Meisterschafts-Chance gewahrt
Mit einem 3:1-Heimsieg gegen die zweite Mannschaft der Roten Raben Vilsbiburg hat das SWE Volley-Team auch das elfte Heimspiel siegreich gestaltet und sich somit die kleine Chance, noch Meister zu werden, gewahrt.
Der Druck für die Erfurterinnen war groß und es war ihnen zu Beginn anzumerken. Mit 2:6 übernahmen die Gäste von der Vils das Zepter. Dann pfiff die zweite Schiedsrichterin Christian Arndt zwei Aufstellungsfehler bei den Gastgebern ab und es stand 2:8. Doch irgendwie hatte sich ein Software-Fehler ins Programm der Schreiberin eingeschlichen, denn die tatsächliche Aufstellung auf dem Aufstellungszettel stimmte mit der auf dem Spielfeld überein. Nach minutenlanger Ursachensuche und Beratung des Schiedsrichterinnengespanns wurde der Spielstand auf 2:6 zurückgesetzt.
Es war wohl der Weckruf für die Gastgeberinnen, die nun ins Spiel fanden und aufholten (5:6). Der Rest des ersten Durchgangs war ein Kopf an Kopf-Rennen, kein Team konnte sich absetzen (15:16). Erst am Ende gelang das dem Favoriten und der Satz ging mit 25:22 an das SWE Volley-Team. Durchatmen war angesagt.
Im zweiten Satz knüpften die Erfurterinnen an die Leistung aus dem Bad Soden-Spiel an, standen hinten sicher und verwandelten vorn nahezu jeden Ball. Allerdings standen die Gäste in dieser Phase auch etwas neben sich und produzierten viele eigene Fehler. Lediglich Vanessa Murray, die beste Spielerin der Gäste, stemmte sich im Angriff gegen die drohende Niederlage. Mit 25:15 endete der zweite Satz klar für die Gastgeberinnen.
Nach der 10-Minuten-Pause sollte auch der dritte Satz eingetütet werden, um sich zum letzten Spiel wenigstens ein Satzverlust gegen Grimma leisten zu können. Doch es wurde nichts daraus. Erfurt startete schlecht (2:5), holte zwar auf, ließ aber die Souveränität aus dem vorherigen Satz vermissen. Hinzu kam, dass sich die Niederbayern, angetrieben von einigen mitgereisten Gästeanhängern, nicht einfach geschlagen geben wollten und auf der anderen Seite die Thüringerinnen viele unnötige Fehler produzierten. Vilsbiburg nutzte die sich bietende Chance und verwandelte den zweiten Satzball zum 23:25. Mit etwas enttäuschten Gesichtsausdrücken wechselten die Erfurterinnen nach dem verlorenen Satz die Seiten, aber der Kampfgeist war trotzdem geweckt.
Im vierten Satz agierte nur noch Erfurt und beim 11:3 hatte Gästetrainer Dirk Groß schon seine beiden Auszeiten genommen. Beim 20:8 gab es dann auch den einzigen Wechsel bei den Gastgebern. Lisa Breitsprecher durfte an ihrem 18. Geburtstag aufs Feld und machte sich gleich mit einem Aufschlagpunkt selbst ein kleines Geburtstagsgeschenk. 25:10 und 3:1 hieß es nach 99 Spielminuten für das SWE Volley-Team.
Gästetrainer Dirk Groß war nicht unzufrieden, schließlich hatte seine Mannschaft das Mindestziel – einen Satzgewinn – erreicht. „Aber manchmal hat man gesehen, dass Erfurt Zweiter ist und wir Neunter.“
Foto:Sebastian Schmidt
Auf der anderen Seite war Heiko Herzberg froh, dass mit dem Sieg das Endspiel am kommenden Samstag gegen Grimma ein echtes um die Meisterschaft wird. „Zunächst freue ich mich, dass wir mit unserer vor der Saison neu zusammengestellten Mannschaft die Vizemeisterschaft gesichert haben. Jetzt kommt es zum echten Finale am letzten Spieltag und darauf freuen wir uns auch. Wenn wir wie in Satz zwei und vier spielen und noch eine Schippe drauflegen, können wir vielleicht die kleine Chance auf den Titel wahrnehmen.“ Zwar bezifferte er die Chance seines Teams nur auf etwa 20-30%, aber er erinnerte ans Hinspiel, als das SWE Volley-Team kurz vor einem 3:0-Sieg stand, um dann aber doch noch zu verlieren.
Vom noch möglichen Titel mal abgesehen, eine Saison zu Hause, zumal in einem neuen, ungeschlagen zu bleiben, wäre auch ein Novum beim SWE Volley-Team. Auch um das Erreichen dieses Zieles werden die Erfurter Mädels kommenden Samstag kämpfen. Dazu werden dann etwa 600-800 Zuschauer erwartet, womit für prächtige Stimmung gesorgt sein wird.
