Allianz Volley Stuttgart: Die harte Trainingswoche zeigt Wirkung
Irgendetwas muss in der vergangenen Woche in den Trainingseinheiten der Stuttgarter Allianz-Volleyballerinnen passiert sein, was das Gefühlsleben der einzelnen Akteurinnen beeinflusst hat. „Ein sehr gutes Gefühl“ hatte der Trainer Jan Lindenmair schon vor der Partie gehabt. Man brauche doch nur in die Gesichter beim Aufwärmen zu sehen.
78 Minuten später, nach dem deutlichen 3:0-Sieg (25:23, 25:18, 25:20) über den VfB Suhl, war es die erneut herausragende Tatjana Zautys, die den Zuschauern am Hallenmikrofon den Grund für die beeindruckende Leistung ihrer Mannschaft nannte: „Wir haben die Woche über toll trainiert. “Und so strahlten sie zuletzt alle um die Wette: Lindenmair, Zautys und deren Mitstreiterinnen. Endlich wieder einmal haben die Vaihingerinnen gezeigt, dass sie auch gegen einen Gegner aus der oberen Tabellenhälfte gewinnen können.
Während die Gäste eine Woche vor ihrem Auftritt im Pokalfinale gegen den Dresdner SC offenkundig in einer tiefen Formkrise stecken, gelang den Allianz-Damen mit einem beachtlichen Auftritt die Wiederholung des seinerzeit doch überraschenden Hinspielerfolgs. Zugleich war es ein Anknüpfen an die gute Leistung des Heimspiels gegen die Roten Raben Vilsbiburg vor zwei Wochen. „Da haben wir viel gelernt, und jetzt haben wir den nächsten Level erreicht“, sagte Lindenmair. Konsequenz, Wille und Aggressivität müssten auch im Training vorhanden sein. In diesen Bereichen habe man es scheinbar eine Weile schleifen lassen und dafür zwischenzeitlich die Quittung bekommen .Doch spätestens mit dem aktuellen Sieg sieht Lindenmair das Niveau der Vorrunde wieder erreicht. Die Stabilität sei zurück.
Eine Aufschlagserie von Zautys mit acht Punkten in Folge hatte seine Mannschaft nach einem anfänglichen Rückstand im ersten Satz in die Erfolgsspur gebracht. Gegen die gewaltigen Sprungaufschläge wusste der Gegner aus Suhl kein Mittel. Allein die japanische Libera Hiroe Koganezawa agierte in der Abwehr auffallend gut und sorgte mit ihren Paraden für lange und spannende Ballwechsel –und für Szenenapplaus durch die rund 800 Zuschauer. Im zweiten Satz verschenkten die Thüringerinnen gleich fünf Aufschläge hintereinander. Und auch zahlreiche Spielerwechsel führten beim VfB Suhl zu keiner Änderung der Leistung. Auch wenn die Allianz gegen Ende der Sätze jeweils kurzzeitig die Zügel schleifen und die nötige Konsequenz vermissen ließ, hatte man zu keiner Zeit den Eindruck, dass die Stuttgarterinnen nur einen Durchgang verlieren würden.
„Ich muss das auf dem Video noch einmal überprüfen, aber ich denke, wir haben in einer anderen Liga gespielt. Wir waren in allen Elementen klar besser“, resümierte Lindenmair fern von Überheblichkeit. Damit war der ehrgeizige 31-Jährige wieder da angekommen, wo er eigentlich schon länger sein möchte: Konsequent nach vorne arbeiten, an Verbesserungen feilen und nicht nach deutlichen Klatschen wie gegen Dresden und Wiesbaden nach Ursachen suchen müssen, warum es nicht geklappt hat. Zwei Punkte zur weiteren Qualitätsverbesserung hat er bereits im Visier. Seine Einschätzung: „Wir haben im Schnellangriff noch Mängel, und auch die Annahme war am Anfang noch nicht stabil genug.“
Gearbeitet wird derweil auch im Hintergrund. Das Management hat für die kommende Woche angekündigt, die groben Züge des künftigen Kaders vorzustellen. Eine andere Sache blieb ohne Wirkung: Erstmals hatten sich Mannschaft und Betreuerstab vor einem Spiel auf Einladung eines Sponsors auf dessen Werksgelände zu Kaffee und Kuchen getroffen. Doch der erhoffte Energieschub blieb zunächst aus. die Allianz lag im ersten Satz mit 0:5 hinten. Auf das gute Gefühl des Trainers nach der tollen Trainingsleistung unter der Woche war dann allerdings Verlass.
