• Moculescu: „Dann kommst Du halt zu uns“
    VfB Friedrichshafen
    Außen-Annahmespieler Björn Andrae kehrt zurück zum VfB Friedrichshafen. „Stelian rief an und meinte, dann kommst du halt zu uns“, erzählt Andrae und damit war die Sache auch schon geklärt.
    Zurück beim VfB: Außen-Annahmespieler Björn Andrae (Foto: DVV)

    Mit der Nummer acht begann alles - und mit der acht möchte er seine Karriere beim VfB in die zweite Runde schicken. Außen-Annahmespieler Björn Andrae kehrt nach zwölf Spielzeiten zurück an den Bodensee. "Ich wollte nicht zurück nach Russland", erzählt der gebürtige Berliner. "Fünf Jahre sind genug, jetzt sollte es eine neue Herausforderung werden." Angebote aus China und der Türkei lagen dem 34-Jährigen vor. Doch aus familiären und zum Teil auch politischen Gründen entschied er sich gegen beide Länder. "Bei der jetzigen Situation des europäischen Volleyballmarkts beschloss ich zurück nach Deutschland zu gehen und habe ein bisschen telefoniert", sagt Andrae. "Dann rief Stelian an und meinte nur: "Na dann kommst du halt vorbei!" Und genau das macht Andrae nun. 

    1993 begann Andrae in Berlin mit dem Volleyballsport. Sechs Jahre später machte er international auf sich aufmerksam, als er mit der Jugend-Nationalmannschaft das Europameisterschaftsfinale erreichte und dort als wertvollster Spieler des Turniers ausgezeichnet wurde. Im Jahr darauf holte VfB-Trainer Stelian Moculescu den mittlerweile 21-Jährigen zum VfB. Drei Jahre blieb Andrae, gewann zwei deutsche Meisterschaften und drei DVV-Pokalsiege unter seinem Coach. In der Champions League beeindruckte Andrae mit seinen gefährlichen Aufschlägen, die ihm die Auszeichnung zum besten Aufschläger der Saison 2002 einbrachten. Der Sprung ins Ausland folgte ein Jahre später und Andrae machte Station in Italien, Polen und Griechenland, bevor er nach Russland ging. 

    Gut zehn Jahre stellte sich Andrae außerdem in den Dienst der deutschen Nationalmannschaft, war bei der Weltmeisterschaft 2006 in Japan eine große Stütze des Teams und hatte erneut unter Nationaltrainer Stelian Moculescu entscheidenden Anteil an der Olympiaqualifikation für Peking 2008. Zwischenzeitlich ging Andrae in den Sand, spielte mit seinem Partner Marcus Popp einige Beachturniere, doch dem Hallenvolleyball konnte und wollte er nicht abschwören. Knieprobleme verhinderten 2011 einen Einsatz in der Nationalmannschaft, doch in 2012 führte der Kapitän die DVV-Auswahl zu zwei fünften Plätzen bei der World League und den Olympischen Spielen. Still und heimlich schied er danach aus der Nationalmannschaft aus, verbringt seine Sommermonate mit Beachpartner Popp im Sand. 

    Derzeit erholt Andrae sich von einer Knieoperation, wird aber in den kommenden Wochen in die Saisonvorbereitung mit dem VfB einsteigen. "Ich freue mich, dass der VfB mir das Vertrauen schenkt", sagt der 34-Jährige. "Ich weiß was ich beim VfB bekomme und darauf freue ich mich." Ans Karriereende denkt Andrae allerdings noch nicht. "Das soll nicht mein letztes Jahr sein", so der Globetrotter. "Natürlich steht die Regeneration zunächst an erster Stelle, aber mit dem VfB möchte ich angreifen und um Meisterschaft und Pokal mitspielen." Wer ihn aus seiner Zeit beim VfB noch kennt, weiß, dass das keine leeren Worthülsen sind: "Björn ist auf einem sehr guten Level, ein gereifter Spieler und hätte in Russland, einer der stärksten Ligen weiterspielen können. Am Anfang haben wir ihm geholfen, jetzt kann er uns helfen," so Moculescu. "Er weiß was er an uns hat und wir wissen, was wir an ihm haben. Und das ist allerhand Gutes." 

