• Rekordverdächtiges Spiel im Aligser Volleyballballtempel
    SF Aligse vs. TuB Bocholt, 20.09.14, 2. BLNM
    Samstag reisten die “TuB-Schrauber” zum Saisonauftakt in der 2. Bundesliga Nord nach Niedersachsen zu den SF Aligse. Die als Favorit gehandelte Bocholter Mannschaft ging hoch motiviert in die Partie und war gewillt, die ersten Zähler aus Lehrte zu entführen.
    Foto: Netzhoppers KW-Bestensee

    Samstag reisten die "TuB-Schrauber" zum Saisonauftakt in der 2. Bundesliga Nord nach Niedersachsen zu den SF Aligse. Die als Favorit gehandelte Bocholter Mannschaft ging hoch motiviert in die Partie und war gewillt, die ersten Zähler aus Lehrte zu entführen.

    Rund 500 Zuschauer begrüßten eine zu Beginn hervorragend aufspielende TuB Truppe, die sich schnell absetzte und ihre Führung ausbaute. Thomas Just setzte mit gezielten Angriffspunkten wichtige Akzente und verhalf seiner Mannschaft zu einem verdienten 25:18-Satzerfolg.

    Auch im zweiten Satz wollte das Team seiner Linie treu bleiben und Aligse auf Abstand halten. Die kämpferische Heimmannschaft machte Bocholt dabei jedoch einen Strich durch die Rechnung und erspielte sich Punkt um Punkt. In einem hoch brisanten Satz auf Augenhöhe erspielte sich der Drittligaaufsteiger einen Satzball nach dem anderen und fuhr den Durchgang schließlich knapp mit 29:27 ein.
    Beflügelt von der schwarz-roten Wand setzten die Sportfreunde ihre Gäste immer wieder mit starken Aufschlägen unter Druck, welchen der Bocholter Annahmeriegel jedoch standhielt. Erneut zog Thomas Just seine Mannschaft aus der Schlinge und sorgte für eine knappe Führung der "TuB-Schrauber". Am Ende des Satzes stand es verdient 25:21 für die "TuB-Schrauber".
    Die Aligser gaben sich auch im vierten Durchgang nicht auf und kämpften sich trotz des 1:2-Satzrückstands zurück in die Partie. Steffen Ahlborn, der Kapitän und spätere MVP der SF Aligse, setzte sich oftmals gegen die TuB Blockspieler durch und brachte sein Team in Front. Den Vorsprung gaben die mutigen Niedersachsen nicht mehr her und sicherten sich letztendlich Satz Nummer vier mit 25:23.
    Für beide Mannschaften ging es nun um alles oder nichts, da im fünften Satz die Entscheidung fallen sollte. Die Stimmung in der Halle war zum Greifen nahe und beide Teams schenkten sich nichts. Bocholt zeigte am Aufschlag Nerven, während Aligse an den sensationellen Abwehraktionen von Lennart Bevers verzweifelte. Schließlich konnte sich kein Team einen Zwei-Punkte-Vorsprung erspielen, weshalb Waldemar Zaleski sich dazu entschloss, Max Lake beim Stand von 32:32 einzuwechseln. Lake verzeichnete einen wichtigen Punkt, ehe wieder Thomas Just nach einer unfassbaren Blocksicherung von Lars Geukes den Ball zum 35:33-Endstand abmachte.
    Nach diesem Sieg war die Freude im Bocholter Lager enorm und auch Waldemar Zaleski meldete sich über glücklich zu Wort: ,,So ein Spiel wie heute habe ich noch nicht miterlebt. Der Druck, der heute auf meiner Mannschaft lag, war sehr groß, weshalb ich mit dem Ergebnis mehr als zufrieden bin. Wir sind als Favorit angereist und mussten gegen 500 Zuschauer anspielen, die es uns nicht leicht gemacht haben. Dass wir dann am Ende die Nerven hatten, diesen unglaublichen Tiebreak mit 35:33 zu gewinnen, zeigt die psychische Reife meiner Jungs."
    Aufgrund des 3:2-Sieges müssen die "TuB-Schrauber" vorerst mit Rang fünf vorlieb nehmen. Am kommenden Samstag hat das Team jedoch die Chance, im Spiel gegen den Tabellenführer TSV Giesen/48 Hildesheim vor heimischer Kulisse zu punkten und weiter nach oben vorzudringen.


