• Finaltraum könnte sich für den SSC erfüllen
    Schweriner SC
    Nach dem letzten Training am Freitagvormittag hieß es für die Volleyballerinnen des Schweriner SC, die Koffer zu packen. Dabei mussten die Spielerinnen etwas mehr einpacken als üblich. Denn zuerst geht es per Flugzeug, Fähre und Bus in die türkische Millionenstadt Bursa zum Rückspiel im Halbfinale des Challenge Cups am Sonntag, 14.00 Uhr unserer Zeit. Dann folgt bereits am 1. April das Playoff-Halbfinalspiel in Stuttgart. Die Mannschaft wird gleich von Istanbul nach Stuttgart fliegen.
    Gemeinsam ins Finale: am Sonntag geht es in Bursa (TUR) für den Schweriner SC um den Einzug ins Finale des Challenge Cups (Foto: SSC/Heiden)

    In Bursa laufen die Vorbereitungen auf das hochkarätige Spiel zweier hochklassiger Mannschaften auf vollen Touren. Für Felix Koslowski und sein Team wird es ein Höllenritt, wie er selbst vor Abfahrt bekannte. Allerdings hat er das wärmende Polster des 3:1-Sieges im Hinspiel vom  Mittwoch in Schwerin im Rücken. Er rechnet mit einem harten Spiel. Wer Bursa und seine Fans schon erlebt hat, wird ihm Recht geben müssen. Bursa-Trainer Emin Imen wird alles dran setzen, die Niederlage vor heimischer Kulisse wieder wett zu machen. Schwerin braucht einen weiteren Sieg oder zwei Gewinnsätze, um ins Finale einzuziehen, weil die Drei-Punkte-Wertung zur Anwendung kommt. Endet das Spiel 3:2 für Bursa, erhält der Gewinner zwei Punkte, der Verlierer einen. Bei einem 3:0 oder 3:1 würde der Sieger drei Punkte bekommen. Sollte Bursa diese Punkte holen, müsste der Golden Set über den Finaleinzug entscheiden. Das Schwerin durchaus besser spielen kann als in manchen bedenklichen Phasen des Hinspiels, hat der SSC in den beiden starken und international viel beachteten Spielen gegen den italienischen Favoriten Gorgonzola Novara bewiesen. Dieses Niveau auch im Spiel in Bursa abzurufen, wird Aufgabe des Trainerstabes sein. Die Spielerinnen des SSC wissen gut mit besonderen Belastungen umzugehen und sind auch in der Lage, sich aus Rückständen wieder nach vorne zu arbeiten. Voraussichtlich wird uns  laola1. tv das Spiel miterleben lassen.

    27.03.2015 14:03
  • VC Wiesbaden gewinnt das entscheidene Viertelfinale gegen den SC Potsdam und zieht somit ins Halbfinale ein
    VC Wiesbaden vs. SC Potsdam, 25.03.15, 1. BLFPO
    Die hohe Anspannung war beiden Teams anzumerken. Dem Sieger winkte die Bronzemedaille. Erfüllt sich der Potsdamer SC erstmals den Traum vom Einzug in die Runde der letzten Vier um die Deutsche Meisterschaft oder spielt der VC Wiesbaden zum dritten Mal in Folge um den Einzug in die Endspiele? In einem sehr guten Spiel setzte sich der gastgebende VC Wiesbaden mit 3:1 (25:19, 25:19, 23:25, 25:18) durch.
    VCW-Zuspielerin Kaisa Alanko gewinnt mit ihrem Team die Viertelfinal-Entscheidungspartie und zieht ins Halbfinale ein (Foto: Detlef Gottwald) gegen den SC Potsdam

    Die hohe Anspannung war beiden Teams anzumerken. Dem Sieger winkte die Bronzemedaille. Erfüllt sich der Potsdamer SC erstmals den Traum vom Einzug in die Runde der letzten Vier um die Deutsche Meisterschaft oder spielt der VC Wiesbaden zum dritten Mal in Folge um den Einzug in die Endspiele? In einem sehr guten Spiel setzte sich der gastgebende VC Wiesbaden mit 3:1 (25:19, 25:19, 23:25, 25:18) durch. Es war über weite Strecken eine Begegnung auf Augenhöhe, in der sich das Vollmer-Team mit dem stärkeren Siegeswillen und einem begeisterungsfähigen Publikum im Rücken zum Ende der Sätze eins, zwei und vier entscheidend absetzen konnte.

