• "Irgendwann wussten wir, dass wir heute gewinnen können"
    Dresdner SC
    Gemeinsam mit Mannschaftsführerin Myrthe Schoot lassen wir die Gruppenphase der 2015 CEV DenizBank Volleyball Champions League Revue passieren und wagen einen ersten Blick auf unseren Gegner in der Runde der besten zwölf: Fenerbahce Grundig Istanbul.
    Myrthe Schoot steht mit dem Dresdner SC unter den besten zwölf Teams der europäischen Königsklasse (Foto: L. Hentschel)

    Gemeinsam mit Mannschaftsführerin Myrthe Schoot lassen wir die Gruppenphase der 2015 CEV DenizBank Volleyball Champions League Revue passieren und wagen einen ersten Blick auf unseren Gegner in der Runde der besten zwölf: Fenerbahce Grundig Istanbul.

    Myrthe, hinter euch liegt eine Champions League Gruppenphase mit einigen Höhepunkten, aber auch Rückschlägen. Am Ende stehen drei Siege und die beste Vorrundenbilanz der Vereinsgeschichte. Woran denkst du im Rückblick auf die vergangenen drei Monate als Erstes?

    "Zunächst kommt mir dabei das Rückspiel gegen Dinamo Moskau in den Sinn. Das liegt einfach daran, dass wir erst seit ein paar Tagen aus Moskau zurück sind, das Spiel analysiert und viel daraus gelernt haben. Natürlich denke ich aber auch an das Hinspiel. Beim 3:2-Erfolg im November haben wir sehr gut gespielt und einen wichtigen Schritt in Richtung Play-offs gemacht."

    Damals lagt ihr bereits 0:2 nach Sätzen zurück...

    "Aber wir haben gespürt, dass Moskau nicht hundertprozentig da war und wussten, dass wir uns noch steigern können. Mit dieser Überzeugung, Kampfgeist und unseren Fans im Rücken haben wir uns in einen Rausch gespielt. Irgendwann wussten wir, dass wir heute gewinnen können."

    Nach der Partie standest du sogar im Dream-Team der Woche. Welchen Wert besitzt das für dich?

    "Natürlich habe ich mich darüber gefreut. Schließlich spielen in der Champions League die besten der Besten. Aber im Volleyball kommt es auf die Mannschaft an. Du stehst und fällst mit deinem Team. Ich sehe das also eher als Auszeichnung für unsere tolle Mannschaftsleistung."

    Stichwort: Mannschaftsleistung. Nach einem Arbeitssieg beim finnischen Meister LP Salo konntet ihr gegen Unendo Yamamay Busto Arsizio nicht an die Leistung aus dem ersten Spiel anknüpfen. Wie bewertest du die beiden Niederlagen gegen die Italiener?

    "Es tut immer noch ein bisschen weh, weil wir nicht so gut gespielt haben und wissen, dass wir mehr können. Wir haben nicht zu unserem Spiel gefunden und zu viele Fehler gemacht. Das wird in der Champions League gnadenlos bestraft, denn die besten Teams Europas verzeihen nichts. Sie erkennen deine Schwächen und nutzen sie konsequent. Entscheidend ist, dass wir aus diesen Begegnungen lernen und die gewonnenen Erkenntnisse nutzen, um uns kontinuierlich zu verbessern."

    Die nächste Herausforderung in der Königsklasse heißt Fenerbahce Grundig Istanbul. Was sagst du zu diesem Los?

    "Ich denke Fenerbahce gehört zu den besten Mannschaften die ich jemals gesehen habe. Letztes Jahr habe ich total begeistert nach Kazan geschaut, aber ich denke Fenerbahce ist genauso gut - vielleicht sogar noch besser."

    Woher kommt dieser Vergleich?

    "Ich habe Dinamo Kazan letztes Jahr im Final Four gesehen und war sprachlos. Das Team funktionierte wie eine Maschine. So etwas hatte ich noch nicht gesehen. Besonders beeindruckend war die Außenachse Gamova - Del Core - Larson. Das ist bei Fenerbahce nicht anders. Da hast du Montano - Kim - Hildebrand/Bosetti. Allesamt Ausnahmespielerinnen."

    Was zeichnet diese Spielerinnen aus?

    "Sie sind in allen Elementen stark. Nehmen wir beispielsweise Yeon-Kuong Kim. Sie ist groß, athletisch, hat ein unglaubliches Ballgefühl und behält immer den Überblick. Sowohl in der Annahme als auch im Angriff verfügt sie über große Qualitäten. Außerdem setzt sie den gegnerischen Annahmeriegel mit kraftvollen und präzisen Sprungangaben unter Druck. Und das ist nur eine Spielerin. Dazu kommen Lo Bianco im Zuspiel Bauer/Erdem in der Mitte. Das wird ganz schwer."

