Lindow-Gransee bestellt Nachschlag
Die Vorspeise blieb den Lindow-Granseern im Hals stecken, mit dem Hauptgang holte sich der Heimsechser Appetit. Das Dessert aber, das mundete vorzüglich. Lindow-Gransee erspielte sich am Sonntag einen Tie-Break-Sieg gegen den VV Humann Essen.
Keiner darf sagen, dass er beim Aufsteiger zu wenig für sein Eintrittsgeld bekommt. „Wir haben wieder einmal alles getan“, schmunzelt Trainer Torsten Spiller, „dass der Zuschauer prächtig unterhalten wird.“ Er behielt Recht mit seiner Ahnung, „wir werden ein spannendes Spiel sehen“. Nach 109 Minuten jubelte Lindow-Gransee vor seinen 350 Fans. Sie hatten ein Match gesehen, das wohl jeden Trainer zur Weißglut treibt. „Zu lässig in der Annahme“ und „nicht durchgezogen im Angriff“, kritisiert Spiller die fehlende Konzentration seiner Mannschaft in einigen Phasen. „Es gab viel Glanz, jedoch viele Schwächen in allen Elementen. Aber gut, dass wir da raus gekommen sind.“ Und ein bisschen Glück hatten, denn den vierten Satz „kann man auch verlieren“. Das wäre nach dem 24:26, 25:18, 19:25 die Entscheidung gewesen. Jedoch gab der Heimsechser die Führung trotz massivster Gegenwehr nicht preis und glich mit dem 28. Punkt zum 2:2 nach Sätzen aus. „Da hat Essen knallharte Aufgaben gemacht. Es schepperte gewaltig. In dieser Phase sah man, dass unsere Annahme in solchen Momenten alles bringt und mithalten kann. Wir können – leider nur nicht durchweg“ über die gesamte Spielzeit.

Im Tie-Break arbeitete sich Lindow-Gransee so weit vor, dass das Team drei Matchbälle vor der Brust und die geballte Energie seines Publikums im Rücken spürte. Aber Humann Essen punktete zum 14:12 und zum 14:13. Spiller: „Da ahndete der erste Schiedsrichter nicht den technischen Fehler, sonst hätten wir schon gewonnen.“ Beinahe wäre dem Gast gegen den jetzt „ängstlichen“ Gastgeber (Spiller) der Ausgleich geglückt. Doch sah der Schiri eine Berührung der Antenne beim Essener Angriff. Kurze Verwirrung, der Siegesschrei stockte den Spielern und Zuschauern im Hals, ehe die Gestik vom Schiri verdeutlichte: Der Punkt geht nach links, da wo Lindow-Gransees Spieler mit aufgerissenen Augen exakt diese Armbewegung herbeigesehnt hatten.
Damit beschenkte der Aufsteiger den Abteilungsleiter Volleyball beim Lindower SV Frank Seeger, der in der vorigen Woche Geburtstag hatte, sowie Manuel Wiese. Lindows „Manolo“ hatte sich im Gästebuch der Lindower Internetseite eingetragen mit „Da Essen ja gewinnen wird in Schöneiche, könnten wir uns mit einem Sieg ja sogar auf den sechsten Platz vorschieben. Das wäre mein Wunsch zum Geburtstag.“ Manuel Manolo Wiese wurde am Sonntag 22 Jahre und bekam wieder einmal ein Fünf-Satz-Menü geboten – zum siebten Mal in dieser Spielserie bestellte der Aufsteiger mit dem Tie-Break Nachschlag, zum fünften Mal blieb kein bitterer Nachgeschmack wegen einer vermeintlichen Niederlage, zum vierten Mal wurde vor eigener Kulisse der Kontrahent „verspeist“ und zum zweiten Mal (Hinspiel 1:3) wurde Essen vernascht.
Nur einer konnte den neunten Saisonsieg nicht in Gänze genießen: Dem Teammanager René Sitte droht das vorzeitige Serienende. Er hatte schon im Herbst wegen eines Bauchmuskel-Faserrisses lange als Spieler aussetzen müssen und war mehr als Co-Trainer aktiv. Beim Erwärmen brach die alte Verletzung am Sonntag jedoch wieder auf. Seine Befürchtung am Spielfeldrand nährte die Untersuchung am Tag danach. „Das ist verdammt ärgerlich.“ Es gilt als unwahrscheinlich, dass René Sitte vor dem Saisonfinale am 17. April gegen Schöneiche die Verletzung auskuriert hat.
Zweimal lag Lindow-Gransee in Rückstand, um dann noch den Spieß zu drehen. Hannes Goertz punktet in dieser Szene. Fotos: Matthias Haack
Im Tie-Break arbeitete sich Lindow-Gransee so weit vor, dass das Team drei Matchbälle vor der Brust und die geballte Energie seines Publikums im Rücken spürte. Aber Humann Essen punktete zum 14:12 und zum 14:13. Spiller: „Da ahndete der erste Schiedsrichter nicht den technischen Fehler, sonst hätten wir schon gewonnen.“ Beinahe wäre dem Gast gegen den jetzt „ängstlichen“ Gastgeber (Spiller) der Ausgleich geglückt. Doch sah der Schiri eine Berührung der Antenne beim Essener Angriff. Kurze Verwirrung, der Siegesschrei stockte den Spielern und Zuschauern im Hals, ehe die Gestik vom Schiri verdeutlichte: Der Punkt geht nach links, da wo Lindow-Gransees Spieler mit aufgerissenen Augen exakt diese Armbewegung herbeigesehnt hatten.
Damit beschenkte der Aufsteiger den Abteilungsleiter Volleyball beim Lindower SV Frank Seeger, der in der vorigen Woche Geburtstag hatte, sowie Manuel Wiese. Lindows „Manolo“ hatte sich im Gästebuch der Lindower Internetseite eingetragen mit „Da Essen ja gewinnen wird in Schöneiche, könnten wir uns mit einem Sieg ja sogar auf den sechsten Platz vorschieben. Das wäre mein Wunsch zum Geburtstag.“ Manuel Manolo Wiese wurde am Sonntag 22 Jahre und bekam wieder einmal ein Fünf-Satz-Menü geboten – zum siebten Mal in dieser Spielserie bestellte der Aufsteiger mit dem Tie-Break Nachschlag, zum fünften Mal blieb kein bitterer Nachgeschmack wegen einer vermeintlichen Niederlage, zum vierten Mal wurde vor eigener Kulisse der Kontrahent „verspeist“ und zum zweiten Mal (Hinspiel 1:3) wurde Essen vernascht.
Nur einer konnte den neunten Saisonsieg nicht in Gänze genießen: Dem Teammanager René Sitte droht das vorzeitige Serienende. Er hatte schon im Herbst wegen eines Bauchmuskel-Faserrisses lange als Spieler aussetzen müssen und war mehr als Co-Trainer aktiv. Beim Erwärmen brach die alte Verletzung am Sonntag jedoch wieder auf. Seine Befürchtung am Spielfeldrand nährte die Untersuchung am Tag danach. „Das ist verdammt ärgerlich.“ Es gilt als unwahrscheinlich, dass René Sitte vor dem Saisonfinale am 17. April gegen Schöneiche die Verletzung auskuriert hat.