    Damit hat die Mannschaft um die an diesem Abend überragende Topscorerin Karine Muijlwijk, die auch den Matchball verwandelte, das gesetzte Saisonziel erreicht. Für Sportdirektorin Nicole Fetting ist "die Pflicht erfüllt, jetzt folgt die Kür", und sie ist sicher, dass die Mannschaft "alles versuchen wird, die Ergebnisse der beiden letzten Jahre zu toppen." In der Saison 2012/13 gab es gegen den späteren Meister Schweriner SC zwei klare Niederlagen im Halbfinale, in der Saison 2013/14 unterlag der VC Wiesbaden im Tiebreak des Entscheidungsspiels denkbar knapp den Roten Raben Vilsbiburg. Jetzt wartet mit dem Dresdner SC der amtierende Deutsche Meister und "Lieblingsgegner" von Coach Andi Vollmer.

    Regina Mapeli Burchardt & Co hatte die Niederlage in Potsdam schnell weggesteckt, den Blick nach vorne gerichtet. Gestern Abend stand ein anderes Wiesbadener Team auf dem Feld, eine Mannschaft, die alles geben wollte, um das gesteckte Ziel Halbfinale zu realisieren. Mit einer konzentrierten Einstellung, guten Aufschlägen, einer sicheren Blockabwehr und variablem Angriffsspiel waren die Wiesbadenerinnen um den entscheidenden Tick besser und rissen das begeistert mitgehende Publikum immer wieder zu Beifallsstürmen hin. Nach 103 Minuten Spielzeit konnte die Mannschaft feiern, 1.623 Zuschauer den Einzug ins Halbfinale bejubeln.

    Andi Vollmer startete mit Kaisa Alanko (Zuspiel), Regina Mapeli Burchardt und Pauliina Vilponen (Außenangriff), Jennifer Pettke und Rebecca Schäperklaus (Mittelblock), Karine Muijlwijk (Diagonal) und Izabela Sliwa (Libera). An dieser Formation änderte Vollmer im Laufe der Begegnung wenig, lediglich Annalena Mach und Iveta Halbichova wurden im dritten Satz zum Aufschlag eingewechselt.
    Der VCW erwischte im ersten Satz den besseren Start und ging mit 5:2 in Führung, bei der ersten technischen Auszeit lagen die Potsdamerinnen mit 8:7 in Front. Bis zum 19:18 war es ein Spiel auf Augenhöhe, dann konnte sich der VC Wiesbaden mit seiner kämpferischen Einstellung und seinem Siegeswillen absetzen und Durchgang eins mit 25:19 für sich entscheiden. Der erste Druck war abgefallen. Den zweiten Satz dominierten die Gastgeberinnen von Beginn an. Nach dem zwischenzeitlichen 10:04, 16:11 und 20:11 kam Potsdam noch auf 21:16 heran. Mit 25:19 ging auch dieser Durchgang an den VCW.
    Nach der Pause setzte sich das Spiel auf Augenhöhe fort. Bis zum 13:13 wechselte die Führung ständig, dann halfen drei schwache Annahmen den Gästen zu einer 16:13-Führung bei der zweiten technischen Auszeit. Wiesbaden kämpfte sich nochmals heran, der Satz ging aber mit 25:23 an die Potsdamerinnen. Diesen Satzverlust konnte das Vollmer-Team an diesem Abend wegstecken und fand schnell zu seiner kämpferischen Einstellung zurück.
    Mit 25:18 ging der vierte Durchgang an den VC Wiesbaden. Das Halbfinale war geschafft. Die Mannschaft ließ sich lange von seinem begeisterten Publikum feiern. Oberbürgermeister Sven Gerich, der mit mehreren Magistratskollegen anwesend war, gratulierte der Mannschaft und forderte das Publikum auf, am Ostersamstag in die Halle zu kommen. Er selbst wird als ausgewiesener VCW-Freund dabei sein.
    Topscorerinnen beim VC Wiesbaden waren Diagonalspielerin Karine Muijlwijk (21 Punkte), Mittelblockerinnen Rebecca Schäperklaus (17 Punkte) und Außenangreiferin Paulina Vilponen (17 Punkte), die auch zur MVP gekürt wurde. Auf Potsdamer Seite erhielt diese Auszeichnung die kolumbianische Diagonalspielerin Ivonee Daniela Montano.
    Dem VC Wiesbaden bleibt jetzt eine Woche Zeit der Vorbereitung auf das Playoff-Halbfinale gegen das favorisierte Team aus Dresden. Am 01. April (19.30 Uhr) findet das Hinspiel in der Margon-Arena statt, am 04. April (Ostersamstag) erwartet der VC Wiesbaden den amtierenden Deutschen Meister um 14.30 Uhr zum Rückspiel in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit.

