulisse tatsächlich den 12:12-Ausgleich und schließlich das 13:13. Spannung pur! Doch ein krachender Schmetterball von Kim Renkema, eine Fehlaufgabe von Julia Osterloh und ein Monsterblock von Renata Sandor (allein gegen Vilponen) machten dem Spuk ganz plötzlich ein Ende! Stuttgart gewinnt in Wiesbaden 3:2, macht insgesamt 11 Punkte mehr als der Tabellendritte und freut sich zu Recht über zwei Punkte auf dem Konto. Es hätten aber auch drei sein können, ja sogar sein müssen. Regina Mapeli-Burchardt gewinnt vollkommen klar die silberne MVP-Medaille. Gold für Stuttgart ging wieder einmal an Renata Sandor.

    21.12.2014 12:10
  • GCDW begeistert erneut - Punktgewinn gegen Rottenburg
    TSV Herrsching
    Das Volleyball-Jahr 2014 beendet der GCDW mit einer grandiosen Vorstellung und einem Punktgewinn. Am Samstag verliert das Team von Max Hauser in der Nikolaushalle zwar mit 2:3 (25:22, 18:25, 25:22, 22:25, 10:15) gegen den TV Rottenburg, begeistert aber erneut seine Fans.
    Der GCDW (dunkle Trikots) kämpfte um jeden Ball und überzeugte auch spielerisch.

    Die 1000 Zuschauern in der ausverkauften Nikolaushalle waren elektrisiert von dem, was beide Mannschaften 128 Minuten lang auf das Parkett zauberten. Und das galt sowohl für die GCDW-Fans als auch für die mitgereisten Anhänger des TVR.

    Herrschings Coach Max Hauser brachte es nach dem Match gegen den Tabellenfünften auf den Punkt: "Es hat heute riesigen Spaß gemacht - den Spielern und den Zuschauern. Die Mannschaft hat alles gegeben. Es war das Spiel, das wir uns als Jahresabschluss erhofft haben." Ob er denn traurig sei, dass es "nur" ein Punkt wurde an diesem Abend, verneinte Hauser vehement: "Die Punkteausbeute ist mir gar nicht so wichtig. Ich schaue eher auf die Entwicklung der Mannschaft. Und die ist absolut positiv." Tatsächlich hat sich seit Saisonbeginn einiges getan beim GCDW. Zunächst wurde an Aufschlag und Annahme gefeilt, seit einiger Zeit verfeinert Coach Hauser die Abstimmung im Angriff immer weiter.
    Das Ergebnis dieser Tüftelarbeit war am Samstag zu sehen. Der GCDW spielte unter der Regie von Tobias Neumann variabel und kam über alle Positionen zum Erfolg. Zu Beginn dauerte es zwar ein wenig, bis die GCDW-Maschinerie anlief. 0:4 hieß es schnell, der TVR servierte stark. Danach kam der GCDW immer besser zum Zug. Beim Stand von 6:8 verletzte sich Rottenburgs Zuspieler Philipp Jankowski bei einer Blockaktion am rechten Sprunggelenk und musste vom Feld. Für ihn übernahm Fedrico Cipollone und machte seine Sache sehr gut. Es war kein Bruch im Spiel der Gäste zu erkennen, allerdings meinte Trainer Hans-Peter Müller-Angstenberger nach der Begegnung: "Unseren Matchplan hat der Ausfall schon durcheinander gebracht und die Möglichkeiten eingeschränkt. Schließlich wollen wir ständig wechseln, um konstant gut zu spielen."
    Langsam kam der GCDW immer näher, starke Aufschläge von Luke Smith und ein guter Block brachten den Ausgleich zum 14:14. Danach ging es hin und her, der GCDW musste allerdings stets nachlegen - bis Michael Wehl durch die Mitte zum 22:21 punkten konnte. Danach hatte Herrsching leichte Vorteile und sicherte sich Satz eins mit 25:22. 
    Weiter hin und her ging es in Durchgang zwei bis zum 10:10. Dann aber kam Rottenburgs Außenangreifer Tom Strohbach zum Service und zielte sehr genau. Seine Serie brachte den GCDW aus dem Tritt, schnell stand es 12:19, weil entweder die Annahme nicht kam oder Rottenburgs Block leichtes Spiel hatte. Der GCDW zog folgerichtig mit 18:25 den Kürzeren. "Wir wussten, dass es eng werden würde hier. Denn der GCDW gibt nie auf und was hier in der Halle abgeht, ist richtig geil", erklärte TVR-Trainer Müller-Angstenberger. "Der Druck auf die Mannschaft war groß, aber sie hat es gut gelöst und dagegen gehalten." 

