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DVL-Presseservice: Christinen DVV-Volleyball-Pokalfinale 2013 - Halle Westfalen: Interview Rebecca Schäperklaus

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HalleWestfalen. Der VC Wiesbaden mit ihrem Shootingstar Rebecca Schäperklaus geben ihre Debüts bei den >Christinen Volleyball DVV-Pokalfinals 2013<. Die 20 Jahre junge Mittelblockerin des hessischen Volleyballclubs wird wie fast alle ihre Mitspielerinnen am 03. März zum ersten Mal beim nationalen Pokalendspiel in HalleWestfalen dabei sein. Im Interview spricht die gebürtige Westfälin über ihren Jugendtraum Pokalfinale, ihren eigenen „Fanclub”, mentale Stärke und das Kräftemessen gegen den Top-Favoriten Schweriner SC.



? Frau Schäperklaus, in gut fünf Wochen werden im Gerry Weber Stadion in HalleWestfalen rund 10.000 begeisterte Volleyballfans ihre Teams anfeuern. Kribbelt es beim Gedanken an Ihre
Premiere beim ‚Christinen Volleyball DVV-Pokalfinale‘.
Rebecca Schäperklaus (lacht): „Auf jeden Fall. Ich saß schon öfter als Zuschauerin auf der Tribüne, weil ich ja unweit von Halle aus Olfen in Westfalen komme. Schon als Zuschauer ist das eine Wahnsinns-Atmosphäre. Ich bin gespannt, wie es sein wird, im Mittelpunkt auf dem Platz zu stehen und alle schauen einem beim Spielen zu. Allein der Gedanke daran ist Wahnsinn.“

Ein Jugendtraum geht für Rebecca Schäperklaus am 03. März 2013 im GERRY WEBER STADION in Erfüllung: Erstmals stehen der 20-jährige Shootingstar und der VC Wiesbaden im >Christinen Volleyball DVV-Pokalfinale<, und beide Debütanten hoffen auf einen Sieg gegen den Schweriner SC. © Detlef Gottwald



? Was war denn die bisherige Rekordzuschauerzahl vor der Sie gespielt haben.
Schäperklaus: „Bei der Jugend-EM 2010 in Serbien beim Halbfinale war es ziemlich voll, oder auch bei der Jugend-WM 2009 in Thailand, wo wir vor etwa 4.000 Fans gespielt haben. Aber Halle ist natürlich eine ganz andere Nummer.“

? Welche Erinnerungen haben Sie als Zuschauerin an Ihre Besuche beim Pokalfinale.
Schäperklaus: „Ich war sowohl privat als auch mit dem Verein ein paar Mal da; habe zum Beispiel 2006 die Partie Münster gegen Schwerin gesehen oder Stuttgart gegen Suhl in 2011. Jeder Besuch
war immer ein Riesen-Highlight für mich. Wenn man in diese Atmosphäre eintaucht, denkt man natürlich: Dort unten möchte ich auch mal stehen. Vor einer solchen Menge zu spielen, war schon seit meinem ersten Besuch ein Traum von mir.“

? Ihr Ausbildungsverein USC Münster kämpft seit 2006 vergeblich um eine weitere Pokalfinal-Teilnahme. Sie haben es jetzt mit Wiesbaden geschafft. Gab es da Reaktionen aus dem
Münsterland.
Schäperklaus: „Ich habe Glückwünsche aus Münster nach dem Sieg im Halbfinale bekommen. Aber ich stehe jetzt eben mit Wiesbaden im Finale und da war die Resonanz aus Wiesbaden
natürlich erheblich größer.“

? Begleitet Sie ein Fanclub aus Ihrer Heimat.
Schäperklaus: „Meine Eltern haben schon die Werbetrommel gerührt. Aus meiner Heimat kommen um die zwanzig Personen mit nach Halle. Das ist toll.“

? Sie sind nach dem Wechsel von Sinsheim in die hessische Landeshauptstadt einer der Shootingstars in der Bundesliga in dieser Saison. Woher kommt der Leistungsschub.
Schäperklaus: „Ich war im Sommer sehr früh in Wiesbaden, bin bereits im Juni hier angekommen und war zu Beginn der Vorbereitung eine der ersten Spielerinnen. Wir haben das Training mit fünf Spielerinnen begonnen und so hatte ich von Anfang an Zeit, mich auf die anderen einzustimmen und mich zu präsentieren. Das war sicher einer der Faktoren.“