    Kader TuB: Bevers (c), Sent, Unland, Geukes, Möllers, Lake, Müller, Feltges, Just, Ahr, Schröer, Essing. Es fehlten: Kubo, Adolph. Trainer: Zaleski, Böhme.

    22.09.2014 17:40
  • Frauen-WM: Fetting freut sich auf Spiele der deutschen Auswahl
    VBL-News
    Die Volleyball-Euphorie in Deutschland ist derzeit riesengroß. Nach dem historischen Bronzemedaillengewinn der Männer bei der Weltmeisterschaft in Polen sind jetzt die DVV-Damen an der Reihe. In Italien kämpfen vom 23. September bis zum 12. Oktober insgesamt 24 Nationalmannschaften um den WM-Titel.

    Die Volleyball-Euphorie in Deutschland ist derzeit riesengroß. Nach dem historischen Bronzemedaillengewinn der Männer bei der Weltmeisterschaft in Polen sind jetzt die DVV-Damen an der Reihe. In Italien kämpfen vom 23. September bis zum 12. Oktober insgesamt 24 Nationalmannschaften um den WM-Titel.

    Nicole Fetting ( Quelle: Robert Felgentreu)

    Nicole Fetting wird sich die Spiele der deutschen Auswahl anschauen (Foto: Robert Felgentreu)

    Nicole Fetting, Sprecherin der 1. Volleyball Bundesliga der Frauen, ist gespannt darauf, wie sich das deutsche Team präsentieren wird. Nach Silber bei der Heim-Europameisterschaft im letzten Jahr will die DVV-Auswahl um Medaillen kämpfen. Für Fetting tragen allerdings andere Mannschaften die Favoritenbürde. "Russland und Brasilien haben bei den letzten beiden Weltmeisterschaften das Finale bestritten, wobei Russland am Ende beide Male Gold gewann. Daher sind diese beiden Teams schon zwei logische Favoriten. Aber internationale Saison-Höhepunkte bieten auch immer Platz für Überraschungen, wie der EM-Dritte Belgien vor zwei Jahren zeigte. Mit dem Heimvorteil im Rücken wurde unsere DVV-Auswahl letztes Jahr bei der Europameisterschaft beflügelt, holte EM-Silber. Daher sollte auch WM-Gastgeber Italien nicht aus den Augen verloren werden."

    Fetting, die einst selbst das Nationaltrikot trug, erwartet eine WM voller Spannung. "Natürlich freue ich mich in erster Linie auf die Spiele der deutschen Frauen", so die 33-Jährige. "Die Weltspitze ist in den letzten Jahren sportlich zusammengerückt. Daher gehe ich von vielen spannenden Spielen aus. Jede Mannschaft lebt Volleyball anders, jedes Team hat seinen Star. Doch nur als eingeschworene Gemeinschaft mit Teamgeist wird sich auch der größtmögliche Erfolg einstellen."

    SPORT1 wird die Partien des deutschen Teams im Free-TV live übertragen. Darüber hinaus zeigt der Sender das Halbfinale und Endspiel der Frauen-WM. Das erste Spiel der DVV-Frauen findet am 23. September um 17.00 Uhr in Rom gegen die Dominikanische Republik statt.

    22.09.2014 17:36
  • Volleyball-Bundesligist SC Potsdam präsentiert das Team
    SC Potsdam
    Auftakt mit Schick und Pep Auf dem Laufsteg machten die Volleyballerinnen des SC Potsdam Freitagabend schon einmal eine gute Figur. Rockige Musik und eine Lasershow untermalten den Einmarsch der Spielerinnen bei der offiziellen Präsentation der neuen Mannschaft für die Bundesliga-Saison 2014/15.
    Saisoneröffnung SC Potsdam (Foto: Gartenschläger MAZ)

    Auf dem Laufsteg machten die Volleyballerinnen des SC Potsdam Freitagabend schon einmal eine gute Figur. Rockige Musik und eine Lasershow untermalten den Einmarsch der Spielerinnen bei der offiziellen Präsentation der neuen Mannschaft für die Bundesliga-Saison 2014/15. In schicker Abendgarderobe und mit flotter Frisur hätte das Ensemble mit den langen Beinen fast dem Fernsehballett Konkurrenz machen können. Einen "Blockbuster" wollen die Damen mit Pep aus der Filmstadt aber eher auf dem Volleyballfeld zelebrieren.

