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Kampfgeist und zu wenig Selbstvertrauen

TITANS müssen Sieg an TV Bühl abgeben
Wuppertal. Schon vor dem 15. Spieltag war es dem einen oder anderen Wuppertaler TITAN flau im Magen. Allerdings nicht wegen übermäßigen Respekts vor dem Gegner aus dem Badischen. „In den Vorbereitungen traf einige von uns ein Magen-Darm-Virus.“, so Gergely Chowanski, Spielertrainer der Wuppertal TITANS. „Da war ich schon froh, dass sich die meisten wieder besser fühlten und wir nahezu in voller Besetzung das Spiel gegen Bühl angehen konnten.“



Hoch hinaus. Foto: Andrea Wieczorek

Das Samstagabendspiel ging über fünf Sätze. „Wir sind ohne die Erwartung hoch und klar zu gewinnen nach Wuppertal gereist.“, so Mathias Eichinger, Trainer der Bühler. „Bislang haben wir Spiele nie glatt gewonnen. Aber heute muss man sagen: im ersten Satz hatten wir Glück. Den vierten Satz mussten wir wegen eines Wechselfehlers abgeben.“, so Eichinger weiter. Der erste Satz war mit 26:28 knapp an die Gäste gegangen. In Satz vier konnten die TITANS mit 27:25 einen von zwei Gewinnsätzen der Begegnung für sich entscheiden.
„Wir haben zwar nicht gewonnen.“, so Chowanski. „Aber wir haben richtig gekämpft und das ist ein guter Schritt in die richtige Richtung.“ Es reiche nur dann in den entscheidenden Momenten einer Begegnung nicht. „Uns fehlt dann schlicht das Selbstvertrauen. Anstatt den Sack zu zumachen, bekommen wir dann Nervenflattern.“, erklärt Chowanski die erneute Niederlage.

Dass er sich über die Niederlage nicht freute, daran ließ TITANS-Manager Thorsten Westhoff keinen Zweifel. „Mich nehmen diese Ergebnisse unwahrscheinlich mit. Niederlagen zu kassieren, macht einfach keinen Spaß.“, so Westhoff. „Dabei möchte ich betonen: Wenn ich der Überzeugung wäre, dass die Jungs nichts drauf haben, würde ich mich auch nicht ärgern.“ Gerade weil er vom Leistungspotenzial der Mannschaft absolut überzeugt sei, sehe er gerne Siege statt Niederlagen.

Der Stammdiagonal der Wuppertal TITANS, Peter Lyck-Hansen, sieht im Engagement keine Lücken. „Wir arbeiten hart und spielen gut. Wir kämpfen und machen alles, um zu gewinnen. Aber uns fehlt die Coolness.“

Die Coolness fehlte wohl insbesondere Thilo Späth, Libero der TITANS, der gegen Bühl zu viele Kollisionen zwischen Annahmekoordination und Team zu ließ.
Feststehend. Foto: Andrea Wieczorek


Ein Schreck ging durch das Gastgeberteam, als Ryan de Bruyn, AußenAnnahme der TITANS, im dritten Satz umknickte. „Ob Ryan sich einen Bänderriss zugezogen hat oder am Knochen verletzt ist, wissen wir derzeit noch nicht.“, so Lars Dinglinger, Sportdirektor der Wuppertal TITANS. „Über den Ausfall hinaus schlägt der Magen-Darm-Virus noch Mal durch. Das ist natürlich für unser Spiel am kommenden Mittwoch in Friedrichshafen keine besonders gute Ausgangsposition.“ In welcher Aufstellung das Team aus dem Bergischen Land am Bodensee wird antreten können, ist derzeit ungewiss.

Mit 6:24 Punkten stehen die TITANS nunmehr auf dem letzten Tabellenplatz.

Das Spiel zusammengefasst: 26:28, 25:20, 16:25, 27:25 und 11:15, 119 Minuten.

Nina Lemmerz-Sickert
Pressesprecherin
 
Nina Lemmerz-Sickert
http://www.volleyball-bundesliga.de
erstellt am 31.01.2010

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