? Sie haben sogar eine Einladung des Bundestrainers ausgeschlagen, um sich in Ruhe auf die Herausforderung in Wiesbaden vorzubereiten.
Schäperklaus: „Stimmt. Ich hatte mich mit unserem Trainer Andreas Vollmer beraten, der mir in Absprache mit dem Bundestrainer geraten hat, die Vorbereitung im Verein mitzumachen und mich
erstmal hier einzuleben. So habe ich es dann auch gemacht. Ich kann mich über die Entscheidung nicht beschweren.“

? Sie wollten Psychologie studieren. Ist die Beschäftigung mit dem Mentalen eine Ihrer Stärken.
Schäperklaus: „Ich habe mich jetzt zwar für Jura beworben, aber sonst wäre es Psychologie geworden. Der Bereich interessiert und fasziniert mich sehr. Ich glaube schon, dass ich mentale Stärke habe. Ich gerate auch vor vielen Zuschauern oder in kritischen Situationen nicht so schnell aus der Fassung.“

? Haben Sie sich diesbezüglich schon mit Ihrer Spielführerin Regina Burchardt ausgetauscht, die zum einen in 2009 den „Pott“ gewonnen hat und sich zum anderen ebenfalls mit
Psychologie beschäftigt.
Schäperklaus: „Wir haben uns auch schon über Psychologie ausgetauscht, aber der Fokus liegt auf Halle. Weil sie die einzige aus unserer Mannschaft ist, die schon mal als Spielerin da war, haben wir sie alle ausgequetscht, was das gesamte Rahmenprogramm und die Abläufe beim Pokalfinale angeht. Sie hat auch von sich aus viel erzählt, wie man sich fühlt, wenn man dann tatsächlich auf dem Platz steht.“

? Und, wie fühlt man sich laut Regina Burchardt.
Schäperklaus: „Großartig! Es wird ein einzigartiges Erlebnis. Das muss man mindestens einmal mitgemacht haben. Sie hat auch von der Volleyball-Gala erzählt: von der Anreise, vom Gerry Weber Sportpark Hotel, dem Training und vom Gerry Weber Stadion an sich.“

? Dann sind Sie ja bestens vorbereitet. Nun muss es nur noch sportlich passen. Sie haben am vergangenen Wochenende überraschend gegen Suhl verloren, am Sonntag wartet der USC
Münster. Besteht die Gefahr, dass Ihnen die Pokalteilnahme den Kopf in der Liga verdreht.
Schäperklaus: „Zuletzt lief es nicht so gut, aber bis zum Pokalfinale sind es noch fünf Wochen. Bis dahin werden wir uns wieder fangen und zurück in die Spur finden, sodass wir in Halle unser Bestes geben können. Den kleinen Durchhänger, den wir aktuell haben, versuchen wir, so schnell wie möglich, in den Griff zu bekommen. Unser Saisonziel bleibt trotz Pokalfinale, unter die ersten
sechs in der Bundesliga zu kommen und in die Play-offs einzuziehen. Das werden wir auf keinen Fall aus den Augen verlieren.“

? Werden Sie sich speziell auf HalleWestfalen vorbereiten.
Schäperklaus: „Wir haben sicher noch ein, zwei Termine mit unserer Mentaltrainerin, die uns auf die spezielle Situation vorbereitet. Auch was den ungewohnten Termin am frühen Nachmittag angeht. Sonst bereiten wir uns natürlich extrem gut auf unseren Gegner Schwerin vor.“

? Eine besondere Konstellation erwartet Sie: Eine Woche vor dem Duell im Pokalfinale empfangen Sie den Deutschen Meister und Pokalsieger in der Liga. Welche Rolle spielt das.
Schäperklaus: „Es ist nicht schlecht, dass wir uns so längere Zeit auf einen Gegner vorbereiten können. Es wird interessant, wie das Spiel ausgeht. Denn: So viel wird sich an Verfassung und Spielverhalten der Teams innerhalb einer Woche nicht tun. Es ist sicher eine Generalprobe.“

? Sie können mit Selbstvertrauen in die Begegnungen gehen. Immerhin ist Wiesbaden die einzige deutsche Mannschaft, die Schwerin in dieser Saison bislang geschlagen hat.
Schäperklaus: „Wir werden auf jeden Fall versuchen, Schwerin erneut zu schlagen. Am besten
zwei Mal!“

Interview: Ullrich Kroemer (DVL-Presseservice)
 
Deutsche Volleyball-Liga
http://www.volleyball-bundesliga.de
erstellt am 25.01.2013

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