    Ex-Nationalspielerin Kathy Radzuweit, die nach einem Jahr Pause von Trainer Alberto Salomoni wieder zum Kapitän der Mannschaft bestimmt wurde, sagte: "Ich freue mich auf die neue Saison." Der italienische Chefcoach ergänzte: "Die Stimmung im Team ist gut. Unsere große Herausforderung wird die Meisterschaft. Wie in der vergangenen Saison wollen wir wieder die direkte Playoff-Qualifikation schaffen." Das heißt also mindestens Platz sechs in der Hauptrunde. Unter dem Motto "Power, Leidenschaft, Leichtigkeit und Konstanz" wird der SC Potsdam in die am 22. Oktober in Aachen beginnende Erstliga-Saison starten. "One spirit, your club" stand in großen Lettern auf der Videoleinwand. Mit dem einigenden Teamgeist will die Multikultitruppe aus acht Nationen - feierlich wurden die Nationalflaggen aus den Heimatländern präsentiert - möglichst schnell für Furore sorgen.

    Erste Gelegenheit hatte sie gleich gestern. Nach der kurzen Umkleide ging es in den roten Jerseys und Hosen aufs Feld. Gegen den Bundesliga-Rivalen Köpenicker SC stand vor 650 Zuschauern beim 3. Internationalen Potsdamer Volleyball-Masters der erste Test an. Zwar fehlten mit Mittelblockerin Bernarda Cutuk, Außenangreiferin Lizbeth Sainz (beide WM) und der Kolumbianerin Ivonne Montano noch drei wichtige Spielerinnen, aber der neuformierte Sechser zeigte beim 2:0 (25:18, 25:21) gute Ansätze. Nikola Radosova kam nach ihrem Kreuzband-riss erstmals zum Kurzeinsatz. Mit der aus Potsdam stammenden Antonia 

    22.09.2014 15:01
  • SWD powervolleys: Die Zuschauer wieder begeistern
    SWD powervolleys DÜREN
    In knapp vier Wochen beginnt die neue Saison in der Volleyball-Bundesliga. Düren startet am 18. Oktober mit einem Heimspiel gegen den TV Ingersoll Bühl. Viel hat sich getan. Der Name ist neu, evivo düren heißt jetzt SWD powervolleys Düren. Fünf Neuzugänge gehören zum zwölf Mann starken Kader, zwei davon sind Rückkehrer. Gesellschafter und Sponsor Erich Peterhoff sowie der sportliche Leiter Goswin Caro sprechen im Interview über die Liga, die Situation in Düren und die Erwartungen für die neue Saison.
    Erich Peterhoff, Goswin Caro. Foto: Verein

    In knapp vier Wochen beginnt die neue Saison in der Volleyball-Bundesliga. Düren startet am 18. Oktober mit einem Heimspiel gegen den TV Ingersoll Bühl. Viel hat sich getan. Der Name ist neu, evivo düren heißt jetzt SWD powervolleys Düren. Fünf Neuzugänge gehören zum zwölf Mann starken Kader, zwei davon sind Rückkehrer. Gesellschafter und Sponsor Erich Peterhoff sowie der sportliche Leiter Goswin Caro sprechen im Interview über die Liga, die Situation in Düren und die Erwartungen für die neue Saison.

     

    Ein Wort zum Gewinn der Bronzemedaille der deutschen Männer bei der WM in Polen...

    Caro: Sensationell.

    Peterhoff: Hochverdient.

     

    In der vergangenen Saison haben Sie Platz fünf in der Bundesliga erreicht. Zufrieden?

    Caro: Die Saison ist besser gelaufen als erwartet. Wir haben Platz sechs ausgegeben und Platz fünf gemacht. Wir hatten ein begeisterungsfähiges Team, die Zuschauer haben uns unterstützt. Wir sind sehr zufrieden.

     

    Mit Platz fünf war die Mannschaft für den Europapokal qualifiziert. Warum hat der Verein trotzdem darauf verzichtet?

    Peterhoff: Wir tun das, weil wir verantwortungsvoll mit unseren Mittel umgehen. Auch wenn die Spieler sich das verdient haben, sehen wir die Zeit noch nicht gekommen, dieses finanzielle Risiko einzugehen. Wir wissen aus eigener Erfahrung, wie teuer mehrere Runden Europapokal sein können.

    Caro: Das sieht man aber in ganz Europa, dass Mannschaften auf ihren Startplatz verzichten. Da muss der europäische Verband sich was einfallen lassen. Vielleicht spielt man besser in Staffeln, in denen die geografische Lage der Vereine berücksichtigt wird, damit die Reisekosten nicht so hoch sind.