    Mit welcher Einstellung geht man in ein Spiel gegen einen so hochkarätigen Gegner?

    "Wir freuen uns drauf gegen so eine Mannschaft spielen zu dürfen und wollen als Sportler natürlich zeigen was wir drauf haben. Wenn wir das volleyballerische Level vom Spiel gegen Dinamo Moskau erreichen, dann können wir mitspielen und am Ende zufrieden sein."

    Vielen Dank für das Interview und alles Gute für die anstehenden Herausforderungen.

    01.02.2015 18:04
  • Stuttgart dominiert die Roten Raben
    Allianz MTV Stuttgart vs. Rote Raben Vilsbiburg, 31.01.15, 1. BLF
    Allianz MTV Stuttgart gewinnt sein Heimspiel vor 2.000 Zuschauern in der SCHARRena gegen die Roten Raben aus Vilsbiburg klar und überlegen mit 3:0. Wie schon im Hinspiel hatten die Niederbayerinnen dem Angriffswirbel von Kim Renkema & Co. kaum etwas entgegenzusetzen. Zudem trafen sie auf ein Team, dass gestern vor allem auch in der Annahme und Abwehrarbeit äußerst konzentriert zu Werke ging. Mit diesem Sieg ist Stuttgart nun auch rechnerisch nicht mehr vom 4. Platz der Bundesliga-Tabelle zu verdrängen und wird im Playoff-Viertelfinale in jedem Fall Heimrecht genießen! Zugleich bedeutet dies auch die beste Platzierung der Stuttgarter Mannschaft in der Vorrunde seit ihrer Bundesliga-Zugehörigkeit. Wer hätte diesem Team vor der Saison eine solche Leistungsexplosion zugetraut?
    Matchwinnerin und MVP beim Spiel gegen die Roten Raben aus Vilsbiburg: Katherine Harms (Foto: Allianz MTV Stuttgart)

    Allianz MTV Stuttgart gewinnt sein Heimspiel vor 2.000 Zuschauern in der SCHARRena gegen die Roten Raben aus Vilsbiburg klar und überlegen mit 3:0. Wie schon im Hinspiel hatten die Niederbayerinnen dem Angriffswirbel von Kim Renkema & Co. kaum etwas entgegenzusetzen. Zudem trafen sie auf ein Team, dass gestern vor allem auch in der Annahme und Abwehrarbeit äußerst konzentriert zu Werke ging. Mit diesem Sieg ist Stuttgart nun auch rechnerisch nicht mehr vom 4. Platz der Bundesliga-Tabelle zu verdrängen und wird im Playoff-Viertelfinale in jedem Fall Heimrecht genießen! Zugleich bedeutet dies auch die beste Platzierung der Stuttgarter Mannschaft in der Vorrunde seit ihrer Bundesliga-Zugehörigkeit. Wer hätte diesem Team vor der Saison eine solche Leistungsexplosion zugetraut?

    Spricht man in den letzten Wochen über das Team von Guillermo Hernandez, so fällt immer häufiger auch der Name Katherine Harms. Die Leistungskurve der Diagonalspielerin zeigt kontinuierlich nach oben, sie wird zu einem immer wichtigeren Bestandteil des Stuttgarter Erfolges. Besonders eindrücklich manifestiert hat sich dies am Samstagabend in der SCHARRena im Stuttgarter Neckarpark im Match gegen den deutschen Vizemeister. Was die 24-jährige US-Amerikanerin aus Minneapolis da aufs Parkett gelegt hat, war schon aller Ehren wert. Ganz klar drückte sie dem Spiel ihren Stempel auf. "Für mich zahlen sich die harten Spezial-Trainingseinheiten immer mehr aus", berichtet Harms kurz nach dem Match. Was genau sie damit meinte, erklärte Trainer Hernandez wenig später auf Nachfrage nach dem Entwicklungsstand seiner Spielerin: "Für Katherine war es ein erster schwieriger Step von der Universität zu den Profis, den sie schnell und gut gemeistert hat. Der A1-Club Novara in Italien erkannte ihr Potenzial, in Puerto Rico reifte sie danach weiter. Sie kam praktisch als Star zu uns - und musste dem hohen Niveau der deutschen Bundesliga dann zunächst aber Tribut zollen. Wir nahmen ihr dann erst mal den Druck, hier adhoc etwas reißen zu müssen, setzten sie auf die Bank und arbeiteten im Hintergrund kontinuierlich an ihr und ihren Stärken. Dies zahlt sich jetzt aus. Ihre Leistung gegen die Raben mit 15 Punkten insgesamt und einer Won/Lost-Statistik von +12 war beeindruckend!"