     

    Kurzsteckbrief Björn Andrae: 
    Geboren
    : 14. Mai 1981
    Größe: 2,00 m
    Nationalität: Deutsch 
    Position: Außenangriff
    Bisherige Vereine: 1993-2000 SCC Berlin, 2000-2003 VfB Friedrichshafen, 2003-2005 Noicom Cuneo, 2005-2007 Semprevolley Padua, 2007-2008 AZS Olsztyn, 2008-2009 Panathinaikos Athen, 2009-2010 Tonno Callipo Vibo Valentia, 2010-2013 Kuzbass Kemerowo, 2013-2014 Ural Ufa, 2014-2015 Kuzbass Kemerowo
    Bisherige Erfolge: 2001 und 2002 Deutscher Meister, 2001-2003 DVV-Pokalsieger, 2004-2006 Auszeichnung zum Volleyballer des Jahres, 2008 Platz neun bei den Olympischen Spielen in Peking, 2009 Platzsechs bei der Europameisterschaft in der Türkei, 2010 Platz acht bei dem Weltmeisterschaft in Italien, 2012 Platz fünf bei der Weltliga und Platz fünf bei den Olympischen Spielen

    03.09.2015 12:35
  • Vera Bondar: Seitenwechsel einer Legende
    Rote Raben Vilsbiburg
    Eine Ära geht zu Ende - eine neue beginnt. Denn nach rund zwei Jahrzehnten als Co-Trainerin verabschiedet sich Vera Bondar von diesem Job, bleibt aber dem Vilsbiburger Volleyball eng verbunden – in einer anderen, sehr wichtigen Tätigkeit.
    Vera Bondar hat die Seiten gewechselt und leitet jetzt das Jugendinternat der Roten Raben (Foto: Stolzenberg)

    In gewisser Weise ist bei den Roten Raben eine Ära zu Ende gegangen - in gewisser Weise aber auch nicht. Denn nach rund zwei Jahrzehnten als Co-Trainerin hat sich Vera Bondar von diesem Job im Bundesliga-Team verabschiedet, aber dem Vilsbiburger Volleyball bleibt sie auch weiterhin eng verbunden - in einer anderen, ebenfalls sehr wichtigen Tätigkeit: Ab der neuen Saison leitet sie das vereinseigene Internat "Rabenhorst" und betreut die 15- bis 18-jährigen Mädchen, die dort ihrem großen Traum, einer Karriere als Volleyball-Profi, näherkommen wollen.

    Wer Vera Bondar kennt, weiß: Volleyball ist ihr Leben. Und Co-Trainerin war sie mit Leib und Seele. Im Laufe der Jahre hat sie mit einigen Chefcoaches zusammengearbeitet, am nachdrücklichsten ist ihr die Zeit an der Seite von Guillermo Gallardo in Erinnerung geblieben. Das war mit sechs Spielzeiten die längste Phase und mit drei Titeln (2008 und 2010 Deutsche Meisterschaft, 2009 DVV-Pokalsieg) die sportlich erfolgreichste.

    "Mit Guillermo hat es am meisten Spaß gemacht und einfach insgesamt sehr gut gepasst", erzählt Vera Bondar. Unter dem Argentinier zeichnete sie vor allem für das Techniktraining verantwortlich, "wir waren insgesamt ein eingespieltes Trainerteam, das sich gut ergänzt hat, auch bei der psychologischen Betreuung der Mannschaft."

    Es liegt aber in der Natur der Sache, dass man (bzw. frau) den auch körperlich intensiven Job als Co-Trainer nicht ewig machen kann. "Man wird älter", sagt Vera Bondar, Jahrgang 1960, "das spürt man, wenn man Hunderte von Bällen schlägt." Als die Stelle der Internatsleiterin neu zu vergeben war, gab es die Chance auf einen guten Übergang ("Mir war es wichtig, im Verein zu bleiben") - und genau das hat jetzt geklappt.