     

    Wie lautet die Zielsetzung für die kommende Saison?

    Caro: Einen Platz besser abschneiden. Das Team ist so aufgestellt, dass das möglich ist. Das Minimalziel lautet Platz fünf. Aber wir haben noch ein schöneres Ziel. Das lautet: Zuschauer wieder so begeistern und vielleicht noch 100 oder 200 Stammzuschauer mehr gewinnen.

     

    Mit Generali Haching und dem Moerser SC haben sich zwei große Teams aus der Liga zurückgezogen. Rückt Düren damit automatisch nicht noch weiter nach oben?

    Caro: Das sehe ich nicht so. Ich sehe im Gegenteil Mannschaften aus dem Mittelfeld, die sich deutlich gesteigert haben; auch, weil sie Spieler aus Haching und Moers geholt haben. Ich denke da an Coburg oder Rottenburg. Mitteldeutschland hat sich gut verstärkt, der Aufsteiger Lüneburg stellt eine starke Mannschaft zusammen - um nur einige zu nennen. Ich warne jetzt ganz ausdrücklich davor, zu glauben, das wir ganz von selbst im oberen Drittel landen.

    Peterhoff: In der Spitze mag ein Team weggebrochen sein. Dafür erwarte ich ein ausgeglicheneres und besseres Mittelfeld. Da müssen wir uns beweisen.

     

    Die Männer-Bundesliga hat in der vergangenen Saison mit dem wirtschaftlichen Aus für drei Vereine negative Schlagzeilen gemacht. Wie ist die Situation in Düren?

    Peterhoff: Wir haben in der vergangenen Saison wirtschaftlich wieder einen Schritt nach vorne gemacht. Wir kriegen immer mehr Luft zum Atmen. Das macht uns das Arbeiten viel leichter. Die Sponsoren haben uns fast alle schon bald nach der vergangenen Saison eine neue Zusage gegeben. Das ist unsere gesunde Basis.

     

    Wie schätzen Sie den neuen Kader ein? Ist er besser als das Team der vergangenen Saison?

    Caro: Ich möchte da gar keine Vergleiche ziehen. Das Team aus der vergangenen Saison zählt zu meinen Lieblingsmannschaften, weil es so toll gearbeitet hat. Wir haben uns bemüht, gute Spieler zu kriegen, haben aber auch gute Spieler verloren. Was für das neue Team spricht: Da sind mit Tomas Kocian und Blair Bann zwei Spieler zurückgekommen. Das bedeutet, dass wir jetzt eigentlich nur drei Neue dabei haben mit Marvin Prolingheuer, Oskar Klingner und Jan-Philipp Marks. Das sind alles gute Spieler. Man kann ja mal erwähnen, dass drei unserer Spieler (Marvin Prolingheuer, Jaromir Zachrich und Georg Klein) zum erweiterten Kader der Nationalmannschaft gehören, die gerade so sensationell Bronze bei der WM geholt hat.

     

    Bei den Neuzugängen sind einige Namen dabei, die vor einem halben Jahr vielleicht noch als eine Nummer zu groß für Düren angesehen wurden. Ist der Kader stärker geworden, als sie das vor Beginn der Planungen vermutet haben.

    Peterhoff: Das könnte man schon so sagen. Wir haben es geschafft, mehr Spieler zu halten und zurückzuholen, als wir uns das zu Jahresbeginn erhofft haben. Uns hat ja oft das Schicksal ereilt, dass wir unsere besten Spieler nach einer Saison an größere Klubs verlieren. Mit AJ Nally ist das auch passiert. Mit einigen anderen aber dieses Jahr nicht.

    Caro: Es ist ja alles andere als ein schlechtes Zeichen, dass Spieler zu uns zurückkommen. Die Spieler reden miteinander. Wenn sie dann sagen, dass die Stimmung in Düren gut ist und der Verein zuverlässig, dann hat man gute Karten. Vor allem in Zeiten, in denen Spieler miterleben, wie viele Klubs finanzielle Probleme haben.

     

    Die größte Neuigkeit zwischen den Spielzeiten war die Umbenennung: aus evivo düren wurden die SWD powervolleys Düren. Daran werden sich viele erst gewöhnen müssen.