    In der Anfangsphase des Spiels zeigte sich bei den Roten Raben, wie wichtig der Neueinkauf Kyla Richey für das Team schon ist. Nur dank ihr konnten die Niederbayerinnen punktemäßig überhaupt einigermaßen an Stuttgart dran bleiben. Beim Stand von 10:6 kam dann aber doch der große Einbruch und Stuttgart machte sechs Punkte am Stück, darunter ein Lob von Katherine Harms über die gesamte Vilsbiburger Mannschaft hinweg hinten auf die Linie. Harms hatte zu diesem frühen Zeitpunkt schon fünf Scorer-Punkte auf ihrem Konto. Und Athina Papafotiou, die Hernandez für die Raben sicher etwas überraschend als erste Zuspielerin aufgeboten hatte, überzeugte mit variantenreichen Pässen und beim Aufschlag. Hernandez: "Athina hat sich in den vergangenen Wochen nochmals stark verbessert. Wir sind so froh, dass wir mit ihr und Mareike zwei Zuspielerinnen auf Augenhöhe haben und somit immer mit taktischen Varianten agieren können. Das macht uns unberechenbarer!" Einer der vielen Aufschlagfehler im Match (insgesamt elf bei den Roten Raben, zehn bei Allianz MTV), begangen durch Rebecka Lazic, beendete schließlich den einseitigen ersten Satz mit 25:15 zugunsten von Stuttgart.

    Wenig Änderung dann im zweiten Durchgang, bei dem sich Vilsbiburg seinen Einbruch allerdings schon ganz am Anfang leistete. Dieses Mal waren es sage und schreibe acht Punkte, die das Team von Trainer Jonas Kronseder bis zum 10:2 hintereinander verlor, darunter erneut ein dynamischer Außenangriff von Katherine Harms über rechts (nach vorheriger starker Abwehrleistung auf Stuttgarter Seite bei zwei Vilsbiburger Angriffsversuchen) und auch ein Lob, der von der Raben-Abwehr trotz mehrerer Hechtsprünge nicht mehr zu retten war. Kurz danach stand es nach weiteren drei Breakpunkten durch Stuttgart schon 13:4 und Erinnerungen kamen hoch an das Hinspiel in Bayern, als Vilsbiburg teilweise komplett auseinanderbrach. Vilsbiburg musste sich in der Folge jeden einzelnen Punkt gegen eine meisterliche Abwehr mit sehr guter Blockleistung hart erarbeiten. Bei Stuttgart hingegen schien alles wie von selbst zu laufen. Weitere vier Breakpunkte sorgten für das 23:9, darunter ein in der SCHARRena umjubelter Ballwechsel, bei dem Tamari Miyashiro zunächst einen wuchtigen Angriff von der enttäuschenden Liana Mesa Luaces entschärfen konnte, um dann beim zweiten Versuch der Raben noch die Hand unter den Lob-Ball zu bringen. Katherine Harms ließ den kurz gestellten Ball dann lässig in die Abwehrlücke der Raben tropfen. Am Ende des Satzes ließ die Konzentration auf Stuttgarter Seite etwas nach, Hernandez probierte mit der eingewechselten Jelena Wlk noch einige Angriffsoptionen aus. Doch mit einem Außenangriff über rechts bereitete Harms dem zu diesem Zeitpunkt dann doch etwas wirren Treiben ein Ende. 25:16.

    Im dritten Satz spielte Vilsbiburg dann erstmals ernsthaft mit in der Partie. Doch dies lag nicht etwa an der aufkommenden Stärke der Raben, sondern wohl eher daran, dass Stuttgart einen Gang zurückgeschaltet hatte. Mehrfach gab es Dreier-Breaks auf beiden Seiten, sodass die Roten Raben bis zum 9:9 tendenziell immer leicht vorn lagen. Eine Serie von Annahmefehlern durch Kyla Richey brachte Stuttgart kurzfristig wieder ins Vordertreffen, sofort korrigiert durch zwei Blockpunkte von Elwassimy/Stöhr. Das Spiel plätscherte nun bis zum 20:18 so vor sich hin, war vom Ergebnis her aus Stuttgarter Sicht aber unnötig knapp. Doch Allianz MTV beherrscht seit einiger Zeit eben auch das, was ein Spitzenteam ausmacht: Im entscheidenden Moment eines Spiels können die Spielerinnen den Hebeln dann doch wieder umlegen und fokussiert auf ein Ziel hin arbeiten. So machten die Raben plötzlich nur noch einen Punkt - und dies war ein Aufschlagfehler der Stuttgarterinnen. Mit einem Einzelblock gegen Richey, über den sie sich diebisch freute, und einen Außenangriff über rechts, bei dem sie listig den Block anschlug, oblag es dann natürlich wieder Katherine Harms, dieses einseitige Match mit 25:19 zu beenden.

