Unser Star für Baku: Der VfB Suhl!
Es war ein denkwürdiger Abend in der Suhler Wolfsgrube, dieser 29.2. 2012. Vor ausverkauftem Haus gewinnt der VfB gegen Iller Bankasi Ankara verdient mit 3:0 und zieht in das Halbfinale des Europapokals ein. Gänsehaut pur zu Beginn: bereits die Vorstellung der Protagonistinnen des Abends wurde von ohrenbetäubendem Applaus im Hexenkessel Wolfsgrube begleitet.
Und jeder der 1800 Zuschauer war sich im Vorfeld sicher, dass der VfB ins Halbfinale einziehen würde. Einzig unser Gast aus Ankara wollte hier nicht mitspielen, und so war es vor allem im ersten Satz ein offener Schlagabtausch im wahrsten Sinne des Wortes. Als die im Unterschied zum Hinspiel bestens eingestellten Gäste von 16:15 auf 20:15 davonzogen, schien ein Satzverlust unvermeidlich. Doch die neue Qualität des jungen VfB-Teams zeigt sich gerade in diesen scheinbar aussichtslosen Situationen. Es wird einfach weiter um jeden Punkt gekämpft, starke Aufschläge von Vendula Merkova und 3 Punkte am Stück von Anna Kalinovskaya brachten den VfB vor einem frenetisch mitgehenden Publikum zurück ins Match. Vier Satzbälle wurden mit starkem Sideout abgewehrt, die zum Aufschlag eingewechselte Christina Speer bewies im Gegensatz zum ersten Satz im Hinspiel nun Nervenstärke und servierte ein Ass zum Satzball. Ein Angriffsball ins Netz brachte dem VfB den kaum noch für möglich gehaltenen Satzgewinn. Dies war dann wohl der Knackpunkt in der Partie und auch Coach Felix meinte im Anschluss in der Kabine: "Das war unser Golden Set!". Denn von nun an übernahm der VfB das Kommando auf dem Feld. Sieggarant war am Ende unser starker Aufschlag, der die angriffsstarken Gäste nicht zum Zuge kommen lies. Hinzu kam das variablere Angriffsspiel des Gastgebers. Man sollte mit Superlativen vorsichtig umgehen, aber unsere Diagonalangreiferin Vendy bot an diesem Abend eine Weltklasse-Leistung. Originalton Felix Koslowski: "Sie spielte heute wie von einem anderen Stern". Der VfB gewann den zweiten Satz deutlich, und auch als der Gast im dritten Satz Dank der individuellen Qualität der türkischen Nationalspielerin Meriyem Boz gegen Ende bedrohlich aufkam, kam im VfB-Spiel keine Hektik auf, und wieder war es Christina Speer, die mit starken Aufschlägen den VfB endgültig auf die Siegerstraße brachte. Der Rest ging dann im grenzenlosen Jubel des restlos begeisterten Publikums im Tollhaus Wolfsgrube unter.
Im Halbfinale wartet nun mit Baki Baku der Topfavorit des Challenge-Cups auf unser Team, doch speziell in der Wolfsgrube muss dieses Starensemble auch erst einmal gewinnen. Und auch die DVL muss sich nun Gedanken über unser letztes Hauptrundenspiel in Schwerin machen, da wir zu diesem Zeitpunkt in Baku sind.