    26.03.2015 20:13
  • SVG tut Bühl richtig weh
    SVG Lüneburg vs. TV Ingersoll Bühl, 25.03.15, 1. BLMPO
    Der Wahnsinn geht weiter: Die Bundesliga-Volleyballer der SVG Lüneburg stehen im Playoff-Halbfinale. Der beste Aufsteiger aller Zeiten sorgte gestern Abend für den nächsten Meilenstein in seiner Vereinsgeschichte, bezwang den TV Bühl mit 3:0 (25:23, 25:22, 25:21) und damit in der Best-of-Three-Serie im Gesamtergebnis 2:1.
    Der stimmungsvolle Abschluss: Eine 360-Grad-Laola mit den Fans (Foto: SVG Lüneburg)

    Der Wahnsinn geht weiter: Die BundesligaVolleyballer der SVG Lüneburg stehen im Playoff-Halbfinale. Der beste Aufsteiger aller Zeiten sorgte gestern Abend für den nächsten Meilenstein in seiner Vereinsgeschichte, bezwang den TV Bühl mit 3:0 (25:23, 25:22, 25:21) und damit in der Best-of-Three-Serie im Gesamtergebnis 2:1.

    Mindestens drei Vergleiche mit dem renommierten VfB Friedrichshafen sind nun im Halbfinale, das im Best-of-Five-Modus gespielt wird, der Lohn ab dem 2. April. Mittlerweile wird es schwer, Superlative zu finden, auch Trainer Stefan Hübner schüttelte kurz nach dem Match nur ungläubig den Kopf: "Echt unglaublich, das haben die Jungs einfach super gemacht. Der Schlüssel war, dass wir für Bühl keine langen Punkteserien zugelassen haben, so sind sie nie auf Touren gekommen." Es war in der Tat famos, wie die SVG über weite Strecken das Match dominierte. Obwohl Stamm-Zuspieler Carlos Mora Sabate sich wieder fit meldete, ließ Hübner dessen Vertreter Eugenio Dolfo in der Anfangsformation und der Italiener dankte ihm das Vertrauen.

    Im ersten Satz führten die Gäste mit dem sprunggewaltigen Mittelblocker Magloire Mayaula (7 Punkte) zwar lange, doch nachdem die SVG beim 17:16 erstmals vorne war, gab sie die Chance nicht mehr her. Immer besser kam das Spiel der Hausherren in der erneut ausverkauften, brodelnden Gellersenhalle auf Touren. Die Aufschläge kamen, die eigene Annahme war überaus stabil, die Blockarbeit große Klasse. Hier überragte Michel Schlien (9 Punkte), an dem kaum ein Vorbeikommen war, sein Nebenmann Scott Kevorken (8) versenkte seine Schnellangriffe traumwandlerisch sicher. Ein großes Plus der "Hübner-Crew" war die Ausgeglichenheit im Team. Bester Scorer war Falko Steinke (11), MVP wurde Tijmen Laane (10), die ganz wichtigen Punkte (am Ende 10) machte wieder einmal Rene Bahlburg.