    Ab kommenden Sonntag steht für Allianz MTV Stuttgart dann wieder einmal eine "Woche der Wahrheit" ins Haus. Nach dem schweren Auswärtsspiel in Münster geben innerhalb von vier Tagen mit Schwerin und Wiesbaden die direkten Konkurrenten um Tabellenplatz 2 ihr Stelldichein in der SCHARRena. Ganz glücklich mit der Situation ist Guillermo Hernandez allerdings nicht, vor allem mit dem ersten Spiel am Dienstagabend: "Sonntagnachmittag in Münster und dann schon am Dienstag zuhause gegen Schwerin? Wieder einmal sind die Spielansetzungen nicht gerade glücklich für uns! Schwerin kommt am Samstag direkt aus Wiesbaden und hat bei uns vor Ort mehr Vorbereitungszeit als wir selbst - nämlich praktisch keine! Für so ein wichtiges Spiel ist das äußerst ärgerlich!"

    01.02.2015 18:01
  • GCDW verpasst Sieg gegen Bühl nur knapp - das 2:3 bestätigt, dass sich am Ammersee etwas tut
    TSV Herrsching
    Es läuft wie geplant. GCDW-Trainer Max Hauser hat Wort gehalten und mit seiner Mannschaft am Samstag mit dem TV Ingersoll Bühl ein Top-Team der VBL mächtig geärgert. Zum Sieg fehlt nicht viel, aber das 2:3 (26:24, 25:19, 20:25, 23:25, 8:15) bringt einen Punkt und bestätigt, dass sich der GeilsteClubderWelt enorm verbessert hat.
    Der GCDW kann gegen Bühl zwei Sätze gewinnen und damit einen Zähler feiern. Am Ende jubeln aber die Gäste (Foto: GCDW Herrsching)

    Es läuft wie geplant. GCDW-Trainer Max Hauser hat Wort gehalten und mit seiner Mannschaft am Samstag mit dem TV Ingersoll Bühl ein Top-Team der VBL mächtig geärgert. Zum Sieg fehlt nicht viel, aber das 2:3 (26:24, 25:19, 20:25, 23:25, 8:15) bringt einen Punkt und bestätigt, dass sich der GeilsteClubderWelt enorm verbessert hat.

    Nach dem Match sagt Herrschings Trainer Max Hauser: "Im Hinspiel sind wir noch mächtig vermöbelt worden. Heute haben wir mehr als zwei Sätze lang gezeigt, dass sich seither einiges getan hat bei uns. Schließlich haben wir hart trainiert, um näher an Teams wie Bühl heranzukommen."

    Und dass sich dieser Aufwand gelohnt hat, bekommen die 950 Zuschauer in der erneut fast ausverkauften Nikolaushalle zu sehen. Der GCDW erwischt den besseren Start (8:4), hat die Entschlossenheit vom Sieg am Vortag gegen Coburg mit auf´s Parkett gebracht. Als Beispiel sei der lange Ballwechsel zum 13:8 genannt, der dank großem Einsatzes verdient an die Herrschinger geht. Doch die Gäste, als Tabellensechster zwei Plätze vor dem GCDW und immer noch mit Chancen auf Rang vier, lassen sich nicht abschütteln. Die Herrschinger Angriffe sind zwar gefährlich, der Block der Gäste ist aber nun hellwach. Es wird eng. 24:24 steht es, als Luke Smith einen Aufschlag perfekt annimmt und den folgenden Angriff versenkt. Der nächste Angriff der Bühler segelt ins Aus: 26:24 für Herrsching.

    Satz zwei verläuft ganz ähnlich. Der GCDW fährt nun seinerseits den Block hoch, doch Bühl bleibt wieder dran. Gegen Ende des Satzes blockt zunächst Roy Friedrich einen Gäste-Angriff, ein krachender Schmetterschlag von Daniel Malescha (mit 23 Punkten Topscorer des Abends) bringt das 18:15. Kurz danach ist Michael Wehl zweimal über die Mitte erfolgreich, aber Bühl bleibt dank David Sossenheimer im Geschäft. Ein Service-Winner von Daniel Malescha bringt das 23:19 und die Vorentscheidung in Durchgang zwei, der mit 25:19 an den GCDW geht.