    Peterhoff: Das war 2001 ja auch so, als wir nicht mehr Dürener TV hießen, sondern evivo düren. Wir haben volles Verständnis dafür, dass die Stadtwerke Düren als Namensgeber die Option der Umbenennung gezogen haben. Die Marke evivo gab es nicht mehr. Und wenn man Namensgeber ist, dann will man sich auch wiederfinden. Für uns ist das toll, wir behalten die Stadtwerke als wichtigen Partner. In Zeiten, in denen andere Klubs große Sponsoren verlieren, ist das sehr viel wert.

    22.09.2014 09:55
  • DSHS SnowTrex Köln unterliegt ohne Stammkräfte
    DSHS SnowTrex Köln vs. TV Gladbeck, 20.09.14, 2. BLNF
    Die neue Mannschaftskonstellation der Zweitliga-Volleyballerinnen vom Team DSHS SnowTrex Köln war für einen Gegner dieses Kalibers noch ein bisschen zu unerfahren. Gegen den Vorjahres-Vizemeister Gladbeck Giants setzte es im ersten Saisonspiel eine 1:3-Niederlage (25:18, 6:25, 10:25, 27:29).
    Wurde bei den Kölnerinnen zur MVP ausgezeichnet: Linda Büsscher (hier im Block auf der Außenposition; Foto: Martin Miseré)

    Die neue Mannschaftskonstellation der Zweitliga-Volleyballerinnen vom Team DSHS SnowTrex Köln war für einen Gegner dieses Kalibers noch ein bisschen zu unerfahren. Gegen den Vorjahres-Vizemeister Gladbeck Giants setzte es im ersten Saisonspiel eine 1:3-Niederlage (25:18, 6:25, 10:25, 27:29). Ohne die verletzten Marina Wagner und Kerstin Freudenhammer, die kürzertretende Laura Mertens und die noch im Urlaub weilende Silke Schrieverhoff spielten die Kölnerinnen nur in zwei von vier Sätzen mit dem Gegner mit. Dass dabei am Ende fast noch ein Punkt herausgekommen wäre, daran hätte in der Halle 22 der DSHS Köln nach den verkorksten Sätzen zwei und drei wohl keiner mehr gedacht, doch die Kölnerinnen kämpften bis zum Schluss.

    Den auf beiden Seiten von Eigenfehlern geprägten ersten Satz konnte sich das Heimteam noch durch starkes Blockspiel sichern, doch dann ging bei den Kölnerinnen gar nichts mehr. Unsicherheiten in der Annahme, Fehler im Angriff, dazu ein dominant aufspielender TV Gladbeck - spätestens da sahen die Zuschauer, dass durch Verletzungen, Urlaub und Rücktritte im Vergleich zur letzten Saison eine völlig neu formierte Kölner Mannschaft auf dem Spielfeld stand und im zweiten und dritten Durchgang von einer bereits aus der vergangenen Saison eingespielten Gladbecker Mannschaft förmlich "verspeist" wurde.

    Dann bemerkenswert der vierte Satz: Köln gibt sich nicht auf und kommt - mit veränderter Aufstellung - zurück. Doch eine zwischenzeitliche 15:9- und 19:16-Führung konnte nicht verteidigt werden und das Team lag bereits aussichtslos mit 20:23 im Hintertreffen. Durch eine Aufschlagserie der eingewechselten Laura Feldmann kämpften sich die Domstädterinnen Punkt für Punkt heran und hatten beim Spielstand von 24:23 erstmals die Chance zum Satzausgleich. Die 170 Zuschauer gingen begeistert mit, als Köln den ersten Matchball Gladbecks beim 24:25 abwehren konnte, dann zwei weitere Chancen zum Punktgewinn vergab, bis Gladbeck letztendlich verdient doch noch im vierten Satz den Sack zumachte.

    "Eigentlich war unser Umbruch nicht so groß geplant, wie ihn die Zuschauer heute erlebt haben. Bei uns hatte sich zwar das Bild der Mannschaft verändert, aber so viele Stamm-Ausfälle waren ein bisschen zu viel bei dem heutigen Gegner. Umso stolzer bin ich auf das Team, dass zum Ende des Spiels noch einmal so zurückgekommen ist - aber auch da haben uns in den entscheidenden Momenten einfach noch die Routine und vielleicht auch das Glück gefehlt. Man darf ja nicht vergessen, dass wir hier heute gegen den Vizemeister in perfekter Formation gespielt haben", analysierte Kölns Trainer Jimmy Czimek nach dem Spiel. "Auch in den nächsten Spielen werden wir bestimmt noch ein wenig Lehrgeld bezahlen müssen, aber in der Mannschaft steckt großes Potential - da freue ich mich jetzt schon längerfristig gesehen drauf", wagt der Coach einen positiven Blick in die Zukunft.