    In Durchgng zwei fand die SVG schneller als in den Eingangssatz. Ab dem 9:8 waren die Gastgeber kaum noch zu halten. Frust kam auf, als sie im Wechsel Assen und Lobs hinterherschauen mussten, auch Auszeiten nichts brachen - auf 19:11 zog die SVG davon. Dass es am Ende nochmal spannend wurde, lag am Behauptungswillen der Badener vor dem drohenden Playoff-Aus, an Diagonalangreifer Lubos Kostolani (13 Punkte) und dem bis dahin in Angriff und Abwehr sehr starken Richard Mauler (8). Dennoch war nach 28 Minuten auch dieser Satz auf dem SVG-Konto. Und die Mannen um Kapitän Kevorken verloren in der Zehn-Minuten-Pause nicht ihren Rhythmus, kamen eher noch stärker zurück. Von Beginn an führte die SVG, bis zum 11:11 hielt Bühl das Geschehen offen, dann leiteten der wieder enorm reaktionsschnelle Libero Erik Mattson & Co die Party in der Halle langsam ein. Auf jeden Hoffnungsschimmer Bühls gab es eine Antwort, den Schlusspunkt unter eine famose Vorstellung setzte schließlich nach nur 81 Minuten Bahlburg mit dem krachenden ersten Matchball. Der Rest war Feierlaune der begesiterten Fans noch lange nach dem Ende.

    Auf "LZplay" bildet die Partie den Auftakt für das neue Videoformat "FriedeARENA", eine regelmäßige Berichterstattung von den besten Spielen des regionalen Mannschaftssports. Den Clip zum Viertelfinale sehen Sie ab heute Nachmittag au

    26.03.2015 16:45
  • Auf die Tränen folgt der Stolz
    Allianz MTV Stuttgart vs. USC Münster, 25.03.15, 1. BLFPO
    Der Traum von einer Überraschung und dem damit verbundenen Einzug ins Halbfinale ist geplatzt. Auf die Enttäuschung nach der 0:3-Niederlage in Stuttgart, folgte schnell Stolz.
    Auszeit: In den kommenden Tagen kann der USC Bilanz ziehen. Trotz des Saisonendes in Stuttgart kann die Spielzeit 2014/15 als positiv verbucht werden (Foto: Jürgen Peperhowe)

    Aus und vorbei. Der Traum von einer Überraschung und dem damit verbundenen Einzug ins Halbfinale ist geplatzt, für den USC Münster ist nach dem 0:3 im dritten Playoff-Viertelfinale die Saison vorbei. Na klar, dass da auch einige Tränchen flossen und die Enttäuschung überwog.

    Doch nachdem die gut 40 mitgereisten Fans sowie das Stuttgarter Publikum der Mannschaft von Trainer Axel Büring für ihren leidenschaftlichen, wenn auch erfolglosen Kampf Respekt gezollt hatten, rappelte sich das Team von Kapitänin Ines Bathen wieder auf, die Köpfe richteten sich langsam wieder in die Höhe. "Wir können stolz sein, dass wir Stuttgart Paroli geboten haben. Auch wenn es so kurz nach der Partie noch schwer fällt. Aber wir haben gezeigt, dass wir auf hohem Niveau mithalten können und uns im Vergleich zum Vorjahr gesteigert haben", sagte Sarah Petrausch, die zur besten USC-Spielerin avancierte.

    In die gleiche Kerbe wie die Angreiferin, schlug auch Tess von Piekartz, die ein wenig benötigte, um das Aus zu verdauen. "Stuttgart war die bessere Mannschaft. Aber wir waren dran und es war mehr möglich für uns", so die niederländische Zuspielerin, die dabei an die beiden Satzbälle im ersten Durchgang dachte. "Wenn wir einen davon nutzen, läuft es garantiert anders. Dann fängt Stuttgart an zu denken. So müssen wir die Niederlage akzeptieren und können durchaus zufrieden mit der Serie sein. Aber ich wäre so gerne ins Halbfinale eingezogen und hätte so gerne eine Medaille gewonnen", sagte von Piekartz, die ihr strahlendes Lächeln schon bald wiedergefunden hatte.

    Chancen trauerte auch Bathen nach. Besonders die Tatsache, dass der USC in allen drei Abschnitten Rückständen hinterherlaufen musste, stufte die 24-Jährige als ein Grund für die Niederlage ein. "Das ist natürlich kraftraubend und macht es nicht einfacher. Dazu haben wir nicht so gut aufgeschlagen und haben nicht die Qualität wie am Sonntag auf das Feld gebracht. Das ist sehr schade", meinte Bathen, der Ashley Benson beipflichtete. "Wir haben immer an uns geglaubt und alles gegeben. Aber es ist schwer, wenn man immer in Rückstand ist. Es war möglich, hier zu siegen. Aber es hat ein Tick gefehlt", so Benson.