    Ein Punkt ist nun schon sicher, aber die Gastgeber wollen mehr. Die Nordbadener haben sich jedoch längst nicht aufgegeben. Bühls Trainer Ruben Wolochin bringt mit Magloire Mayaula Nzeza einen starken Mann in der Mitte - und beweist dabei ein gutes Händchen. Bühl liegt den ganzen Satz über in Front und zeigt eine grandiose Abwehrleistung. Beim GCDW ist dagegen die Annahme ein wenig schwächer geworden. Deshalb wird der angeschlagene Julius Höfer eingewechselt. Auch er kann das 20:25 nicht verhindern.

    Satz vier ist sehr ausgeglichen, kein Team kann sich absetzen. Der GCDW tut es den Bühlern gleich und zeigt tollen Einsatz, etliche Ballwechsel sind sehenswert. Doch das bessere Ende hat Bühl für sich. GCDW-Zuspieler Tobias Neumann riskiert alles, schlägt seinen Angriff zum 23:25 aber knapp ins Aus.

    Die Entscheidung bringt nun der Tiebreak, den die Gäste von Beginn an dominieren. Der GeilsteClubderWelt kommt trotz aller Anstrengung nicht heran und muss sich mit 8:15 geschlagen geben. Das 2:3 nach zwei Stunden und sechs Minuten entlockte GCDW-Trainer Max Hauser dennoch ein dickes Lob: "Ich möchte mich bei den Spielern und den Fans für zwei schöne Tage bedanken, in denen es sehr guten Volleyball zu sehen gab." Auch Bühls Trainer Wolochin gab zu, dass er "über die Qualitäten der Herrschinger erstaunt gewesen" ist. Zu der Leistung seines Teams sagte der Übungsleiter: "Wir hatten einen holprigen Start, haben uns aber nach der Pause gesteigert. Wenn wir dieses bessere Level in den Plaoffs zeigen, dann ist alles möglich."

    Für den GCDW stehen unter dem Strich vier Punkte aus zwei Spielen zu Buche. Das Ziel - Platz acht nach der regulären Runde - scheint mit dieser Ausbeute (insgesamt nun 17 Zähler) durchaus realistisch. Wahrlich nicht schlecht für einen Aufsteiger.

    01.02.2015 14:40
  • Souveräner Auftritt beim Nachbarn
    NETZHOPPERS KW-Bestensee vs. BERLIN RECYCLING Volleys, 31.01.15, 1. BLM
    Die BR Volleys bestätigten mit einer starken Leistung ihre gute Form und besiegten am Samstagabend die Netzhoppers KW-Bestensee klar mit 3:0 (25:18, 25:11, 25:19).
    Dagmar Jaschen, Bestensee

    Die BR Volleys bestätigten mit einer starken Leistung ihre gute Form und besiegten am Samstagabend die Netzhoppers KW-Bestensee klar mit 3:0 (25:18, 25:11, 25:19). Schon am Mittwoch (04. Feb um 19.30 Uhr) tritt der Deutsche Meister wieder vor heimischer Kulisse an. In der Max-Schmeling-Halle ist dann der TV Rottenburg zu Gast.

    Weiterlesen auf www.br-volleys.de

    01.02.2015 14:12
  • VC Wiesbaden gewinnt überlegen in Hamburg
    VT Aurubis Hamburg vs. VC Wiesbaden, 31.01.15, 1. BLF
    Sehr erfolgreich endete die intensive englische Woche mit vier Spielen für die VCW-Girls. Die Mannschaft war vom Trainerteam optimal eingestellt und hat das Ziel Andi Vollmers konsequent umgesetzt, "die starke Bilanz gegen Hamburg beizubehalten und wichtige Punkte für eine gute Playoff-Platzierung einzubringen". Das Wiesbadener Team wurde seiner Favoritenrolle voll gerecht und nach 75 Minuten Spielzeit konnten drei Punkte und ein 3:0-Erfolg (25:15, 25:22, 25:17) auf der Habenseite verbucht werden.
    Karine Muijlwijk freut sich über den Sieg mit ihrem Team in Hamburg und wird mit der MVP-Medaille geehrt (Foto: Detlef Gottwald)

    Sehr erfolgreich endete die intensive englische Woche mit vier Spielen für die VCW-Girls. Die Mannschaft war vom Trainerteam optimal eingestellt und hat das Ziel Andi Vollmers konsequent umgesetzt, "die starke Bilanz gegen Hamburg beizubehalten und wichtige Punkte für eine gute Playoff-Platzierung einzubringen". Das Wiesbadener Team wurde seiner Favoritenrolle voll gerecht und nach 75 Minuten Spielzeit konnten drei Punkte und ein 3:0-Erfolg (25:15, 25:22, 25:17) auf der Habenseite verbucht werden. Das Ergebnis spiegelt für Vollmer "eine zum Teil klare Überlegenheit meines Teams in der Hansestadt" wider. Es gelang seiner Mannschaft, so Vollmer, "den Druck über alle drei Sätze hochzuhalten". Dem hatte der Neuntplatzierte VT Aurubis Hamburg, der nach dem Sieg in Münster Aufwind spürte, an diesem Abend vor 921 Zuschauern in der CU Arena wenig entgegenzusetzen.