SWE Volley-Team: Messer, Leonhardt, Müller, Herz, Glief, Noack, Völker (L); Breitsprecher
RR Vilsbiburg: Mapeli, Kozlowski, Murray, Breinbauer, Stigrot, Salisbury; Baumann, Martin, Kaiser
Stephan Siegl
Es war wohl der Weckruf für die Gastgeberinnen, die nun ins Spiel fanden und aufholten (5:6). Der Rest des ersten Durchgangs war ein Kopf an Kopf-Rennen, kein Team konnte sich absetzen (15:16). Erst am Ende gelang das dem Favoriten und der Satz ging mit 25:22 an das SWE Volley-Team. Durchatmen war angesagt.
Im zweiten Satz knüpften die Erfurterinnen an die Leistung aus dem Bad Soden-Spiel an, standen hinten sicher und verwandelten vorn nahezu jeden Ball. Allerdings standen die Gäste in dieser Phase auch etwas neben sich und produzierten viele eigene Fehler. Lediglich Vanessa Murray, die beste Spielerin der Gäste, stemmte sich im Angriff gegen die drohende Niederlage. Mit 25:15 endete der zweite Satz klar für die Gastgeberinnen.
Nach der 10-Minuten-Pause sollte auch der dritte Satz eingetütet werden, um sich zum letzten Spiel wenigstens ein Satzverlust gegen Grimma leisten zu können. Doch es wurde nichts daraus. Erfurt startete schlecht (2:5), holte zwar auf, ließ aber die Souveränität aus dem vorherigen Satz vermissen. Hinzu kam, dass sich die Niederbayern, angetrieben von einigen mitgereisten Gästeanhängern, nicht einfach geschlagen geben wollten und auf der anderen Seite die Thüringerinnen viele unnötige Fehler produzierten. Vilsbiburg nutzte die sich bietende Chance und verwandelte den zweiten Satzball zum 23:25. Mit etwas enttäuschten Gesichtsausdrücken wechselten die Erfurterinnen nach dem verlorenen Satz die Seiten, aber der Kampfgeist war trotzdem geweckt.
Im vierten Satz agierte nur noch Erfurt und beim 11:3 hatte Gästetrainer Dirk Groß schon seine beiden Auszeiten genommen. Beim 20:8 gab es dann auch den einzigen Wechsel bei den Gastgebern. Lisa Breitsprecher durfte an ihrem 18. Geburtstag aufs Feld und machte sich gleich mit einem Aufschlagpunkt selbst ein kleines Geburtstagsgeschenk. 25:10 und 3:1 hieß es nach 99 Spielminuten für das SWE Volley-Team.
Gästetrainer Dirk Groß war nicht unzufrieden, schließlich hatte seine Mannschaft das Mindestziel – einen Satzgewinn – erreicht. „Aber manchmal hat man gesehen, dass Erfurt Zweiter ist und wir Neunter.“
Foto:Sebastian Schmidt
Auf der anderen Seite war Heiko Herzberg froh, dass mit dem Sieg das Endspiel am kommenden Samstag gegen Grimma ein echtes um die Meisterschaft wird. „Zunächst freue ich mich, dass wir mit unserer vor der Saison neu zusammengestellten Mannschaft die Vizemeisterschaft gesichert haben. Jetzt kommt es zum echten Finale am letzten Spieltag und darauf freuen wir uns auch. Wenn wir wie in Satz zwei und vier spielen und noch eine Schippe drauflegen, können wir vielleicht die kleine Chance auf den Titel wahrnehmen.“ Zwar bezifferte er die Chance seines Teams nur auf etwa 20-30%, aber er erinnerte ans Hinspiel, als das SWE Volley-Team kurz vor einem 3:0-Sieg stand, um dann aber doch noch zu verlieren.
Vom noch möglichen Titel mal abgesehen, eine Saison zu Hause, zumal in einem neuen, ungeschlagen zu bleiben, wäre auch ein Novum beim SWE Volley-Team. Auch um das Erreichen dieses Zieles werden die Erfurter Mädels kommenden Samstag kämpfen. Dazu werden dann etwa 600-800 Zuschauer erwartet, womit für prächtige Stimmung gesorgt sein wird.
SWE Volley-Team: Messer, Leonhardt, Müller, Herz, Glief, Noack, Völker (L); Breitsprecher
RR Vilsbiburg: Mapeli, Kozlowski, Murray, Breinbauer, Stigrot, Salisbury; Baumann, Martin, Kaiser
Stephan Siegl





