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Trägt Teamgeist zum Klassenerhalt?

TITANS bleiben sieglos
Wuppertal. In den ersten beiden Sätzen des Spiels der Wuppertal TITANS gegen die Netzhoppers aus Königs Wusterhausen sah es ganz danach aus, als würden die Gastgeber das Spiel für sich entscheiden können, auch wenn der Verlust des zweiten Satzes wohl am Ende doch eine höhere Bedeutung hatte, als angenommen. „Wir haben in den ersten beiden Sätzen sehr gut gespielt.“, so Gergely Chowanski, Spielertrainer der Wuppertal TITANS. „In der 10-Minuten-Pause nach dem zweiten Satz habe ich zu den Jungs in der Kabine gesagt: das packen wir! Die Gegner haben sich gerade total gefreut, den Satz geholt zu haben. Die sind unsicher.“



Towes: Abwarten. Beobachten. - Foto: Andrea Wieczorek

Vielleicht hätte die Taktik der TITANS zum Sieg führen können. Aber nachdem die Gastgeber im dritten Satz mit 0:5 und 10:20 zurück lagen, kämpften sie sich zwar wieder nach vorne. Aber es reichte einfach nicht. „Der dritte Satz war wackelig.“, so Mirko Culic, Trainer der Netzhoppers. Beim Stand von 18:21 sah es so aus, als würden die Netzhoppers doch noch kippen. „Doch auf einmal war das Feuer aus.“, so Chowanski. „Die eingewechselten Spieler hatten natürlich keinen Druck bei diesem Spielstand. Erschreckend ist aber, dass sie im vierten Satz dann so einbrechen, obwohl sie das Vertrauen geschenkt bekommen.“

Den vierten Satz konnten die Netzhoppers weitestgehend souverän für sich entscheiden.

Auch Grund zur Freude. - Foto: Andrea Wieczorek


„Ich habe meiner Mannschaft von vorneherein gesagt, dass man die TITANS keinesfalls unterschätzen darf.“, so Culic. Laut Mitteilung des Brandenburgischen Clubs war Culics´ Einschätzung nach war der Satzausgleich zum 1:1 der „Genickbruch“ für die TITANS.
Die Zukunft der TITANS in Bezug auf den Klassenerhalt ist unsicher. „Wir bleiben optimistisch.“, so TITANS-Manager Westhoff. „Es sind noch drei Spiele. Mal sehen, was gelingt. Den Klassenerhalt wollen wir natürlich primär sportlich schaffen, wirtschaftlich machen wir unsere Hausaufgaben aber dennoch auf Erstliganiveau“ Im Übrigen gäbe es aber in dem einen oder anderen Club erhebliche finanzielle Schwierigkeiten, so dass abzuwarten bliebe, wer am Ende eine Lizenz erhalte. Laut Mirko Culic jedenfalls seien die wirtschaftlichen Probleme der Netzhoppers abgearbeitet. „Unsere Finanzen sind abgesichert.“

Die spielerische Leistung der Wuppertal TITANS wurde trotz des guten Spielstarts als schlecht bewertet. „Wir hatten zwar statistisch mit Thilo Späth den besten Annahmespieler und mit Gerrit Zeitler den besten Angriffsspieler.“, so Lars Dinglinger, Sportdirektor der TITANS. „Aber uns fehlt Kraft und dementsprechend Punkte auf Außen.“

Keinen Zweifel ließen die TITANS an ihrer Einstellung. „Wir tun alles dafür, die Klasse zu halten.“, so Thilo Späth, Stammlibero der TITANS, der gegen KW auf Annahme/Außen agierte. „Wir wissen genau, was es heißt, vom Abstieg bedroht zu sein. Ich selbst erlebe das nun in der dritten Saison. Aber wir spielen nicht nur für uns.“ Dem stimmte Gerrit Zeitler, gegen KW wieder einmal als Mittelblocker aktiv, zu: „Wir sind uns darüber bewusst, dass alle unsere Sponsoren unsere Arbeitgeber sind. Ohne deren Engagement könnten wir sowieso einpacken.“

Der seit neun Jahren in Wuppertal spielende Chowanski ist nach wie vor fest davon überzeugt, dass in und aus Wuppertal was geht. „Ich habe in all der Zeit hier in Wuppertal mehrfach überlegt, ob ich gehe. Ich bin immer wieder geblieben, weil ich davon überzeugt bin, dass man hier was gestalten kann.“ Davon sei er heute mehr denn je überzeugt.

Die nächste Chance, den Klassenerhalt zu schaffen, haben die TITANS mit ihrem Auswärtsspiel gegen den ebenfalls vom Abstieg bedrohten Moerser SC. Am 27. Februar treffen die Wuppertal TITANS in der Sporthalle Adolfinum auf den Club vom Niederrhein.

Das Spiel zusammengefasst: 1:3, 27:25, 25:27, 22:25 und 18:25, 114 Minuten.

Nina Lemmerz-Sickert
Pressesprecherin
 
Nina Lemmerz-Sickert
http://www.volleyball-bundesliga.de
erstellt am 21.02.2010

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