    Die Wiesbadenerinnen hatten die mühsame 12-Stunden-Anreise mit Ankunft nachts um 01.30 Uhr im Hotel gut weggesteckt und gingen von Beginn an "konzentriert ans Werk". In der Synopse war sein Team für Andi Vollmer "vor allem im Außenangriff deutlich besser aufgestellt, ebenso im Aufschlag und Annahme mit niedriger Fehlerquote", Hamburg hatte an diesem Abend "nicht die Ballkontrolle und konnte trotz vieler Spieler- und Positionswechsel nicht dauerhaft auf einem hohen Niveau mitspielen".

    Auf Seiten der Gäste kam im zweiten Satz Julia Osterloh für Rebecca Schäperklaus, ansonsten verzichtete der Wiesbadener Coach auf Spielerwechsel. Die zuletzt verletzten bzw. erkrankten Pauliina Vilponen, Iveta Halbichova und Annalena Mach wurden nochmals geschont. Für das Spitzenspiel am kommenden Samstag gegen den Schweriner SC ist aber der gesamte Kader einsatzbereit. In dieser Endphase der Hauptrunde ist auch ein Blick auf die Tabelle erlaubt. Der VC Wiesbaden hat nach 18 Spielen 39 Punkte auf seinem Konto und kann von Aachen und Potsdam, die beide 19 Spiele absolviert haben, auch rechnerisch nicht mehr eingeholt werden. Das Minimalziel, die direkte Qualifizierung für die Playoffs, ist geschafft.

    Andi Vollmer startete mit Kaisa Alanko (Zuspiel), Regina Mapeli Burchardt und Tanja Großer (Außen), Jennifer Pettke und Rebecca Schäperklaus (Mitte), Karine Muijlwijk (Diagonal) und Izabela Śliwa (Libera). Ein Blick auf die Zwischenstände der Sätze zeigt Parallelen. In allen drei Durchgängen hatte der VC Wiesbaden den besseren Start, führte zur ersten technischen Auszeit klar. Im ersten Satz zog der Tabellenvierte über 16:9, 21:10 und 24:11 davon. Die Hamburgerinnen konnten noch vier Satzbälle abwehren, nach 22 Minuten war dieser Satz mit 25:15 aber entschieden. Mit 8:2 führten die Hessinnen in Durchgang zwei, jetzt kam die starke kämpferische Phase des Teams von Hamburg-Coach Dirk Sauermann. Bis zum 22:22 war die Partie ausgeglichen, dann hatten die Gäste das bessere Ende auf ihrer Seite. Nach 49 Minuten hieß es 25:22. Auch im dritten Satz führten Regina Mapeli Burchardt & Co mit 8:2, ließen die Hamburgerinnen aber nicht mehr herankommen. Über 16:13 und 21:13 dominierten die Gäste diesen Durchgang und durften nach 75 Minuten den Satzgewinn mit 25:17 und somit den Sieg bejubeln.

    Topscorerinnen auf Wiesbadener Seite waren Karine Muijlwijk (17 Punkte), Regina Mapeli Burchardt (12 Punkte) und Tanja Großer (9 Punkte). Als MVP wurde auf Wiesbadener Seite Karine Muijlwijk ausgezeichnet, auf Hamburger Seite Natalia Cukseeva, die mit 15 Punkten erfolgreichste Angreiferin beim VT Aurubis war.

    Jetzt hoffen Mannschaft und Trainer auf ein "volles Haus" beim Spitzenspiel gegen den Schweriner SC am kommenden Samstag, einem Highlight der Rückrunde.