    26.03.2015 10:38
  • Kein Pokalsiegerbesieger
    Allianz MTV Stuttgart vs. USC Münster, 25.03.15, 1. BLFPO
    Sie wollten so gern Pokalsiegerbesieger sein. Dazu hätten die Volleyballerinnen des USC Münster das Halbfinale erreichen müssen. Alles nur geträumt, leider. Die Unabhängigen sind raus.
    Die USC-Spielerinnen nach Spielende. Sarah Petrausch (Bild Mitte) wurde zur wertvollsten USC-Spielerin gewählt. Leonie Schwertmann (Bild unten links) kämpfte vorbildlich (Foto: Jürgen Peperhowe)

    Beim 0:3 (27:29, 21:25, 19:21) als Gast von Allianz MTV Stuttgart im dritten und entscheidenden Playoff-Viertelfinale endete gestern Abend ihr Weg. Vorhang runter, Spielzeit abgeschlossen. Erst in einem halben Jahr kehren die USC-Damen auf die Bundesliga-Bühne zurück. "Das ist schade. Und natürlich sind wir jetzt auch enttäuscht. Ein 0:3 tut immer weh. Doch unter dem Strich hat sich die insgesamt bessere Mannschaft durchgesetzt. Beim 3:1 am Sonntag in eigener Halle haben wir am Limit gespielt. Das geht nicht an jedem Tag. Heute hatten wir leider zu viele Schwankungen", sagte USC-Trainer Axel Büring nach der Begegnung.

    Vielleicht wäre gestern einiges anders gekommen, wenn Münster den ersten Durchgang gewonnen hätte. Die Gäste um die zunächst sehr auffällige Wiebke Silge fanden zwar nicht gut ins Spiel, doch als sich die Annahme stabilisiert hatte, war es lange ein Duell zweier gleichwertiger Teams. Das Problem: Bis zur finalen Phase des Satzes lag Münster nur einmal in Front (13:12). Doch die Hoffnung lebte, weil Stuttgart nicht wegkam. Tatsächlich wurde es dramatisch. Der USC hatte zwei Satzbälle, er vergab beide. Allianz MTV kam ebenfalls zweimal nicht durch, doch die dritte Chance nutzte der Hausherr: Es war die Vorentscheidung in dieser Viertelfinalserie.

    Aber, und das hat die junge Mannschaft erneut bewiesen: Geschenkt bekommt man von Münster nichts. Selbst ein kapitaler Fehlstart (1:8) im zweiten Durchgang warf den USC nicht aus der Bahn. Bei 10:11 war er wieder dran, dann kostete ihn ein 2:7-Lauf (12:13 auf 14:20) die Ernte der tollen Aufholjagd. "Da war noch einmal eine Chance, Stuttgart in Bedrängnis zu bringen. Leider hat uns heute in entscheidenden Phasen die Konsequenz gefehlt", konstatierte Büring. Der Trainer, dessen Vertrag Ende Juni ausläuft, ließ bei personellen Wechseln (Irina Kemmsies für Tess von Piekartz, Julia Schaefer für Wiebke Silge, Sina Fuchs für Sarah Petrausch) kaum etwas unversucht, um das Schicksal abzuwenden. Es fruchtete ja auch für einige Zeit, nur am Ende ging die Rechnung dann doch nicht auf. "Es gab eine Chance auf mehr", sinnierte Büring nach der gutklassigen Partie.

    Gleichwohl war der Coach beim Blick auf das Gesamtwerk in 2014/15 nicht unzufrieden. "Wir sind erneut Fünfter geworden, waren im Halbfinale des DVV-Pokals und haben zweimal ein Team von den großen Vier geschlagen." Gestern gelang dies nicht. Keine Frage: Münster kämpfte auch im dritten Satz vorbildlich, doch kurz nach halb neun waren die Dinge entschieden. Zugunsten des Pokalsiegers, der das Volleyball-Projekt "Stuttgart 21" erfolgreich zu Ende brachte.

    Genau so viele Sätze spielten Allianz und USC in dieser Saison gegeneinander. Münster gewann davon nur fünf. Nicht genug, um in Stuttgart eine Überraschung zu schaffen.