    Und einen Tag später gab es dann auch den ersten Erfolg in der noch jungen Saison zu vermelden. Beim Oberligisten SV Blau-Weiß Aasee gewann das DSHS SnowTrex Köln-Team am Sonntagnachmittag im Viertelfinale des WVV-Pokals glatt mit 3:0 (25:16, 25:15, 25:18). Damit stehen die Kölnerinnen im Halbfinale gegen den Ligakonkurrenten Marmagen-Nettersheim. Doch zuvor steht erst einmal das nächste Ligaspiel beim TSV Bayer Leverkusen am kommenden Samstag auf dem Programm.

    Für DSHS SnowTrex Köln spielten: Julia Van den Berghen, Judith Bleuel, Linda Büsscher, Laura Feldmann, Larissa Hansen, Franziska Kalde, Leonie Knauf, Melanie Preußer, Katja Sallie, Ruth Scheuvens, Mareike Südmersen, Viola Torliene, Pia Weiand

    MVP TV Gladbeck: GiannaCastiglione; MVP DSHS SnowTrex Köln: Linda Büsscher

    21.09.2014 23:43
  • Gelungener Saisonauftakt im Lokalderby
    TSV Giesen/48 Hildesheim vs. USC Braunschweig, 20.09.14, 2. BLNM
    Ganz so viele Zuschauer wie die Nationalmannschaft derzeit bei der WM in Polen hatten die Zweitliga-Volleyballer des TSV Giesen/ 48 Hildesheim bei ihrem Saisonauftakt gegen den USC Braunschweig zwar nicht, dennoch war die Schachtarena beim 3:0-Erfolg der Giesener mit 410 Fans gut gefüllt.
    Im ersten Spiel für seinen neuen Verein gleich zum MVP gewählt: Ewald Derksen(Foto:TSV)

    Ganz so viele Zuschauer wie die Nationalmannschaft derzeit bei der WM in Polen hatten die Zweitliga-Volleyballer des TSV Giesen/ 48 Hildesheim bei ihrem Saisonauftakt gegen den USC Braunschweig zwar nicht, dennoch war die Schachtarena beim 3:0-Erfolg der Giesener mit 410 Fans gut gefüllt.

    Im ersten Spiel der neuen Saison setzte Trainer Vojkan Lazic von Beginn an auf die beiden Neuzugänge Alexander Kurzbach (Mittelblock) und Ewald Derksen (Zuspiel), die das Vertrauen ihres neuen Trainers mit sehr guten Leistungen belohnen sollten.

    Zunächst musste sich die Mannschaft jedoch noch finden und lief zur ersten technischen Auszeit einem 6:8-Rückstand hinterher. Doch nach anfänglichen Abstimmungsproblemen, die zu dieser frühen Phase der Saison durchaus verständlich sind, kamen die Hausherren besser in die Partie. Johannes Gottschall und Kapitän Hauke Wagner konnten den Lokalrivalen, der als Saisonziel den Klassenerhalt ausgerufen hat, mit ihren Aufschlägen enorm unter Druck setzen. Mit zwei direkten Aufschlagpunkten sorgte der Kapitän für eine 16:11-Führung, die zum Ende des Satzes sogar noch auf 25:18 ausgebaut werden konnte.

    Zu Beginn des zweiten Durchgangs gelang es nun den Gästen aus Braunschweig, den TSV mit starken Aufschlägen zu Fehlern in der Annahme zu zwingen und erarbeiteten sich ein 6:9 aus Giesener Sicht. TSV-Coach Lazic schien in der folgenden Auszeit die richtigen Worte gefunden zu haben. Die Annahme wurde besser und der Blockarbeit der Heimmannschaft vereitelte so manchen Braunschweiger Angriff. Ebenso wie den ersten Satz konnte der TSV auch den zweiten mit 25:18 für sich entscheiden.