    01.02.2015 11:21
  • Historische Serie der SVG gerissen
    SVG Lüneburg vs. SWD powervolleys DÜREN, 31.01.15, 1. BLM
    Neunmal in Folge war die SVG in Pflichtspielen ungeschlagen und sie wollte es auch in der Neuauflage des Pokalhalbfinals gegen die SWD Powervolleys Düren bleiben. Jede Serie findet jedoch einmal ein Ende und im Fall der SVG war es den Dürenern vorbehalten, diese Serie der Lüneburg im zehnten Spiel zu beenden.
    Carlos Mora Sabaté (l.) unterlag in einer umkämpften Partien den Dürenern mit einem starken Jan-Philipp Marks (rechts)

    Neunmal in Folge war die SVG in Pflichtspielen ungeschlagen und sie wollte es auch in der Neuauflage des Pokalhalbfinals gegen die SWD Powervolleys Düren bleiben. Jede Serie findet jedoch einmal ein Ende und im Fall der SVG war es den Dürenern vorbehalten ,diese Serie der Lüneburg im zehnten Spiel zu beenden. Verdient mit 3:1 (20:25;23:25;25:17;20:25) gewannen die von Michael Mücke trainierten Westfalen im wieder einmal ausverkauften Hexenkessel "Gellersenhalle" und haben nun beste Aussichten die Hauptrunde als Tabellendritter abzuschließen..

    Die SVG erwischte zwar noch einen relativ guten Start im ersten Satz, doch das eigentliche Vorzeigestück der Lüneburger, der Aufschlag, stand im Spiel gegen Düren nicht in einem vernünftigen Fehler-/Effektivitätsverhältnis. So hatte Düren zunächst wenig Mühe mit den Aufschlägen der Heimmannschaft und erzielte die SVG doch einmal einen Wirkungstreffer, folgte rasch der nächste Aufschlagfehler. Auf der anderen Seite schlugen die Gäste aggressiv und platziert auf. Allen voran MVP Sebastian Gevert und Jan-Philipp Marks setzten der SVG mit ihren Sprungaufschlägen stark zu. Die Folge: Die SVG Lüneburg rannte in den Sätzen eins, drei und vier bei allen technischen Auszeiten jeweils einem Rückstand hinterher. Waren die Lüneburger doch einmal nah dran aufzuholen, entschieden die Dürener die langen, wichtigen Ballwechsel zumeist für sich. In den ersten beiden Sätzen war es noch der starke Aussenangreifer Matthias Pompe, der die wichtigen Punkte, beispielsweise beim Stand von 24:23 im zweiten Satz erzielte. Im vierten Satz war es dann dem MVP Sebastian Gevert vorbehalten, den Sieg mit brachial geschlagenen Angriffen und seiner emotionalen Ausstrahlung einzutüten. 19 Punkte insgesamt erzielte der MVP insgesamt.

    Dabei spielte die SVG keinesfalls ein schlechtes Spiel. Jannik Pörner zeigte eine konstant gute Partie und wurde mit 18 Punkten Topscorer der Lüneburg. Und auch Mittelblocker Scott Kevorken war mit 12 seiner 14 Angriffe erfolgreich und brachte die SVG im dritten Durchgang mit zwei Blockpunkten in Folge auf den Weg zum Satzgewinn.

    " Aber Düren hat heute so gespielt, wie wir sie eigentlich im Pokalhalbfinale erwartet hatten. Starke Aufschläge und eine große Präsenz auf dem Feld zeichneten sie heute Abend aus. Sie haben gezeigt, dass sie zurecht auf dem dritten Tabellenplatz stehen. Düren ist eben in der Liga eines der Topteams", sagt SVG Geschäftsführer Andreas Bahlburg.

    Die vom Schnee geprägte Anreise der Dürener hatte dabei scheinbar keinen Einfluss auf das Spiel der Gäste. Insgesamt 24 Stunden waren die Dürener nach Lüneburg mit ihrem Reisebus unterwegs, inklusive nicht eingeplanter Hotelübernachtung an der Autobahn. "Wir sind Freitags um zwölf Uhr Mittags losgefahren und waren erst am Samstagmittag um 12 Uhr in Lüneburg. Wir haben, nachdem Nachts auf der Autobahn nicht mehr ging und wir bereits zwölf Stunden unterwegs waren, umdisponiert und kurzfristig ein Hotel unterwegs aufgesucht", sagt Dürens Trainer Michael Mücke.

    Was bleibt nun also für die SVG nach dieser Niederlage? Jede Menge positives, wenn es nach Cheftrainer Stefan Hübner geht: "Wir haben viele, viele Spiele im Januar gehabt und viele aufregende und tolle Wochen mit neun Siegen in Folge hinter uns. Das hätte uns vor der Saison keiner zugetraut, dass wir der erfolgreichste Aufsteiger in 40 Jahre Volleyball-Bundesliga werden. Diese Niederlage wirft uns deshalb nicht um oder bringt uns mental in Schwierigkeiten. Verlieren gehört zum Sport dazu, genauso wie das Gewinnen. Wir atmen jetzt erst einmal durch und dann haben wir mit Bühl und Friedrichshafen noch zwei weitere tolle Ligaspiele, ehe mit dem Pokalfinale und den Playoffs noch einmal ein ganz anderer, spezieller Abschnitt der Saison beginnt."