AUTOR: Tom Bloch (Filder Zeitung, 01.03.2010)
Während die Gäste eine Woche vor ihrem Auftritt im Pokalfinale gegen den Dresdner SC offenkundig in einer tiefen Formkrise stecken, gelang den Allianz-Damen mit einem beachtlichen Auftritt die Wiederholung des seinerzeit doch überraschenden Hinspielerfolgs. Zugleich war es ein Anknüpfen an die gute Leistung des Heimspiels gegen die Roten Raben Vilsbiburg vor zwei Wochen. „Da haben wir viel gelernt, und jetzt haben wir den nächsten Level erreicht“, sagte Lindenmair. Konsequenz, Wille und Aggressivität müssten auch im Training vorhanden sein. In diesen Bereichen habe man es scheinbar eine Weile schleifen lassen und dafür zwischenzeitlich die Quittung bekommen .Doch spätestens mit dem aktuellen Sieg sieht Lindenmair das Niveau der Vorrunde wieder erreicht. Die Stabilität sei zurück.
Eine Aufschlagserie von Zautys mit acht Punkten in Folge hatte seine Mannschaft nach einem anfänglichen Rückstand im ersten Satz in die Erfolgsspur gebracht. Gegen die gewaltigen Sprungaufschläge wusste der Gegner aus Suhl kein Mittel. Allein die japanische Libera Hiroe Koganezawa agierte in der Abwehr auffallend gut und sorgte mit ihren Paraden für lange und spannende Ballwechsel –und für Szenenapplaus durch die rund 800 Zuschauer. Im zweiten Satz verschenkten die Thüringerinnen gleich fünf Aufschläge hintereinander. Und auch zahlreiche Spielerwechsel führten beim VfB Suhl zu keiner Änderung der Leistung. Auch wenn die Allianz gegen Ende der Sätze jeweils kurzzeitig die Zügel schleifen und die nötige Konsequenz vermissen ließ, hatte man zu keiner Zeit den Eindruck, dass die Stuttgarterinnen nur einen Durchgang verlieren würden.
„Ich muss das auf dem Video noch einmal überprüfen, aber ich denke, wir haben in einer anderen Liga gespielt. Wir waren in allen Elementen klar besser“, resümierte Lindenmair fern von Überheblichkeit. Damit war der ehrgeizige 31-Jährige wieder da angekommen, wo er eigentlich schon länger sein möchte: Konsequent nach vorne arbeiten, an Verbesserungen feilen und nicht nach deutlichen Klatschen wie gegen Dresden und Wiesbaden nach Ursachen suchen müssen, warum es nicht geklappt hat. Zwei Punkte zur weiteren Qualitätsverbesserung hat er bereits im Visier. Seine Einschätzung: „Wir haben im Schnellangriff noch Mängel, und auch die Annahme war am Anfang noch nicht stabil genug.“
Gearbeitet wird derweil auch im Hintergrund. Das Management hat für die kommende Woche angekündigt, die groben Züge des künftigen Kaders vorzustellen. Eine andere Sache blieb ohne Wirkung: Erstmals hatten sich Mannschaft und Betreuerstab vor einem Spiel auf Einladung eines Sponsors auf dessen Werksgelände zu Kaffee und Kuchen getroffen. Doch der erhoffte Energieschub blieb zunächst aus. die Allianz lag im ersten Satz mit 0:5 hinten. Auf das gute Gefühl des Trainers nach der tollen Trainingsleistung unter der Woche war dann allerdings Verlass.
AUTOR: Tom Bloch (Filder Zeitung, 01.03.2010)