    In Zukunft ist die ehemalige Co-Trainerin also erste Ansprechpartnerin für die talentierten Teenager im "Rabenhorst". Fünf leben dort im Moment, ab Schuljahresbeginn Mitte September sollen es acht sein. Vera Bondar, die Legende des Volleyballs in Vilsbiburg, wird den ehrgeizigen Mädchen als Internatsmutter mit Rat und Tat auf vielfältige Weise zur Seite stehen - und am Wochenende weiterhin die Heimspiele des Bundesliga-Teams besuchen.

    Ob sie dabei gleich vom "Arbeitsmodus" der mitverantwortlichen Trainerin in den "Freizeitmodus" der entspannten Zuschauerin umschalten kann - da allerdings ist sie sich selbst nicht so sicher. "Kann schon sein", schmunzelt sie, "dass ich am Anfang noch alles ziemlich kritisch anschauen werde, mit den Augen des Trainers sozusagen. Aber das wird sich mit der Zeit sicher ändern." Dann kann Vera Bondar den Besuch der Heimspiele in der Ballsporthalle tiefenentspannt genießen - mehr oder weniger: Denn natürlich wird sie mit "ihren" Roten Raben mitfiebern. 

    03.09.2015 21:44
  • SC Potsdam lädt zum internationalen Masters
    SC Potsdam
    Der Saisonstart der 1. Volleyball-Bundesliga rückt zum greifen nah: Im unmittelbaren Vorfeld richtet der SC Potsdam nun die 4. Internationalen Potsdamer Volleyball Masters aus. der Gastgeber eröffnet gegen Münster.
    Hochgradig besetzt: 4. Internationales Potsdamer Volleyball Masters (Foto: SC Potsdam)

    Der Saisonstart der 1. Volleyball Bundesliga rückt zum greifen nah: Im unmittelbaren Vorfeld richtet der SC Potsdam nun die 4. Internationalen Potsdamer Volleyball Masters aus. Vom 25. bis 27. September werden insgesamt acht hochkarätige Erstliga-Teams in der MBS-Arena um den Pokal kämpfen. Mit einer großen Introshow stellt sich außerdem am Freitag um 18:45 Uhr das komplett neue Team des SC Potsdam offiziell vor. Um 20 Uhr wird es beim Eröffnungsspiel ernst: Die Damen des SC Potsdam treten gegen ihre Konkurrentinnen vom  USC Münster an.

    Am Samstag und Sonntag geht es jeweils von 11-21 Uhr und von 10-17 Uhr ans Netz. In insgesamt 18 Spielen treffen die Mannschaften aufeinander, darunter der VC Peelpush aus Holland, der USC Münster, der Schweriner SC, der VT Aurubis Hamburg, die Volleystars Thüringen sowie der KSC Berlin und der VCO Berlin.

    Im vergangenen Jahr erkämpfte sich das Potsdamer Team von Trainer Alberto Salomoni den zweiten Platz. Als Sieger war Hamburg aus dem Turnier hervorgegangen. Sinn dieses Vorbereitungsturnier ist es primär, kurz vor dem Saisonstart herauszufinden, wo die eigene Mannschaft steht und auf welchem Niveau die anderen Teams spielen. "Wir freuen uns, dass unser Turnier immer mehr an Attraktivität gewinnt und viele Topmannschaften zu unserem Turnier kommen wollen", sagt Sportdirektor Toni Rieger.

    Das dreitägige Volleyballspektakel der Spitzenklasse können Sie für zehn Euro miterleben, ermäßigte Tickets sind für acht Euro zu haben. Einzelne Tagestickets können für fünf Euro erworben werden, ermäßigte Karten kosten vier Euro. Sie können sich die Tickets gleich online unter: www.volleyball-sc-potsdam.de sichern oder an allen bekannten Vorverkaufsstellen bekommen.

    03.09.2015 14:43
  • Hamburg will in Erfurt Spielpraxis sammeln
    VT Aurubis Hamburg
    Am kommenden Wochenende ist VT Aurubis Hamburg beim SWE-Cup in Erfurt zu Gast. Dort will das Team von Trainer Dirk Sauermann wichtige Spielpraxis sammeln und die Abstimmung im Team ausbauen. Insgesamt zwölf Mannschaften sind dabei.
    Auf der Bank will am Wochenende keine Spielerin sitzen, denn auf dem Feld geht's rund (Foto: freitag!)