    26.03.2015 10:36
  • Aus der Traum. Potsdam verliert erneut in Wiesbaden.
    VC Wiesbaden vs. SC Potsdam, 25.03.15, 1. BLFPO
    Schade. Vorbei. Saison beendet. Die Enttäuschung war den Spielerinnen des SC Potsdam ins Gesicht geschrieben. Mit 1:3 (19:25; 19:25; 25:23; 18:25) unterlagen sie am Mittwochabend im dritten und alles entscheidenden Viertelfinalspiel dem VC Wiesbaden. Die Chance erstmalig in der Vereinsgeschichte in ein Halbfinale der Deutschen Meisterschaft einzuziehen und damit bereits eine Medaille zu gewinnen war so groß. Doch nach gut zwei Stunden war der Traum in der Wiesbadener Sporthalle geplatzt.
    Die Enttäuschung war groß. Auch in diesem Jahr ist dem SC Potsdam der Einzug ins Halbfinale nicht geglückt. (Foto: Nicol Marschall)

    Schade. Vorbei. Saison beendet. Die Enttäuschung war den Spielerinnen des SC Potsdam ins Gesicht geschrieben. Mit 1:3 (19:25; 19:25; 25:23; 18:25) unterlagen sie am Mittwochabend im dritten und alles entscheidenden Viertelfinalspiel dem VC Wiesbaden. Die Chance erstmalig in der Vereinsgeschichte in ein Halbfinale der Deutschen Meisterschaft einzuziehen und damit bereits eine Medaille zu gewinnen war so groß. Doch nach gut zwei Stunden war der Traum in der Wiesbadener Sporthalle geplatzt.

    Das Selbstvertrauen, was sich das Team von Trainer Alberto Salomoni im Heimspiel mit dem 3:0-Sieg gegen den VC Wiesbaden hart erarbeitet hat, blieb am Mittwoch wieder auf der Strecke. Die neue Arena in Wiesbaden scheint kein gutes Pflaster für Potsdam zu sein. In allen drei Saisonspielen unterlag der SC dort. Wiesbaden nutzte seinen Heimvorteil und die lautstarke Unterstützung des Publikums abermals und steht nun im Halbfinale gegen den Dresdner SC. Im zweiten Halbfinale treffen der MTV Stuttgart und der Schweriner SC aufeinander.

    Für den SC Potsdam, der von Beginn an nicht gut ins Spiel fand, ist die Saison beendet. Salomoni begann, wie bereits im Heimspiel am vergangenen Samstag, mit Doreen Engel (Zuspiel), Bernarda Cutuk (Mittelblock), Nicola Radosova (Außen), Seomara Sainz (Außen), Michala Kvapilová (Diagonal) und Libera Lisa Rühl. Als zweite Mittelblockerin schickte der Italiener am Mittwochabend allerdings Ivonee Montaño, die nach dem Spiel auch als wertvollste Spielerin ausgezeichnet wurde, statt Kapitänin Kathy Radzuweit aufs Feld. Vom ersten Ballwechsel an, wurden den 1682 Zuschauern in der Arena deutlich, dass hier zwei Teams um alles kämpfen. Lange Ballwechsel und tolle Abwehraktionen prägten das Spiel. Schnell ging der VC Wiesbaden mit 5:2 in Führung. Doch Potsdam kam zurück und gestaltete das Spiel offen: Mit 8:6 ging die erste technische Auszeit an die Gäste, beim 16:14 hatten die Gastgeberinnen dann die Nase vorn. Beim 21:18 konnte sich Wiesbaden etwas deutlicher absetzen und fuhr den ersten Satzpunkt dann beim 25:19 auch für sich ein.

    Im zweiten Satz hatte der SC Potsdam dann etwas seinen Faden verloren. Wiesbaden legte mit 13:7 vor. Ein Rückstand, den die Potsdamerinnen nicht mehr aufholen konnten. Beim 16:24 schafften sie es immerhin noch vier Satzbälle abzuwehren. Auch der zweite Satz ging mit 25:19 aufs Wiesbadener Konto.