    Nach der Halbzeitpause hatte es der GeilsteClubderWelt nach ausgeglichenem Beginn wieder mit einem Rückstand zu tun, machte es diesmal aber besser. Aus einem 17:20 wird 21:20, weil ein langer Ballwechsel an den GCDW geht und Roy Friedrich eine kleine Aufschlagserie hinlegt. Den Sack macht schleißlich Luke Smith mit einem Service-Winner zu: 25:22 und 2:1-Satzführung - ein Punkt war sicher.

    Dass der Tabellenfünfte noch zwei Punkte holt, lag an diesem Abend hauptsächlich an den Aufschlägen von Tom Strohbach, die ihm völlig zu Recht den MVP-Titel einbrachten. In Satz vier kam der GCDW nach tollem Spiel und 16:14-Führung dadurch wieder ins Hintertreffen. Das 16:21 bedeutete die Vorentscheidung, Trainer Hauser fieberte an der Seitenlinie mit. Einen Ausball reklamierte er zu lautstark und wurde mit einer roten Karte bedacht: Punktverlust. Es war somit alles drin in diesem Satz, der aber trotz großem Kampf mit 22:25 verloren ging. Der Tie-Break musste also entscheiden. Auch hier das gleiche Bild: Der GCDW lag mit 9:8 in Front, Strohbach kam zum Aufschlag - kurze Zeit später stand es 9:13. Am Ende hieß es 10:15, nachdem Roy Friedrichs Aufschlag im Netz landete. 
    GCDW-Trainer Max Hauser lobte: "Strohbachs Aufschläge waren heute sehr schwer anzunehmen. Sie sind zu entschärfen - aber dazu müssen wir noch mehr trainieren." Herrschings Übungsleiter richtet daher den Blick schon wieder voraus: "Mein Anspruch ist es immer, die Rückrunde besser zu spielen als die Hinrunde." Ein Anfang ist gemacht, denn zu Saisonbeginn gab es gegen Rottenburg noch ein 1:3, nun immerhin schon einen Punkt. So darf es 2015 gerne weitergehen.

    21.12.2014 10:28
shoepassion

Münster bezwingt Potsdam mit 3:0

USC Münster vs. SC Potsdam, 21.12.14, 1. BLF

Und plötzlich tauchte er wie aus dem Nichts auf und tanzte – mit den Worten: "Das ist der USC, das ist der USC!" Jörg Adler, Präsident der Unabhängigen, ist bekannt für seine Gefühlsausbrüche. Am Sonntag überkam es ihn exakt um 16.14 Uhr.

22.12.2014 11:40

Münster ist für Potsdam keine Reise wert

USC Münster vs. SC Potsdam, 21.12.14, 1. BLF

So hatte es sich der SC Potsdam ganz sicher nicht vorgestellt. Waren sie doch nach Münster gereist, um nach der 1:3-Pokalpleite im Viertelfinale, dieses Mal im Ligaspiel die drei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Doch mit 0:3 fiel die Niederlage am Sonntagnachmittag gegen den USC Münster noch höher aus.

22.12.2014 10:24

Niederlage zum Jahresabschluss

SG Marmagen-Nettersheim vs. Stralsunder Wildcats, 20.12.14, 2. BLNF

Es bleibt wie gehabt: Die Volleyballerinnen der Stralsunder Wildcats können gegen die Mannschaften der unteren Tabellenhälfte nicht gewinnen. Eine Woche nach dem Heimsieg gegen den Tabellenfünften Emlichheim mussten sich die Wildkatzen beim Tabellenzehnten SG Marmagen-Nettersheim mit 2:3 (18:25, 16:25, 25:20, 25:18, 10:15) geschlagen geben. Die Niederlage beim Aufsteiger aus der Eifel stand nach 115 Spielminuten fest.

22.12.2014 07:55

proWIN Volleys schicken Engelsdorf mit 3:0 nach Hause und gehen zufrieden in die Weihnachtspause

proWIN Volleys TV Holz vs. SV Lok Engelsdorf, 20.12.14, 2. BLSF

Mit einem 3:0 (26:24, 25:21, 25:5) über den SV Lok Engelsdorf haben die proWIN Volleys TV Holz einen perfekten Start in die Rückrunde der 2. Volleyball Bundesliga der Frauen hingelegt.

22.12.2014 07:26

Die Nr.1 der Region sind wir?

USC Braunschweig vs. TSV Giesen/48 Hildesheim, 20.12.14, 2. BLNM

Der USC Braunschweig konnte durch den nächsten Derbysieg innerhalb einer Woche den Abstand zur unteren Tabellenregion ausbauen und sich somit ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk machen. Der 3:2-(25:23,22:25,27:25,24:26,15:13) Erfolg gegen den TSV Giesen/Hildesheim ist der dritte Sieg in Folge und Ausdruck des positiven Trends, den sich die USC-Volleyballer durch gute Trainingsarbeit selbst erarbeitet haben.

21.12.2014 21:54

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