    Am kommenden Wochenende ist VT Aurubis Hamburg beim SWE-Cup in Erfurt zu Gast. Dort will das Team von Trainer Dirk Sauermann wichtige Spielpraxis sammeln und die Abstimmung im Team ausbauen. Bei dem Turnier mit zwölf Mannschaften werden die Spielerinnen um Mannschaftsführerin Karine Muijlwijk zu sechs Einsätzen kommen. Gespielt wird über jeweils zwei Gewinnsätze in Vorrunde, Zwischenrunde und den abschließenden Platzierungsspielen.

    Aus der 1. Volleyball Bundesliga sind neben den Hamburgerinnen noch der Köpenicker SC, die VolleyStars Thüringen und der VC Wiesbaden am Start. Gegen die Wiesbadenerinnen bestreitet VT Aurubis Hamburg bereits am Freitagabend ein Trainingsspiel.

    In der Vorrundengruppe A trifft VT Aurubis Hamburg am Samstag auf die Gastgeberinnen SWE Volley-Team (Erfurt), VC Stralsund und die niederländische Mannschaft Tornado Geesteren. Gleich anschließend wird auch noch die Zwischenrunde absolviert.

    Am Sonntag werden dann die Platzierungsspiele in Dreiergruppen ausgetragen, sodass jedes Team noch zweimal auf dem Feld den Stand seiner Saisonvorbereitung testen kann. Für die Zweitligisten, deren Saison bereits am 19. September beginnt, wird es da schon etwas ernster als für die Erstligisten, die noch rund eineinhalb Monate Vorbereitungszeit vor sich haben.

    Trainer Dirk Sauermann skizziert seine Erwartungen an das Turnier wie folgt: "Bei diesem ersten Einsatz unter Wettkampfbedingungen geht es vor allem um die Weiterentwicklung als Team und eine individuelle Standortbestimmung. Die Ergebnisse an diesem Wochenende sind für mich nachrangig, dennoch streben wir in jedem Spiel natürlich ein Optimum an. In der jetzigen Phase beginnen wir möglichst viel Spielpraxis zu sammeln. Außerdem hat das Team auf und neben dem Feld Zeit und Gelegenheit, sich auch menschlich zu finden."

    03.09.2015 08:01
  • TVR: „Zukunftsprojekt Johannes Schief“
    TV Rottenburg
    Der TV Rottenburg hatten ihren Kader eigentlich schon als komplett vermeldet – jetzt kommt doch noch ein 13. Spieler hinzu. Der erst 17 Jahre junge TVR-Jugendspieler Johannes Schief wird in der neuen Saison in den Bundesligakader aufgenommen.
    Neuzugang beim TVR: Johannes Schief (Foto: Philipp Vollmer)

    Der TV Rottenburg hatten ihren Kader eigentlich schon als komplett vermeldet - jetzt kommt doch noch ein 13. Spieler hinzu. Der erst 17 Jahre junge TVR-Jugendspieler Johannes Schief wird in der neuen Saison in den Bundesligakader aufgenommen.

    Schon seit er denken kann geht Johannes Schief zu den Bundesligaspielen in die Paul Horn-Arena und feuert den TVR an. "Ich habe schon Tommy Welz zugeschaut, wie er auf dem Feld gezaubert hat", sagt der Abiturient. Als er 2013 selbst das Volleyballspielen beim TVR begonnen hat, war eben dieser Tommy Welz sein erster Trainer. Nur zwei Jahre später steht er selbst im Kader des schwäbischen Bundesligisten und träumt davon, auch mal im "Tollhaus der Liga" die Fans zu verzaubern.

    Der gebürtige Reutlinger begann seine sportliche Laufbahn auf dem Basketballfeld bei der TSG Reutlingen. Es folgte noch ein Ausflug an die Tischtennisplatte, bevor er mit 15 zum gelb-blauen Ball griff. "Volleyball war in unserer Familie immer ein Thema", blickt der 17-Jährige zurück, "meine Schwester spielt in der Regionalliga und ich war immer bei den Spielen in der Paul Horn-Arena. Ich bin froh, dass ich es dann irgendwann auch mal ausprobiert habe."