    Noch eine 0:3-Niederlage wollte Potsdam allerdings nicht erleben und so bäumten sie sich im dritten Satz noch einmal richtig auf. Zur zweiten technischen Auszeit lag die Salomoni-Truppe mit 16:13 vorne. Beim 20:16 erarbeiteten sie sich gar einen Vier-Punkte-Vorsprung. Knapp, aber verdient wanderte der dritte Satzpunkt beim 25:23 auf die Potsdamer Seite.

    Obwohl laut Statistik diejenige Mannschaft das Match gewinnt, die den dritten Satz für sich entscheiden kann, bestätigte sich am Mittwochabend, dass Statistiken eben nicht immer zutreffen. Beim 10:10 war es im vierten Satz noch ein ausgeglichenes Spiel. Dann aber setzten sich die Hessinnen ab. Auch mit großem Kampf konnte der SC Potsdam leider nichts mehr ausrichten und musste beim 25:18 den Gegner jubeln lassen. Während die Wiesbadenerinnen ausgiebig feierten und tanzen, sah man beim SC Potsdam gesenkte Köpfe. Auch im dritten Anlauf war es nicht gelungen, in die Runde der besten vier Mannschaften einzuziehen. Dennoch kann das Team stolz sein auf eine tolle Saison.

    "Schade, wir haben alles versucht. Aber Wiesbaden war letztlich über die gesamten drei Spiele die bessere Mannschaft, vor allem zu Hause. Wir haben es nicht vermocht, unsere Leistung vom Heimspiel in Potsdam noch einmal abzurufen", sagte Salomoni nach dem Spiel gegenüber der MAZ. "Ich bin stolz auf mein Team, wie es sich in den Playoffs präsentiert hat. Das war noch mal eine Steigerung. Die Mannschaft hat sich weiterentwickelt. Da müssen wir in der nächsten Saison anknüpfen. Der Traum vom Halbfinale lebt für mich weiter. Wenn wir nächste Saison hart arbeiten, dann ist es vielleicht möglich, eine Medaille zu holen."

    26.03.2015 10:19
shoepassion

KMTV Eagles Kiel empfangen VVH Essen zum Abstiegsgipfel

KMTV Eagles Kiel vs. VV Humann Essen, 28.03.15, 2. BLNM

Am Samstag öffnen sich die Türen zum Adlerhorst vorerst zum letzten Mal. Um 20:00 Uhr kommt der Tabellenelfte VV Humann Essen (18 Punkte) mit Ex-Adler Brar Ketelsen in die Hein-Dahlinger-Halle. Der KMTV liegt mit 17 Punkten auf dem Tabellenplatz 12 in der 2. Bundesliga Nord.

27.03.2015 19:21

Nach dem Saisonfinale beginnt das Warten

VfL Oythe vs. DSHS SnowTrex Köln, 28.03.15, 2. BLNF

Kurios: Die VBL sagt die geplante Meisterehrung am Samstag beim VfL wieder ab. Dennoch könnte das Brinkmann-Team schon am Abend Titelträger sein.

27.03.2015 18:54

Das Spiel der Spiele, Teil 1

TSV Giesen/48 Hildesheim vs. SF Aligse, 28.03.15, 2. BLNM

Am kommenden Samstag treffen der Dinosaurier und die kleine Minnimaus der Liga aufeinander. Jahrelang blickten die Sportfreunde zu den Giesenern hinauf, die zu Recht der Krösus des Großraumes Hannover waren. Doch nun hat sich das Blatt gewendet.

27.03.2015 17:52

Absetzen in die Südsee - der letzte Ausweg

SV Fellbach vs. TSV Grafing, 28.03.15, 2. BLSM

Der Zweitliga-Tabellenführer SV Fellbach kann mit einem Heimsieg gegen den TSV Grafing eventuell schon am Samstagabend die Meisterschaft feiern. Sein Hauptangreifer Valters Lagzdins wird dann nach Lage der Dinge die Haare einbüßen.

27.03.2015 17:25

"Glücksritter" reisen in Grimma an

VV Grimma vs. SV Lok Engelsdorf, 29.03.15, 2. BLSF

Am Sonntag um 16.00 Uhr steigt in der Muldentalhalle in Grimma das Derbyhighlight der Saison. Der gastgebende VV Grimma empfängt den lediglich 35 km entfernt beheimateten Gast von der SV Lok Engelsdorf.

27.03.2015 16:00

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