    Da die Netzhoppers nur noch theoretische Chancen haben die SVG einzuholen, ist die direkte Playoff Teilnahme der SVG kaum noch zu nehmen. In den letzten beiden Spielen geht es viel mehr darum, von welcher Startposition die "Salzstädter" in das Rennen um den Einzug in das Halbfinale gehen. Zwischen Platz vier und sechs ist für die SVG dabei noch alles möglich. Lediglich Platz vier berechtigt zu einem Heimspiel im ersten Viertelfinalspiel der Best-of-three Serie.

    Zu einem direkten Duell um den begehrten Platz vier kommt es für die SVG beim nächsten Auswärtspiel gegen den TV Ingersoll Bühl am 14.02.2015 um 20 Uhr. Jedoch gilt es zunächst abzuwarten, wie sich die Bühler bis dahin schlagen, da sie momentan drei Spiele weniger als die SVG absolviert haben. "Wir warten ab und versuchen natürlich das Optimale herauszuholen. Der Druck liegt aber bei den etablierten Teams.  Wir haben nun endlich wieder genau die Rolle, die uns am besten liegt; die des Underdogs", sagt Andreas Bahlburg.

    01.02.2015 11:02
shoepassion

SCU fährt in Kiel souverän drei Punkte ein

SCU Emlichheim

Emlichheimerinnen sind im Angriff durchschlagskräftiger

01.02.2015 19:57

Ein Pünktchen Hoffnung

VolleyStars Thüringen vs. Ladies in Black Aachen, 31.01.15, 1. BLF

Die VolleyStars holen im Heimspiel gegen Aachen leider nur einen Punkt, und somit gelang nicht der von allen so ersehnte Befreiungsschlag. Dennoch ist der Abstiegskampf weiterhin offen, aber man ist nun auf die Schützenhilfe von Vilsbiburg, Hamburg und vom VCO angewiesen. Dennoch lieferten die Suhlerinnen ein begeisterndes Spiel ab, machten die Wolfsgrube phasenweise zum Tollhaus und ernteten nach Spielende den verdienten Applaus für die wohl beste Saisonleistung.

01.02.2015 19:40

Bittere Niederlage im Ostderby

CPSV Volleys Chemnitz vs. SWE Volley-Team, 31.01.15, 2. BLSF

Die CPSV Volleys konnten am Samstagabend leider in eigener Halle nicht an die beiden Erfolge des vergangenen Wochenendes anknüpfen und verloren glatt mit 0:3 gegen ein hochmotiviertes Team aus Erfurt.

01.02.2015 19:09

Stuttgart geht gut vorbereitet auf „Raben-Jagd“

Allianz MTV Stuttgart vs. Rote Raben Vilsbiburg, 31.01.15, 1. BLF

Am Samstag (31. Januar 2015, 19.30 Uhr) ist es wieder soweit: Die Roten Raben sind zurück in der Stuttgarter SCHARRena, bereit dazu, so viele Punkte wie möglich mit in ihr „Nest“ nach Vilsbiburg zu entführen! Doch so weit wollen es die Mädels von Allianz MTV und ihr Trainer Guillermo Hernandez erst gar nicht kommen lassen.

01.02.2015 18:01

Stuttgart dominiert die Roten Raben

Allianz MTV Stuttgart vs. Rote Raben Vilsbiburg, 31.01.15, 1. BLF

Allianz MTV Stuttgart gewinnt sein Heimspiel vor 2.000 Zuschauern in der SCHARRena gegen die Roten Raben aus Vilsbiburg klar und überlegen mit 3:0. Wie schon im Hinspiel hatten die Niederbayerinnen dem Angriffswirbel von Kim Renkema & Co. kaum etwas entgegenzusetzen. Zudem trafen sie auf ein Team, dass gestern vor allem auch in der Annahme und Abwehrarbeit äußerst konzentriert zu Werke ging. Mit diesem Sieg ist Stuttgart nun auch rechnerisch nicht mehr vom 4. Platz der Bundesliga-Tabelle zu verdrängen und wird im Playoff-Viertelfinale in jedem Fall Heimrecht genießen! Zugleich bedeutet dies auch die beste Platzierung der Stuttgarter Mannschaft in der Vorrunde seit ihrer Bundesliga-Zugehörigkeit. Wer hätte diesem Team vor der Saison eine solche Leistungsexplosion zugetraut?

01.02.2015 18:01

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