    Zumal er in den vergangenen Jahren auch noch einen richtigen Wachstumsschub bekommen hat, mittlerweile misst der Außenangreifer 2,01 Meter und es könnte noch höher hinaus gehen. Sein Talent blieb beim TVR nicht verborgen, schon nach einem halben Jahr wurde er von Landestrainer Michael Mallick in den baden-württembergischen Kader aufgenommen. Im Sommer 2014 hätte Rottenburgs neue Nummer 14 ins Volleyballinternat nach Frankfurt wechseln können. Zu diesem Zeitpunkt hatte aber auch schon TVR-Coach Hans Peter Müller-Angstenberger seine Fühler nach ihm ausgestreckt, "und ein Schulwechsel so kurz vor dem Abi kam nicht in Frage" begründet Schief seine Entscheidung  gegen den Gang in die Main-Metropole.

    Die Entscheidung für den TVR wird er nicht bereut haben: In der vergangenen Saison wurde er immer öfter ins Training der Bundesligamannschaft eingeladen und hat nun den Sprung ins Team geschafft. Das Abitur hat er vor wenigen Monaten am Reutlinger Friedrich-List-Gymnasium erfolgreich abgeschlossen und kann sich nun voll auf Volleyball konzentrieren. Der Fokus in der Trainingsarbeit liegt bei den Herren 1, Spielpraxis wird er im Landesligateam des TVR unter Coach Markus Nothdurft sammeln.

    Für Hans Peter Müller-Angstenberger ist die Arbeit mit Johannes Schief "ein Zukunftsprojekt". Er will dem jungen Spieler eine "Challenge" bieten, dass er sich zu einem Bundesligaspieler entwickeln kann. "Er bringt schon viele Dinge mit, die ihn zu einem Bundesligaspieler machen könnten, aber bis dahin müssen wir noch viel arbeiten." Dafür gibt sich Johannes Schief jetzt mindestens ein Jahr Zeit und wird sich voll auf seinen Sport konzentrieren. "Es ist eine tolle Chance, dass sich Johannes ohne den Druck von Schule oder Studium an das Bundesliganiveau gewöhnen kann. Er ist sehr fleißig und will den Sprung schaffen, wir freuen uns dass wir ihm die Möglichkeit dazu geben dürfen."

    Im Interview mit Philipp Vollmer spricht Johannes Schief von der Erfüllung seines Traums und was er sich von der starken Konkurrenz auf seiner Position abschauen will.

    Hallo Johannes, du hast 2013 mit Volleyball begonnen, jetzt stehst du in einem Erstligakader. Das kann doch eigentlich gar nicht sein?

    Johannes Schief: (lacht) Es ist unglaublich, wie schnell das ging und es kam alles sehr überraschend. Die Unterstützung vom Verein, von Freunden und der Familie ist enorm. Auch die Mannschaft hat mich super aufgenommen und hilft mir weiter, wo sie kann. Aber auch Menschen wie mein früherer Tutor haben mich immer unterstützt. Oder mein Opa, der mich immer zum Training fährt, wenn es klemmt.

    Wie ist dein Verhältnis zu Hans (Hans Peter Müller-Angstenberger, Anm. d. Red.), der dich schon lange beobachtet und begleitet?

    Schief: Hans kümmert sich sehr um mich, neben dem sportlichen z.B. auch im mentalen Bereich. Er hat mir immer das Gefühl gegeben, dass ich ihm als Spieler wichtig bin.

    Was haben Deine Eltern gesagt, als du ihnen von der Erstliga-Idee erzählt hast?

    Schief: (lacht) Die haben erst mal große Augen gemacht, damit hatte ja keiner gerechnet. Aber sie waren natürlich begeistert und haben die Idee Realität werden lassen.

    Kam es wirklich so überraschend?