    Die anfänglichen Abstimmungsschwierigkeiten der ersten beiden Sätze konnte der TSV im letzten Durchgang von Beginn an abstellen und zog schnell mit 8:3 davon. Dank einer deutlichen Leistungssteigerung im Spielverlauf und einem 25:15 im letzten Satz konnte der TSV Giesen/ 48 Hildesheim das erste Spiel der Saison 2014/2015 somit souverän gewinnen und steht nun an der Tabellenspitze der 2. Bundesliga Nord.

    "Es war ein gelungener Start mit spielerischem Potential nach oben.", resümierte Neuzugang Ewald Derksen, der in seinem ersten Spiel für den TSV gleich zum MVP ("Most Valuable Player" / Wertvollster Spieler) seines Teams gewählt wurde. Die Auszeichnung auf Seite des USC Braunschweig erhielt Libero Tom Hentschel, der eine hervorragende Leistung in der Abwehr zeigte.

    Das nächste Heimspiel in der Giesener Schachtarena findet am 04.10.2014 um 20 Uhr gegen den KMTV Eagles Kiel statt.

    TSV Giesen/ 48 Hildesheim: Stefan Dall, Johannes Gottschall, Marius Appel, Ewald Derksen, Hauke Wagner, Alexander Kurzbach, Christoph Aschemann, Marc Dilly, Sascha Kucera, Wichard Lüdje, Roman Kammer

    21.09.2014 22:02
shoepassion

Bewegender Abschied für Fell – bewegender Antritt von Adler

USC Münster

Beim Volleyball-Bundesligisten USC Münster ist am Montagabend eine Ära zu Ende gegangen – und gleichermaßen hat eine neue begonnen. Nach sechs Jahren an der Spitze des Vereins, den er als Unabhängigen Sport-Club Münster e.V. im Jahre 1982 selbst mitgründete, trat Matthias Fell bei der Mitgliederversammlung des Vereins aus Altersgründen nicht mehr zur Wiederwahl an.

23.09.2014 13:45

Der Auftaktsieg in der fremde ist ein guter Brauch

SV Fellbach

Mittlerweile ist es längst zu einer Tradition geworden: Zehnmal nacheinander, ganz gleich ob in der Regionalliga oder in der zweiten Bundesliga, mussten die Volleyballer des SV Fellbach seit 2005 zum Saisonauftakt jeweils auswärts antreten. Und ebenso ist es zu einem guten Brauch geworden, dass sie nicht mit leeren Händen nach Hause kommen. Nur einmal, vor zwei Jahren, gab es beim GSVE Delitzsch eine 0:3-Niederlage, die anderen neun Saisonpremieren auf fremdem Boden haben die Fellbacher jeweils gewonnen. Am Samstagabend machten sie da keine Ausnahme. Denn der Sechste der vergangenen Zweitliga-Runde setzte sich beim Aufsteiger TV Waldgirmes mit 3:0 (25:18, 28:26, 25:13) durch.

23.09.2014 12:25

TVR: Ticketvorverkauf für alle Spiele hat begonnen - Erstes Heimspiel am 18. Oktober gegen Aufsteiger TSV Herrsching

TV Rottenburg

Nur noch drei Wochen bis zum ersten Heimspiel des Volleyballerstligisten TV Rottenburg in der Paul Horn-Arena in Tübingen. Zum Heimauftakt am 18. Oktober gibt es gleich eine heiße Partie gegen den Aufsteiger TSV Herrsching. Ab sofort sind die Tickets für dieses und alle anderen Heimspiele der Saison 2014/2015 unter www.easy-ticket.de und allen angeschlossenen Vorverkaufsstellen erhältlich.

23.09.2014 12:03

FT 1844 Freiburg: Badisches Dreierlei

FT 1844 Freiburg

Die Bundesligavolleyballer der FT 1844 Freiburg haben ihr Auftaktspiel gegen den SV Schwaig mit 3:1 (17:25, 25:21, 25:14, 25:22) gewonnen. Nach nervösem Start kam die Breisgauer Affenbande im Burdadschungel vor 300 Zuschauern immer besser in Fahrt und gewann letztlich verdient. Zu den MVPs wurden Marcus Gensitz und Yannick Klement (Schwaig) gewählt. Drei Faktoren waren dabei ausschlaggebend.

23.09.2014 11:07

Umkämpfter Auftakt

TG Bad Soden vs. Allgäu Team Sonthofen, 21.09.14, 2. BLSF

Bad Soden verliert beim Saisonauftakt 1:3 gegen den Favoriten aus Sonthofen, zeigt aber phasenweise schon eine starke Leistung.

23.09.2014 00:28

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