    Schief: Na ja, es hatte damit begonnen, dass Hans mich mal im Training dabei haben wollte. Danach wurde es immer mehr und schließlich reifte die Idee, mich ins Team aufzunehmen. Eine größere Ehre gibt es natürlich nicht für einen Jugendspieler. Viele gehen nach dem Abi ins Ausland, ich konzentriere mich nun ein Jahr voll auf Volleyball.

    Der TVR ist auf der Außen Annahme Position mit Moritz Karlitzek, Dirk Mehlberg und Tom Strohbach ganz stark besetzt. Was willst du dir abschauen?

    Schief: Das ist wirklich der Wahnsinn. Wir kommunizieren sehr viel untereinander und jeder hilft mir. Für mich ist das großartig, denn alle drei spielen unglaublichen Volleyball. Ich will von ihnen lernen und mir einiges abschauen.

    Im Training liegt der Fokus bei Herren 1, bei den Spielen bei Herren 3 in der Landesliga. Was ist Euer Ziel?

    Schief: Mit den Herren 3 will ich die größten Erfolge feiern und würde gerne mit dem Team aufsteigen. Das Potenzial ist da. Da ich noch nicht so lange Volleyball spiele, brauche ich die Wettkämpfe.

    Was zeichnet für dich den TVR aus?

    Schief: Der TVR ist wie eine zweite Familie, es herrscht ein unglaublich gutes Verhältnis. Bisher läuft alles so, wie ich mir das vorgestellt hatte.

    Letzte Woche warst du beim Teambuilding auf der Alb mit dabei, als ihr einen Tag auf dem Acker u.a. Kartoffeln geerntet habt. Wie war das für dich?

    Schief: Das war mega gut, für mich persönlich und für die Mannschaft. Wir haben auf einem ganz anderen "Feld" etwas miteinander erarbeitet und die Teamprozesse optimiert. Zudem war es sehr spannend, was die Natur einem gibt und welche Arbeit dahinter steckt, bis bspw. eine Kartoffel im Suppentopf landet.

    Steckbrief:

    Name: Johannes Schief                             
    Geburtstag: 03.10.1997
    Geburtsort: Reutlingen
    Größe: 201 cm
    Nationalität: deutsch
    Position: Außen Annahme
    Bisherige Vereine: TV Rottenburg

    Der Kader des TV Rottenburg für die Saison 2015/16:

    Federico Cipollone (Z), Philipp Jankowski (Z), Sven Metzger (D), Willy Belizer (L), Hannes Elsäßer (L), Lars Wilmsen (MB), Tom Strohbach (AA), Friederich Nagel (MB), Moritz Karlitzek (AA), Dirk Mehlberg (AA), Felix Isaak (MB), Felix Orthmann (D), Johannes Schief (AA)

     

    02.09.2015 15:38
  • VCW startet Tagesticket-Verkauf
    VC Wiesbaden
    Am heutigen Dienstag, dem 1. September 2015, beginnt beim VC Wiesbaden der Verkauf von Tagestickets für die stimmungsvollen VCW-Heimspiele in der Bundesliga-Saison 2015/16. Ab genau zwölf Uhr sind die Eintrittskarten erhältlich.
    Die VCW-Spielerinnen Kaisa Alanko, Tanja Großer und Annalena Mach (v.l.) freuen sich auf viele Zuschauer in der neuen Saison (Foto: VCW)

    Am morgigen Dienstag, dem 1. September 2015, beginnt beim VC Wiesbaden der Verkauf von Tagestickets für die stimmungsvollen VCW-Heimspiele in der Bundesliga-Saison 2015/2016. Um genau zwölf Uhr mittags sind die Eintrittskarten für die Partien bis Dezember 2015, die in der modernen Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit ausgetragen werden, erhältlich. Ebenfalls zu kaufen gibt es die Tickets für die besonders spannenden und attraktiven Begegnungen von Wiesbadens Volleyballerinnen im internationalen CEV-Cup und dem DVV-Pokal.

    "Am einfachsten bekommt man VCW-Eintrittskarten über unseren Online-Ticket-Shop unter www.vc-wiesbaden.de/tickets", erläutert Kim Sala, die beim VCW das Ticketing verantwortet. Alle Heimspiel-Eintrittskarten erhalten bereits das praktische RMV-KombiTicket, mit dem die kostenfreie und stressfreie An- und Abreise mit Bus und Bahn aus dem gesamten Rhein-Main-Verkehrsverbund möglich ist. Die Preise für Tagestickets zu VCW-Partien beginnen bereits bei sechs Euro. "In der letzten Saison waren im Schnitt mehr als 1.500 Zuschauer bei unseren Heimspielen. Wir wünschen uns, dass es in diesem Jahr noch mehr werden", hofft Sala. Die Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit fasst bis zu 2.100 Zuschauer. "Die Fans", so Kim Sala abschließend, "sind für unsere Mannschaft enorm wichtig. Die Gänsehautatmosphäre und die fantastische Stimmung bei unseren Heimspielen überträgt sich sehr stark aufs Team."

    Dem VC Wiesbaden steht ein gleichermaßen spannendes wie schweres Auftaktprogramm bevor: Für Wiesbadens Volleyballerinnen beginnt die Saison am 17. Oktober 2015 um 19 Uhr mit einem Heimspiel gegen die Roten Raben aus Vilsbiburg. Die erste internationale Partie am Platz der Deutschen Einheit steigt dann am 28. Oktober 2015. Gegner im europäischen CEV-Cup ist die polnische Mannschaft Polski Cukier Muszyna. Im DVV-Pokal empfängt der VCW am 4. November 2015 Bundesliga-Aufsteiger NawaRo Straubing zum ersten K.o.-Spiel der Saison.

    Weitere Informationen zum Ticketangebot sowie die komplette Preisliste sind unter www.vc-wiesbaden.de/tickets zu finden. Der komplette Spielplan ist unter www.vc-wiesbaden.de einsehbar.

    31.08.2015 16:43

Leopold Angerer und Simon Gürzing verstärken den TSV Grafing

TSV Grafing

Die Kaderplanungen beim TSV Grafing sind abgeschlossen. Mit Leopold Angerer und Simon Gürzing hat man sich den Dienst von zwei starken Spielern gesichert und schaut zuversichtlich in die Saison 2015/16. Dem Saisonbeginn am 26.09. bei der FT 1844 Freiburg steht nichts mehr im Wege.

04.09.2015 11:53

Schwitzen im Olympia-Trainingszentrum von Bukarest

NawaRo Straubing

30 Grad, die Sonne brennt auf die Betonflächen im Olympia-Trainingszentrum von Bukarest. In der Volleyball-Halle ist die Temperatur deutlich angenehmer, doch die Spielerinnen vom Bundesliga-Aufsteiger NawaRo Straubing schwitzen innen fast genau so viel.

04.09.2015 10:15

Aufbruch zur Testspiel-Reise

VC Wiesbaden

Am heutigen Freitag brechen die Bundesliga-Volleyballerinnen vom VC Wiesbaden zu einer mehrtägigen Trainings- und Testspiel-Reise auf. Hierfür reist nahezu der komplette Kader zunächst nach Erfurt, um dort am heutigen Abend in aller Freundschaft ein Trainingsspiel gegen den Liga-Konkurrenten VT Aurubis Hamburg zu absolvieren.

04.09.2015 09:13

Same procedure as every year...

RC Sorpesee

Es sind noch gut zwei Wochen, bis die ersten Meisterschaftsspiele der neuen Zweitligasaison angepfiffen werden. Doch schon jetzt kommt es im Landespokal des Westdeutschen Volleyball-Verbands zu einem echten Klassiker.

03.09.2015 22:34

Vera Bondar: Seitenwechsel einer Legende

Rote Raben Vilsbiburg

Eine Ära geht zu Ende - eine neue beginnt. Denn nach rund zwei Jahrzehnten als Co-Trainerin verabschiedet sich Vera Bondar von diesem Job, bleibt aber dem Vilsbiburger Volleyball eng verbunden – in einer anderen, sehr wichtigen Tätigkeit.

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Spiele

Donnerstag, 15. Oktober 2015

18:30 Schwerin - Stuttgart -:-
MIKASA